Bauchdeckenstraffung in Wien
Nach Schwangerschaften oder starker Gewichtsabnahme bleibt am Bauch oft überschüssige Haut zurück, die sich weder durch Sport noch durch Diäten beseitigen lässt. Eine Bauchdeckenstraffung (Abdominoplastik) entfernt überschüssiges Gewebe, strafft die Bauchdecke und korrigiert bei Bedarf eine Rektusdiastase.
- Dauer 1–2,5 Std.
- Narkose Vollnarkose
- Aufenthalt stationär
- Ausfallzeit 2–3 Wochen
- Sport wieder nach 8–12 Wochen
- Endergebnis nach 3–6 Monaten
- Kosten ab 5.000 €
Was ist eine Bauchdeckenstraffung?
Die Bauchdeckenstraffung ist ein plastisch-chirurgischer Eingriff zur Entfernung überschüssiger Haut und überschüssigen Fettgewebes im Bereich des Bauches.
Während der Operation wird die erschlaffte Bauchhaut gestrafft. Gleichzeitig kann eine bestehende Rektusdiastase – also das Auseinanderweichen der geraden Bauchmuskeln – wieder verschlossen werden. Dadurch verbessert sich nicht nur die Körperkontur, sondern häufig auch die Stabilität der Bauchwand.
Je nach Ausgangsbefund wird zusätzlich der Bauchnabel neu positioniert, sodass ein natürliches Erscheinungsbild erhalten bleibt.
Die Bauchdeckenstraffung ist keine Methode zur Gewichtsabnahme, sondern dient der Korrektur von Hautüberschuss und erschlafftem Gewebe.
Für wen eignet sich eine Bauchdeckenstraffung?
Eine Bauchdeckenstraffung eignet sich insbesondere für Patientinnen und Patienten:
- nach einer Schwangerschaft mit erschlaffter Bauchdecke
- nach einer starken Gewichtsabnahme mit überschüssiger Haut
- bei einer ausgeprägten Rektusdiastase
- bei Hautreizungen oder Entzündungen in der Bauchfalte
- wenn Sport und Ernährung den Hautüberschuss nicht beseitigen können
- oder wenn der Bauch trotz normalem Körpergewicht dauerhaft vorgewölbt erscheint
Der Eingriff eignet sich besonders für Menschen mit stabilem Körpergewicht. Eine weitere größere Gewichtsabnahme oder eine spätere Schwangerschaft können das Operationsergebnis beeinträchtigen.
Welche Vorteile bietet eine Bauchdeckenstraffung?
Eine Bauchdeckenstraffung verbessert nicht nur das äußere Erscheinungsbild, sondern kann auch funktionelle Beschwerden lindern. Zu den möglichen Vorteilen zählen:
- flacherer und strafferer Bauch
- Entfernung überschüssiger Haut
- Korrektur einer Rektusdiastase
- Verbesserung der Körperkontur
- Reduktion von Hautreizungen und Entzündungen
- angenehmere Kleidung und bessere Passform
- höhere Beweglichkeit beim Sport
- gesteigertes Selbstbewusstsein
Viele Patientinnen und Patienten berichten nach der Operation über eine deutlich verbesserte Lebensqualität.
Welche Operationsmethoden gibt es?
Nicht jede Bauchdeckenstraffung ist gleich. Welche Technik angewendet wird, richtet sich nach dem Ausmaß des Hautüberschusses und Ihren individuellen Voraussetzungen.
Klassische Bauchdeckenstraffung: Die klassische Abdominoplastik eignet sich bei ausgeprägtem Hautüberschuss ober- und unterhalb des Bauchnabels. Überschüssige Haut wird entfernt, die Bauchdecke gestrafft und der Bauchnabel in eine natürliche Position versetzt.
Bauchdeckenstraffung mit Rektusdiastase: Liegt zusätzlich eine auseinandergewichene Bauchmuskulatur vor, können die geraden Bauchmuskeln während derselben Operation wieder angenähert werden. Dadurch verbessert sich häufig nicht nur die Bauchform, sondern auch die Stabilität der Körpermitte.
Kombination mit Fettabsaugung: In vielen Fällen kann die Bauchdeckenstraffung mit einer Fettabsaugung kombiniert werden. Dadurch lassen sich die Taille und die Übergänge zu den Flanken harmonischer modellieren und die Körperkontur zusätzlich optimieren.
Mini-Bauchdeckenstraffung: Liegt ein Hautüberschuss nur unterhalb des Bauchnabels vor, kann bei einer sogenannten Mini-Abdominoplastik nur dieses Gewebe entfernt werden.
Fleur-de-Lis-Bauchdeckenstraffung: Ist der Hautüberschuss nicht nur horizontal, sondern auch im Mittelteil des Bauches ausgeprägt, kann eine zusätzliche senkrechte Straffung notwendig sein. Hierbei wird über einen ankerförmigen Schnitt das überschüssige Gewebe entfernt.
Reverse Abdominoplastik: Liegt der Hautüberschuss rein oberhalb des Bauchnabels, kann mit präzisen Schnitten in der Unterbrustfalte dieses Gewebe entfernt und der Bauch nach oben gestrafft werden.
Welche Methode für Sie geeignet ist, wird nach einer ausführlichen Untersuchung individuell festgelegt.
Wie lange dauert die Operation?
Die Operationsdauer beträgt je nach Ausprägung des Befundes 1 bis 2,5 Stunden.
Erfolgt zusätzlich eine Fettabsaugung oder die Korrektur einer ausgeprägten Rektusdiastase, kann sich die Operationszeit entsprechend verlängern.
Wie läuft die Operation ab?
Die Bauchdeckenstraffung erfolgt in Vollnarkose.
Vor der Operation werden die Schnittführung und die neue Bauchkontur sorgfältig angezeichnet.
Während des Eingriffs wird überschüssige Haut entfernt und die Bauchhaut gestrafft. Besteht eine Rektusdiastase, werden die geraden Bauchmuskeln durch spezielle Nähte wieder zusammengeführt. Anschließend wird der Bauchnabel in eine anatomisch harmonische Position versetzt.
Falls erforderlich, erfolgt zusätzlich eine Fettabsaugung zur Konturierung der Flanken oder des Oberbauches.
Nach sorgfältiger Blutstillung werden Drainagen eingelegt, die Wunden schichtweise verschlossen und ein spezielles Kompressionsmieder angelegt.
Ist eine Bauchdeckenstraffung nach Schwangerschaft sinnvoll?
Nach einer Schwangerschaft bilden sich Haut und Bauchmuskulatur häufig nicht vollständig zurück. Vor allem nach mehreren Schwangerschaften können bestehen:
- Hautüberschuss
- Schwangerschaftsstreifen
- Rektusdiastase
- erschlaffte Bauchwand
- überschüssiges Fettgewebe
Eine Bauchdeckenstraffung kann diese Veränderungen deutlich verbessern. Voraussetzung ist, dass die Familienplanung möglichst abgeschlossen ist, da eine erneute Schwangerschaft das Ergebnis beeinträchtigen kann.
Bauchdeckenstraffung nach starker Gewichtsabnahme
Nach einer erheblichen Gewichtsreduktion – beispielsweise nach einer bariatrischen Operation – bleibt häufig ein ausgeprägter Hautüberschuss zurück. Dieser kann:
- die Körperpflege erschweren
- zu wiederkehrenden Hautentzündungen führen
- sportliche Aktivitäten einschränken
- und die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen
In diesen Fällen ist die Bauchdeckenstraffung häufig Bestandteil eines umfassenden Body-Contouring-Konzeptes und kann später mit weiteren Straffungsoperationen, beispielsweise einem Bodylift oder einer Oberschenkelstraffung, kombiniert werden.
Was ist vor der Operation zu beachten?
Vor jeder Bauchdeckenstraffung erfolgt eine ausführliche Untersuchung und individuelle Operationsplanung. Vor dem Eingriff sollten Sie:
- ein stabiles Körpergewicht erreicht haben
- mindestens vier Wochen auf Nikotin verzichten
- blutverdünnende Medikamente nach ärztlicher Rücksprache pausieren
- Infekte vollständig ausheilen lassen
- möglichst körperlich aktiv sein
Insbesondere nach einer starken Gewichtsabnahme sollte das Gewicht mindestens sechs Monate stabil geblieben sein.
Was ist nach der Operation zu beachten?
Nach der Operation tragen Sie für etwa 6 Wochen ein spezielles Kompressionsmieder. In den ersten Tagen sind Schwellungen, Spannungsgefühle und leichte Schmerzen normal. Zusätzlich sollten Sie:
- in den ersten Tagen leicht gebeugt gehen
- schweres Heben vermeiden
- ausreichend Bewegung in Form kurzer Spaziergänge durchführen
- auf Nikotin verzichten
- sämtliche Nachkontrollen wahrnehmen
- nach vollständigem Wundverschluss mit einer konsequenten Narbenpflege beginnen
Die konsequente Nachbehandlung trägt wesentlich zu einem langfristig schönen Ergebnis bei.
Wann kann ich wieder arbeiten?
Die Dauer der Arbeitsunfähigkeit richtet sich nach Ihrer beruflichen Tätigkeit.
- Büroarbeit: meist nach 2 bis 3 Wochen
- körperlich belastende Berufe: etwa 4 bis 6 Wochen
Bei besonders körperlich anspruchsvollen Tätigkeiten kann eine längere Schonungszeit erforderlich sein.
Wann darf ich wieder Sport machen?
Leichte Spaziergänge sind bereits unmittelbar nach der Operation erwünscht und unterstützen die Durchblutung. Sportliche Aktivitäten sollten schrittweise wieder aufgenommen werden:
- leichtes Cardiotraining: nach etwa 4 Wochen
- Radfahren oder Ergometer: nach etwa 4 bis 6 Wochen
- Joggen: nach etwa 6 Wochen
- Bauchmuskeltraining und Krafttraining: nach etwa 8 bis 12 Wochen
- intensive sportliche Belastung: nach individueller Freigabe
Insbesondere nach einer Rektusdiastase-Korrektur sollte die Bauchmuskulatur ausreichend geschont werden.
Ab wann können die Wunden nass werden?
In der Regel erfolgt eine Nahtentfernung nach 14 Tagen. Werden selbstauflösende Nähte verwendet, können eventuell randständige Knoten ebenso nach 14 Tagen entfernt werden.
Das Duschen und das Nasswerdenlassen des operierten Gebietes ist einen Tag nach der Nahtentfernung erlaubt (ab dem 15. postoperativen Tag).
Alternativ können früher Duschpflaster verwendet werden. Hierfür müssen Duschpflaster vor dem Duschen über den eigentlichen Verband aufgetragen und danach wieder abgenommen werden.
Wann ist das Endergebnis sichtbar?
Direkt nach der Operation ist der Bauch noch geschwollen. Die Schwellung nimmt in den folgenden Wochen kontinuierlich ab.
Ein weitgehend stabiles Ergebnis ist meist nach 3 bis 6 Monaten sichtbar. Die vollständige Narbenreifung dauert etwa 12 Monate.
Welche Risiken und Komplikationen gibt es?
Wie jeder operative Eingriff ist auch die Bauchdeckenstraffung mit allgemeinen Operationsrisiken verbunden. Hierzu zählen:
- Nachblutungen
- Blutergüsse
- Schwellungen
- Wundheilungsstörungen
- Infektionen
- Narbenbildung
- Thrombosen
- Sensibilitätsstörungen der Bauchhaut
Spezifische Risiken können sein:
- Wundheilungsstörungen im Bereich der Unterbauchnarbe
- Serombildung (Ansammlung von Wundflüssigkeit)
- verzögerte Heilung des Bauchnabels
- verbleibende Asymmetrien
- auffällige Narben
- selten notwendige Korrekturoperationen
Durch eine sorgfältige Operationsplanung, moderne Operationstechniken und eine konsequente Nachsorge lassen sich viele dieser Risiken deutlich reduzieren.
Was kostet eine Bauchdeckenstraffung?
Die Kosten hängen vom Umfang der Operation, einer möglichen Fettabsaugung, der Korrektur einer Rektusdiastase sowie dem stationären Aufenthalt ab.
In meiner Ordination liegen die Kosten für eine konventionelle Bauchdeckenstraffung in der Regel ab 7.500 €. Eine Mini-Bauchdeckenstraffung beläuft sich ab 5.500 €.
Diese Kosten beinhalten:
- Erstgespräch
- Operation
- Narkosearzt
- Operationssaal
- Kontrolltermine
In ausgewählten Fällen – beispielsweise bei ausgeprägtem Hautüberschuss nach massiver Gewichtsabnahme mit wiederkehrenden Hautentzündungen – kann eine teilweise Kostenübernahme durch die Krankenkasse möglich sein. Ob die Voraussetzungen erfüllt sind, muss individuell geprüft werden.
Häufige Fragen
Bleibt eine Narbe zurück?
Ja. Die Narbe verläuft in der Regel horizontal im Unterbauch und wird möglichst tief platziert, sodass sie meist durch Unterwäsche oder Badebekleidung verdeckt werden kann. Zusätzlich entsteht eine feine Narbe um den Bauchnabel. Mit konsequenter Narbenpflege verblassen die Narben im Laufe der Zeit deutlich.
Kann eine Bauchdeckenstraffung Schwangerschaftsstreifen entfernen?
Schwangerschaftsstreifen im Bereich der entfernten Haut werden vollständig entfernt. Dehnungsstreifen außerhalb des entfernten Hautareals bleiben bestehen, erscheinen jedoch häufig weniger auffällig, da die Haut gestrafft wird.
Kann gleichzeitig eine Fettabsaugung durchgeführt werden?
Ja. In vielen Fällen wird eine Bauchdeckenstraffung mit einer Fettabsaugung kombiniert. Dadurch können insbesondere die Taille und die Flanken zusätzlich modelliert und ein harmonischeres Gesamtergebnis erzielt werden.
Ist das Ergebnis dauerhaft?
Das Ergebnis einer Bauchdeckenstraffung ist grundsätzlich langfristig. Voraussetzung hierfür sind ein stabiles Körpergewicht sowie ein gesunder Lebensstil. Größere Gewichtsschwankungen oder eine erneute Schwangerschaft können die Bauchdecke erneut verändern.
Individuelle Beratung: Jede Behandlung wird persönlich geplant. Vereinbaren Sie ein unverbindliches Beratungsgespräch – wir nehmen uns Zeit für Ihre Fragen.