Adrenalin Aguettant 1 mg/10 ml (1:10.000) Injektionslösung in einer Fertigspritze heißt in der Packungsbeilage kurz „Adrenalin-Injektion“. Der Wirkstoff ist Adrenalin, und das Arzneimittel gehört zu einer Gruppe von Arzneimitteln, die Adrenergika und Dopaminergika genannt werden. Jeder Milliliter der Injektionslösung enthält 0,1 mg Adrenalin als Adrenalintartrat, jede 10 ml Fertigspritze also 1 mg.
Die Gebrauchsinformation nennt zwei Anwendungsgebiete: die Behandlung von Herzstillstand, also des unerwarteten Verlusts der Herzfunktion, der Atmung und des Bewusstseins, und die Behandlung akuter Anaphylaxie bei Erwachsenen – eines schweren Schocks oder Kollapses, der durch eine schwerwiegende allergische Reaktion hervorgerufen wird. Es ist damit kein Mittel für den Alltag, sondern für die Notfallbehandlung vorgesehen: Verabreicht wird die Adrenalin-Injektion laut Beilage von einer Ärztin oder einem Arzt, von medizinischem Fachpersonal oder von einem Sanitäter.
Adrenalin-Injektion vor einem Eingriff
Weil das Arzneimittel für den Notfall gedacht ist, nennt die Gebrauchsinformation keine Vorbereitung, keine Frist und kein Absetzen vor einer geplanten Operation. Zwei Punkte aus der Beilage gehören dennoch in die Vorbesprechung eines Eingriffs.
Der erste betrifft die Narkose. Zu den Arzneimitteln, die eine Wechselwirkung mit der Adrenalin-Injektion hervorrufen können, zählt die Beilage flüchtige halogenhaltige Anästhetika, also während der Narkose verwendetes Gas. Genannt werden außerdem bestimmte Antidepressiva, Arzneimittel zur Behandlung von hohem Blutdruck und von Herzleiden sowie Arzneimittel zur Behandlung von Diabetes. Die Gebrauchsinformation bittet deshalb darum, die behandelnde Ärztin oder den behandelnden Arzt über alle angewendeten Arzneimittel zu informieren.
Der zweite betrifft Vorerkrankungen. Über ein kongenitales Long-QT-Syndrom und über Herzrhythmusstörungen wird die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt laut Beilage informiert. Erhöht ist das Risiko von Nebenwirkungen außerdem bei einer Schilddrüsenüberfunktion, einer schweren Niereninsuffizienz, einer erhöhten Kalzium- oder verringerten Kaliumkonzentration im Blut, bei Diabetes mellitus, einer Herzerkrankung oder einem Bluthochdruck, bei einem Hirnschaden oder verhärteten Arterien im Gehirn, bei einem Glaukom, bei Prostataleiden, bei älteren Patientinnen und Patienten sowie in der Schwangerschaft. Für die Anästhesie bedeutsam ist ein Satz aus dem Teil für medizinisches Fachpersonal: Bei Herzstillstand nach Herzoperationen wird Adrenalin intravenös verabreicht und mit höchster Vorsicht in Dosen von 0,5 ml oder 1 ml der 1:10.000 Lösung – das sind 50 oder 100 Mikrogramm – bis zum Wirkungseintritt titriert.
Nach dem Eingriff: Überwachung und Nebenwirkungen
Nach der Anwendung ist laut Gebrauchsinformation eine kontinuierliche medizinische Überwachung notwendig; in allen Fällen ist sie nach der Verabreichung erforderlich. Wer die Adrenalin-Injektion erhalten hat, bleibt also unter Beobachtung.
Als berichtete Nebenwirkungen führt die Beilage unter anderem Angst und Angstzustände, Nervosität, Atembeschwerden, Schwitzen, Herzklopfen, eine erhöhte Herzfrequenz, Blässe, Zittern, Schwäche, Schwindelgefühl, Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen, Kälte der Extremitäten, Halluzinationen, Ohnmacht, hohe Blutzuckerspiegel, niedrige Kaliumspiegel im Blut, einen erhöhten Säuregehalt im Blut sowie eine Erweiterung der Pupille auf. Manches davon kann nach einem Eingriff auch andere Ursachen haben; die Zuordnung trifft die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt.
In hoher Dosierung oder bei Menschen, die empfindlich auf Adrenalin reagieren, nennt die Gebrauchsinformation Herzrhythmusstörungen, einen Bluthochdruck mit dem Risiko einer Gehirnblutung, eine Verengung der Blutgefäße etwa in der Haut, den Extremitäten oder den Nieren, akute Angina-pectoris-Anfälle und das Risiko eines akuten Herzinfarkts. Für die Wunde bedeutsam ist ein weiterer Hinweis: Wiederholte lokale Injektionen können an den Injektionsstellen eine Nekrose, also einen Gewebeschaden, als Resultat eines Blutgefäßverschlusses verursachen.
Häufige Fragen
Welche Menge nennt die Gebrauchsinformation? Bei lebensbedrohlichen allergischen Reaktionen wird Erwachsenen laut Beilage eine Dosis von 0,05 mg verabreicht, das sind 0,5 ml der 1:10.000 Lösung; sie wird bei Bedarf wiederholt, bis das gewünschte Ansprechen erreicht ist. Bei einem Herzstillstand nennt die Beilage für Erwachsene 1 mg, also 10 ml der Lösung, alle 3 bis 5 Minuten in eine Vene oder in einen Knochen, bis das Herz seine Funktion wieder aufnimmt. Über die richtige Menge sowie über Zeitpunkt und Art der Injektion entscheiden die Ärztin, der Arzt oder das medizinische Fachpersonal.
Gilt das auch für Kinder? Für Kinder über 5 kg nennt die Gebrauchsinformation bei Herzstillstand 10 Mikrogramm/kg, also 0,1 ml/kg der Lösung, in eine Vene oder in einen Knochen, bis das Herz seine Funktion wieder aufnimmt. Da sich mit dieser Fertigspritze keine Dosis von weniger als 0,5 ml verabreichen lässt, ist das Arzneimittel bei Neugeborenen und bei Kindern mit einem Körpergewicht unter 5 kg nicht anzuwenden.
Was ist sonst zu beachten? Angewendet werden darf die Adrenalin-Injektion nicht bei einer Allergie gegen einen der sonstigen Bestandteile, sofern eine alternative Zubereitung von Adrenalin oder ein alternativer Vasopressor zur Verfügung steht. Jede Fertigspritze enthält 35,4 mg Natrium, was 1,77% der für einen Erwachsenen empfohlenen maximalen täglichen Natriumaufnahme mit der Nahrung entspricht. Und bei Doping-Kontrollen kann die Anwendung zu positiven Ergebnissen führen.
Dieser Text fasst zusammen, was die amtliche Gebrauchsinformation für Menschen vor und nach einem Eingriff bedeutet. Maßgeblich ist ihr vollständiger Wortlaut, der unten auf dieser Seite steht.
Gebrauchsinformation: Information für Patienten
Adrenalin Aguettant 1 mg/10 ml (1:10.000) Injektionslösung in einer Fertigspritze (In dieser Packungsbeilage als „Adrenalin-Injektion“ bezeichnet) Adrenalin
Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Anwendung dieses Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.
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Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal.
Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter.
Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie. - Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.
Was in dieser Packungsbeilage steht
1. Was ist Adrenalin-Injektion und wofür wird es angewendet? 2. Was sollten Sie vor der Anwendung von Adrenalin-Injektion beachten? 3. Wie ist Adrenalin-Injektion anzuwenden? 4. Welche Nebenwirkungen sind möglich? 5. Wie ist Adrenalin-Injektion aufzubewahren? 6. Inhalt der Packung und weitere Informationen
1. Was ist Adrenalin-Injektion und wofür wird es angewendet?
Adrenalin-Injektion gehört zu einer Gruppe von Arzneimitteln, die Adrenergika und Dopaminergika genannt werden.
Dieses Arzneimittel wird angewendet zur: - Behandlung von Herzstillstand (unerwarteter Verlust der Herzfunktion, der Atmung und des
Bewusstseins), - Behandlung akuter Anaphylaxie bei Erwachsenen (durch eine schwerwiegende allergische
Reaktion hervorgerufener schwerer Schock oder Kollaps).
2. Was sollten Sie vor der Anwendung von Adrenalin-Injektion beachten?
Adrenalin-Injektion darf nicht angewendet werden, • wenn Sie allergisch (überempfindlich) gegen einen der in Abschnitt 6 genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind und eine alternative Zubereitung von Adrenalin oder ein alternativer Vasopressor zur Verfügung steht.
Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
Adrenalin-Injektion ist für die Notfallbehandlung indiziert. Nach der Anwendung ist eine kontinuierliche medizinische Überwachung notwendig.
Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie an einer Erkrankung leiden, die als kongenitales Long-QTSyndrom bezeichnet wird, oder wenn Sie Herzrhythmusstörungen haben.
Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung
Das Risiko von Nebenwirkungen ist erhöht, wenn Sie: - eine Schilddrüsenüberfunktion als Vorerkrankung haben (Erkrankung der Schilddrüse), - eine schwere Niereninsuffizienz haben, - unter Hyperkalzämie (erhöhte Kalziumkonzentration im Blut) leiden, - unter Hypokaliämie (verringerte Kaliumkonzentration im Blut) leiden, - Diabetes mellitus haben, - eine Herzerkrankung oder arterielle Hypertonie (Bluthochdruck) haben, - einen Hirnschaden oder eine Verhärtung der Arterien im Gehirn haben, - ein Glaukom (erhöhter Augeninnendruck) haben, - Prostataleiden haben, - ein älterer Patient sind, - schwanger sind.
Anwendung von Adrenalin-Injektion zusammen mit anderen Arzneimitteln Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.
Arzneimittel, die eine Wechselwirkung mit Adrenalin-Injektion hervorrufen können, umfassen u. a.: - Flüchtige halogenhaltige Anästhetika (während der Narkose verwendetes Gas), - Bestimmte Antidepressiva, - Arzneimittel zur Behandlung von hohem Blutdruck, Herzleiden, - Arzneimittel zur Behandlung von Diabetes.
Schwangerschaft und Stillzeit Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal um Rat.
Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen Die Anwendung von Adrenalin-Injektion hat keine Auswirkungen auf Ihre Verkehrstüchtigkeit und Ihre Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.
Adrenalin-Injektion enthält Natrium Dieses Arzneimittel enthält 35,4 mg Natrium (Hauptbestandteil von Kochsalz/Speisesalz) pro Fertigspritze Dies entspricht 1,77% der für einen Erwachsenen empfohlenen maximalen täglichen Natriumaufnahme mit der Nahrung.
Doping Die Anwendung dieses Arzneimittels kann bei Doping-Kontrollen zu positiven Ergebnissen führen.
3. Wie ist Adrenalin-Injektion anzuwenden?
Die Adrenalin-Injektion wird Ihnen von Ihrem Arzt, medizinischem Fachpersonal oder einem Sanitäter verabreicht. Diese entscheiden über die für Sie richtige Menge und wann und wie die Injektion verabreicht wird.
Im Falle lebensbedrohlicher allergischer Reaktionen (akute Anaphylaxie):
Erwachsenen wird eine Dosis von 0,05 mg (0,5 ml Adrenalin 1:10.000 Lösung) verabreicht, was bei Bedarf wiederholt wird, bis das gewünschte Ansprechen erreicht ist.
Im Falle eines Herzstillstands:
Erwachsene: 1 mg (10 ml Adrenalin 1:10.000 Lösung) wird alle 3-5 Minuten in eine Vene oder in einen Knochen verabreicht, bis das Herz seine Funktion wieder aufnimmt.
Kinder über 5 kg: 10 Mikrogramm/kg (0,1 ml/kg Adrenalin 1:10.000 Lösung) werden alle 35 Minuten in eine Vene oder in einen Knochen verabreicht, bis das Herz seine Funktion wieder aufnimmt.
Dieses Arzneimittel ist nicht geeignet, eine Dosis von weniger als 0,5 ml zu verabreichen und ist daher bei Neugeborenen und Kindern mit einem Körpergewicht unter 5 kg nicht anzuwenden.
Weitere Informationen für medizinisches Fachpersonal finden sich am Ende dieser Gebrauchsinformation.
4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?
Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Die folgenden Nebenwirkungen wurden berichtet: - Angst, - Dyspnoe (Atembeschwerden), - Nervosität, - Angstzustände, - Schwitzen, - Herzklopfen (unregelmäßiger oder schneller Herzschlag), - Tachykardie (erhöhte Herzfrequenz), - Blässe, - Zittern, - Schwäche, - Schwindelgefühl, - Kopfschmerzen, - Übelkeit, - Erbrechen, - Kälte der Extremitäten, - Halluzinationen, - Synkope (Ohnmacht), - Hyperglykämie (hohe Blutzuckerspiegel), - Hypokaliämie (niedrige Kaliumspiegel im Blut), - Stoffwechselazidose (erhöhter Säuregehalt im Blut), - Mydriasis (Erweiterung der Pupille).
In hoher Dosierung oder bei Patienten, die empfindlich auf Adrenalin reagieren, sind die Nebenwirkungen: - Herzrhythmusstörung (unregelmäßiger Herzschlag/Herzstillstand), - Hypertonie (mit Risiko von Gehirnblutung), - Vasokonstriktion (Verengung der Blutgefäße, zum Beispiel in der Haut, den Extremitäten oder den
Nieren), - akute Angina pectoris-Anfälle, - Risiko eines akuten Herzinfarkts.
Wiederholte lokale Injektionen können Nekrose (Gewebeschaden) an den Injektionsstellen als Resultat eines Blutgefäßverschlusses verursachen.
In allen Fällen ist nach der Verabreichung der Adrenalin-Injektion medizinische Überwachung erforderlich.
Meldung von Nebenwirkungen Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder an das medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen Traisengasse 5 1200 WIEN ÖSTERREICH Fax: + 43 (0) 50 555 36207 Website: http://www.basg.gv.at/ anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.
5. Wie ist Adrenalin-Injektion aufzubewahren?
Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.
Dieses Arzneimittel darf nach dem auf dem Etikett angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwendet werden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats. Ihr Arzt oder das medizinische Fachpersonal wird dies prüfen.
In der Aluminiumverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht und Sauerstoff zu schützen.
Nicht über 25 ºC lagern.
Die Aluminiumverpackung nicht vor Gebrauch öffnen. Nach dem Öffnen der Verpackung ist das Produkt sofort zu verbrauchen.
Nicht einfrieren.
Verwenden Sie keine scharfen Instrumente zum Öffnen der Verpackung.
Adrenalin-Injektion darf nicht angewendet werden, wenn dieses teilweise verbraucht worden ist oder Zeichen sichtbarer Schäden aufweist.
Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.
6. Inhalt der Packung und weitere Informationen
Was Adrenalin-Injektion enthält Der Wirkstoff ist: Adrenalin Jeder Milliliter Injektionslösung enthält 0,1 mg Adrenalin (als Adrenalintartrat). Jede 10 ml Fertigspritze enthält 1 mg Adrenalin (als Adrenalintartrat).
Die sonstigen Bestandteile sind: Natriumchlorid, Salzsäure, Natriumhydroxid, Wasser für Injektionszwecke.
Wie Adrenalin-Injektion aussieht und Inhalt der Packung Adrenalin-Injektion ist eine klare farblose Lösung in einer 10 ml-Polypropylen-Fertigspritze, die einzeln in einer transparenten Blisterpackung und einer Umverpackung aus Aluminium verpackt ist.
Die Fertigspritzen sind in Behältern mit 1 und 10 Spritzen erhältlich. Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.
Pharmazeutischer Unternehmer Laboratoire Aguettant 1, rue Alexander Fleming 69007 LYON FRANKREICH
Hersteller Laboratoire Aguettant 1, rue Alexander Fleming 69007 LYON FRANKREICH
Laboratoire Aguettant Lieu Dit Chantecaille 07340 Champagne FRANKREICH
Im Mitvertrieb von: AGUETTANT Deutschland GmbH Hans-Böckler-Str. 24 40764 LANGENFELD DEUTSCHLAND
Z.Nr.: 136724
Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im 07/2026.
Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Internetseiten des Bundesamtes für Sicherheit im Gesundheitswesen verfügbar.
Die folgenden Informationen sind für medizinisches Fachpersonal bestimmt: Intravenöses Adrenalin ist nur von solchen Personen anzuwenden, die in der Anwendung und der Titration von Vasopressoren in ihrer normalen klinischen Praxis erfahren sind.
Kardiopulmonale Reanimation:
10 ml der 1:10.000 Lösung (1 mg), wiederholte intravenöse oder intraossäre Verabreichung alle 35 Minuten bis zur Rückkehr der spontanen Blutzirkulation.
Die endotracheale Anwendung einer Dosis von 20 bis 25 ml der 1:10.000 Lösung (2 bis 2,5 mg) ist ausschließlich als letzte Option zu wählen, wenn keine andere Art der Verabreichung möglich ist.
Bei Herzstillstand nach Herzoperationen wird Adrenalin intravenös verabreicht und bis zum Wirkungseintritt mit höchster Vorsicht in Dosen von 0,5 ml oder 1 ml der 1:10.000 Lösung (50 oder 100 Mikrogramm) titriert.
Akute Anaphylaxie:
Titrierter Gebrauch von intravenösen 0,5 ml-Boli einer 1:10.000 Lösung (0,05 mg) entsprechend des Ansprechens.
Adrenalin Aguettant 1 mg/10 ml (1:10.000) Injektionslösung in einer Fertigspritze ist für die intramuskuläre Anwendung bei einer akuten Anaphylaxie nicht empfohlen.
Für die intramuskuläre Verabreichung ist eine 1 mg/ml (1:1000) Lösung zu verwenden.
Kinder und Jugendliche:
Dieses Arzneimittel ist nicht geeignet, um eine Dosis unter 0,5 ml zu verabreichen und wird daher bei Neugeborenen und Kindern mit einem Körpergewicht unter 5 kg nicht intravenös oder intraossär angewendet.
Herzstillstand bei Kindern:
Intravenös oder intraossär (nur über 5 kg): 0,1 ml/kg der 1:10.000 Lösung (10 Mikrogramm/kg) bis zur Einzelhöchstdosis von 10 ml der 1:10.000 Lösung (1 mg), wiederholte Verabreichung alle 3-5 Minuten bis zur Rückkehr der spontanen Blutzirkulation.
Die endotracheale Anwendung (jedes Körpergewicht) einer Dosis von 1 ml/kg der 1:10.000 Lösung (100 Mikrogramm/kg) bis zu einer Einzelhöchstdosis von 25 ml der 1:10.000 Lösung (2,5 mg) ist ausschließlich als letzte Option zu wählen, wenn keine andere Art der Anwendung möglich ist.
Halten Sie das folgende Protokoll strikt ein: Die Fertigspritze ist nur für die Anwendung bei einem einzelnen Patienten bestimmt. Die Spritze nach der Anwendung entsorgen. Nicht wiederverwenden. Das Arzneimittel vor der Verabreichung visuell auf Partikel und Verfärbung überprüfen. Nur klare, farblose Lösung, die frei von Partikeln oder Niederschlägen ist, verwenden. Das Arzneimittel nicht verwenden, wenn die Umverpackung oder Blisterpackung geöffnet worden ist oder der Sicherheitsverschluss der Spritze (Kunststoffabdeckung an der Basis der Endkappe) beschädigt ist.
1) Reißen Sie die Aluminiumverpackung nur mit den Händen mittels der Einkerbung(en) auf. Verwenden Sie keine scharfen Instrumente zum Öffnen der Verpackung. 2) Die Fertigspritze aus der sterilen Blisterpackung entnehmen.
3) Auf den Kolben drücken, um den Stopfen zu entsichern. Der Sterilisationsprozess kann ein Kleben des Stopfens auf dem Spritzenkörper verursacht haben.
4) Drehen Sie die Endkappe, um den Verschluss aufzubrechen. Berühren Sie nicht den freiliegenden Luer-Lock-Anschluss, um eine Kontamination zu vermeiden.
5) Überprüfen Sie, ob der Verschluss der Spritze vollständig entfernt wurde. Andernfalls die Kappe wieder aufsetzen und erneut drehen.
6) Die Luft mit einem leichten Druck auf den Kolben entfernen.
7) Die Spritze mit dem Gefäßzugang oder mit der Kanüle verbinden. Den Kolben herunterdrücken, um die erforderliche Menge zu injizieren. Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen zu entsorgen.