Beipackzettel Arixtra 2,5 mg/0,5 ml (Fondaparinux)
Was ist Arixtra und wie wirkt es?
Arixtra ist ein Arzneimittel, das hilft, die Bildung von Blutgerinnseln in den Gefäßen zu verhindern – ein antithrombotisches Mittel. Es enthält eine synthetische Substanz mit der Bezeichnung Fondaparinux-Natrium. Diese hindert den Blutgerinnungsfaktor Xa daran, seine Wirkung im Blut zu entfalten, und verhindert so, dass sich unerwünschte Blutgerinnsel in den Blutgefäßen bilden.
Die Gebrauchsinformation nennt vier Anwendungsgebiete: die Verhinderung von Blutgerinnseln in den Blutgefäßen der Beine oder der Lunge nach orthopädischen Operationen wie Hüft- oder Knieoperationen sowie nach bauchchirurgischen Eingriffen; die Verhinderung solcher Gerinnsel während und kurz nach einer Phase eingeschränkter Mobilität aufgrund einer akuten Erkrankung; die Behandlung einiger Formen von Herzinfarkt und schwerer Angina pectoris; und die Behandlung von Blutgerinnseln in Blutgefäßen nahe an der Hautoberfläche der Beine, also oberflächlicher Venenthrombosen.
Arixtra ist eine klare, farblose Injektionslösung in Fertigspritzen; der Wirkstoff sind 2,5 mg Fondaparinux-Natrium in 0,5 ml Injektionslösung. Bei Kindern und Jugendlichen unter 17 Jahren wurde das Mittel nicht untersucht.
Arixtra vor einem Eingriff
Arixtra ist ein Mittel, das gerade im Zusammenhang mit Operationen angewendet wird. Eine Frist, wie lange vor einem Eingriff die Anwendung ruhen soll, nennt die Gebrauchsinformation nicht; ebenso sagt sie nichts zur Narkose oder zu rückenmarksnahen Kathetern. Sie hält aber fest, dass die Anwendung nicht ohne ärztlichen Rat abgebrochen wird, weil sonst die Bildung von Blutgerinnseln in den Beinvenen oder in der Lunge riskiert wird. Wie lange behandelt wird, verordnet die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt.
Für das Aufklärungsgespräch sind die Gegenanzeigen wichtig: Arixtra darf nicht angewendet werden bei einer Allergie gegen Fondaparinux-Natrium oder einen der sonstigen Bestandteile, bei einer schweren Blutung, bei einer bakteriellen Infektion des Herzens und bei einer sehr schweren Nierenerkrankung.
Besondere Vorsicht ist laut Beilage unter anderem erforderlich, wenn schon einmal während einer Behandlung mit Heparin oder heparinähnlichen Arzneimitteln die Zahl der Blutplättchen zurückgegangen ist, wenn ein Risiko einer unkontrollierten Blutungsneigung besteht – etwa bei Magengeschwür, Störungen der Blutgerinnung, kurz zurückliegender Gehirnblutung oder kurz zurückliegenden operativen Eingriffen am Gehirn, Rückenmark oder Auge –, bei schwerer Lebererkrankung, bei einer Nierenerkrankung, ab einem Alter von 75 Jahren und bei einem Körpergewicht von weniger als 50 kg. Erwähnenswert ist außerdem, dass der Nadelschutz der Spritze Latex enthalten kann; eine Latex-Allergie gehört deshalb vor der Behandlung zur Sprache.
Nach dem Eingriff: Blutungen an der Operationsstelle
Häufig sind laut Gebrauchsinformation Blutungen, ausdrücklich auch an der Operationsstelle, ferner aus einem bestehenden Magengeschwür, Nasenbluten, Zahnfleischbluten, Blut im Urin, Husten von Blut, Augenblutungen oder Gelenkspaltblutungen. Ebenfalls häufig sind eine lokalisierte Blutansammlung in Organ oder Körpergewebe, Blutarmut und blaue Flecken – also genau das, was nach einem chirurgischen Eingriff ohnehin auffallen kann.
Gelegentlich treten Schwellungen, Übelkeit oder Erbrechen, Kopfschmerzen, Schmerzen, Brustschmerzen, Atemlosigkeit, Hautausschlag oder Hautjucken, Fieber sowie ein Nässen der Operationswunde auf; auch ein Rückgang oder Anstieg der Zahl der Blutplättchen und ein Anstieg von Leberenzymen stehen dort. Selten nennt die Beilage Schmerzen und Schwellung an der Injektionsstelle, eine Wundinfektion, innere Blutungen im Gehirn, in der Leber oder im Bauchraum, Ohnmachtsanfälle, Schwindel oder niedrigen Blutdruck. Sehr selten sind schwere allergische Reaktionen mit Schwellungen von Gesicht oder Mund, die Schwierigkeiten beim Schlucken oder Atmen verursachen können, oder mit einem Kollaps; dann ist laut Beilage sofort ärztliche Hilfe nötig und Arixtra wird nicht weiter angewendet.
Zu Wechselwirkungen bleibt die Gebrauchsinformation allgemein: Einige andere Arzneimittel können die Wirkungsweise von Arixtra beeinflussen oder ihrerseits von Arixtra beeinflusst werden. Einzelne Präparate nennt sie nicht. Sie verweist darauf, die behandelnde Ärztin oder den behandelnden Arzt oder die Apotheke über alle anderen Arzneimittel zu informieren, auch über rezeptfrei gekaufte.
Häufige Fragen
Wie wird Arixtra angewendet? Die empfohlene Dosis beträgt laut Gebrauchsinformation 2,5 mg einmal täglich, jeden Tag etwa zur selben Zeit. Bei einer Störung der Nierenfunktion kann sie auf 1,5 mg einmal täglich verringert werden. Die Injektion erfolgt unter die Haut in eine Hautfalte der unteren Bauchregion; die Fertigspritzen sind mit der genauen Dosis vorgefüllt, und für die beiden Dosierungen gibt es verschiedene Fertigspritzen. In einen Muskel wird Arixtra nicht gespritzt. Um bestimmte Formen eines Herzinfarktes zu behandeln, kann die erste Dosis ärztlich in eine Vene injiziert werden.
Und wenn eine Anwendung vergessen wurde? Die Gebrauchsinformation sieht vor, die Dosis nachzuholen, sobald die Erinnerung daran kommt – auf keinen Fall aber die doppelte Menge, um die vergessene Dosis auszugleichen. Bei Unklarheiten verweist sie auf die behandelnde Ärztin oder den behandelnden Arzt oder die Apotheke.
Was passiert bei zu viel Arixtra? Bei einer Überdosierung besteht ein erhöhtes Blutungsrisiko; die Beilage verweist darauf, so schnell wie möglich ärztlichen Rat einzuholen. Ein Hinweis am Rande: Das Arzneimittel enthält Natrium, aber weniger als 23 mg pro Dosis, und ist daher nahezu natriumfrei.
Dieser Text fasst zusammen, was die amtliche Gebrauchsinformation für Menschen vor und nach einem Eingriff bedeutet. Maßgeblich ist ihr vollständiger Wortlaut, der unten auf dieser Seite steht.
Gebrauchsinformation: Information für Anwender
Arixtra 2,5 mg/0,5 ml Injektionslösung Fondaparinux-Natrium
Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Anwendung dieses Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen. Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen. Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter.
Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie. Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.
Was in dieser Packungsbeilage steht 1. Was ist Arixtra und wofür wird es angewendet? 2. Was sollten Sie vor der Anwendung von Arixtra beachten? 3. Wie ist Arixtra anzuwenden? 4. Welche Nebenwirkungen sind möglich? 5. Wie ist Arixtra aufzubewahren? 6. Inhalt der Packung und weitere Informationen
1. Was ist Arixtra und wofür wird es angewendet?
Arixtra ist ein Arzneimittel, das hilft, die Bildung von Blutgerinnseln in den Gefäßen zu verhindern (ein antithrombotisches Mittel).
Arixtra enthält eine synthetische Substanz mit der Bezeichnung Fondaparinux-Natrium. Diese hindert den Blutgerinnungsfaktor Xa („Zehn-A“) daran, seine Wirkung im Blut zu entfalten und verhindert so, dass sich unerwünschte Blutgerinnsel (Thrombosen) in den Blutgefäßen bilden.
Arixtra wird angewendet, um: nach orthopädischen Operationen (wie beispielsweise Hüft- oder Knieoperationen) oder nach bauchchirurgischen Eingriffen die Bildung von Blutgerinnseln in den Blutgefäßen der Beine oder der Lunge zu verhindern die Bildung von Blutgerinnseln während und kurz nach einer Phase eingeschränkter Mobilität auf Grund einer akuten Erkrankung zu verhindern einige Formen von Herzinfarkt und schwerer Angina pectoris zu behandeln (Schmerzen, die durch die Verengung von Arterien im Herzen verursacht werden) Blutgerinnsel, die sich in Blutgefäßen nahe an der Hautoberfläche der Beine befinden, zu behandeln (oberflächliche Venenthrombosen).
2. Was sollten Sie vor der Anwendung von Arixtra beachten?
Arixtra darf nicht angewendet werden: wenn Sie allergisch gegen Fondaparinux-Natrium oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind wenn Sie eine schwere Blutung haben wenn Sie eine bakterielle Infektion des Herzens haben wenn Sie eine sehr schwere Nierenerkrankung haben. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie der Ansicht sind, dass einer dieser Umstände bei Ihnen zutrifft. In diesem Fall dürfen Sie Arixtra nicht anwenden.
Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Arixtra ist erforderlich: Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Arixtra anwenden: wenn bei Ihnen schon einmal während einer Behandlung mit Heparin oder Heparin- ähnlichen Arzneimitteln Komplikationen aufgetreten sind, die zu einem Rückgang der Zahl der Blutplättchen geführt haben (Heparin-induzierte Thrombozytopenie) wenn Sie ein Risiko einer unkontrollierten Blutungsneigung (Hämorrhagie) haben, einschließlich: ꞏ Magengeschwür ꞏ Störungen der Blutgerinnung ꞏ kurz zurückliegende Gehirnblutung (intrakranielle Blutung) ꞏ kurz zurückliegende operative Eingriffe am Gehirn, Rückenmark oder Auge wenn Sie eine schwere Lebererkrankung haben wenn Sie eine Nierenerkrankung haben wenn Sie 75 Jahre oder älter sind wenn Sie weniger als 50 kg Körpergewicht haben. Informieren Sie bitte Ihren Arzt, wenn einer dieser Umstände bei Ihnen zutrifft.
Kinder und Jugendliche Arixtra wurde nicht bei Kindern und Jugendlichen unter 17 Jahren untersucht.
Anwendung von Arixtra zusammen mit anderen Arzneimitteln Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden. Dies schließt Arzneimittel ein, die Sie ohne Rezept gekauft haben. Einige andere Arzneimittel können die Wirkungsweise von Arixtra beeinflussen oder können ihrerseits durch Arixtra beeinflusst werden.
Schwangerschaft und Stillzeit Arixtra sollte schwangeren Frauen nicht verschrieben werden, es sei denn, es besteht eine klare Notwendigkeit. Es wird nicht empfohlen, während der Behandlung mit Arixtra zu stillen. Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten schwanger zu sein oder beabsichtigen schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
Arixtra enthält Natrium Dieses Arzneimittel enthält Natrium, aber weniger als 23 mg pro Dosis und ist daher nahezu natriumfrei.
Die Arixtra Fertigspritze kann Latex enthalten
Der Nadelschutz der Spritze kann Latex enthalten, welches das Potential hat, bei Personen, die gegenüber Latex empfindlich sind, allergische Reaktionen hervorzurufen. Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie eine Latex-Allergie haben, bevor Sie mit Arixtra behandelt werden.
3. Wie ist Arixtra anzuwenden?
Wenden Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker an. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.
Die empfohlene Dosis beträgt 2,5 mg einmal täglich, die jeden Tag etwa zur selben Zeit zu injizieren ist.
Sollten Sie eine Störung der Nierenfunktion haben, kann die Dosis auf 1,5 mg einmal täglich verringert werden.
Wie Arixtra angewendet wird Arixtra wird durch eine Injektion unter die Haut (subkutan) in eine Hautfalte der unteren
Bauchregion gegeben. Die Fertigspritzen sind bereits mit der genauen Dosis, die Sie benötigen, vorgefüllt. Für die 2,5 und 1,5 mg Dosierungen gibt es verschiedene Fertigspritzen. Eine Schritt-für-Schritt Gebrauchsanweisung ist auf der nächsten Seite enthalten. Um bestimmte Formen eines Herzinfarktes zu behandeln, kann ein Arzt die erste Dosis in eine Vene injizieren (intravenös). Spritzen Sie Arixtra nicht in einen Muskel.
Wie lange soll Arixtra angewendet werden? Wenden Sie Arixtra so lange an, wie es Ihnen Ihr Arzt verordnet hat, da Arixtra der Entwicklung schwerwiegender Komplikationen vorbeugt.
Wenn Sie eine größere Menge von Arixtra injiziert haben Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker so schnell wie möglich um Rat, da im Falle einer Überdosierung ein erhöhtes Blutungsrisiko besteht.
Wenn Sie die Anwendung von Arixtra vergessen haben Holen Sie die Dosis nach, sobald Sie sich daran erinnern. Spritzen Sie auf keinen Fall die doppelte Menge, um die vergessene Dosis nachzuholen. Bei Unklarheiten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
Brechen Sie die Anwendung von Arixtra nicht ohne ärztlichen Rat ab Wenn Sie die Behandlung vorzeitig selbstständig abbrechen, riskieren Sie die Bildung von Blutgerinnseln in Ihren Beinvenen oder in der Lunge. Benachrichtigen Sie daher vor einem Abbruch unbedingt Ihren Arzt oder Apotheker.
Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?
Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Gegebenheiten, auf die Sie achten müssen Schwere allergische Reaktionen (Anaphylaxie): Diese sind sehr selten bei Patienten (bei bis zu 1 von 10.000), die Arixtra anwenden. Anzeichen beinhalten: Schwellungen, manchmal von Gesicht oder Mund (Angioödem), die Schwierigkeiten beim
Schlucken oder Atmen verursachen können Kollaps. Suchen Sie sofort einen Arzt auf, wenn Sie diese Symptome bekommen. Wenden Sie Arixtra nicht weiter an.
Häufige Nebenwirkungen Diese können bei mehr als 1 von 100 Patienten auftreten, die mit Arixtra behandelt werden. Blutungen (z. B. an der Operationsstelle, aus einem bestehenden Magengeschwür, Nasenbluten,
Zahnfleischbluten, Blut im Urin, Husten von Blut, Augenblutung, Gelenkspaltblutungen, innere Blutungen in der Gebärmutter) Lokalisierte Blutansammlung (in beliebigem Organ/Körpergewebe) Blutarmut (ein Absinken der Anzahl roter Blutkörperchen) Blaue Flecken
Gelegentliche Nebenwirkungen Diese können bei bis zu 1 von 100 Patienten auftreten, die mit Arixtra behandelt werden.
Schwellungen (Ödeme) Krankheitsgefühl oder Kranksein (Übelkeit oder Erbrechen) Kopfschmerzen Schmerzen Brustschmerzen Atemlosigkeit Hautausschlag oder Hautjucken Nässen der Operationswunde Fieber Rückgang oder Anstieg der Anzahl an Blutplättchen (Blutzellen, die für die Blutgerinnung erforderlich sind) Anstieg einiger chemischer Substanzen (Enzyme), die von der Leber produziert werden.
Seltene Nebenwirkungen Diese können bei bis zu 1 von 1.000 Patienten auftreten, die mit Arixtra behandelt werden. Allergische Reaktionen (einschließlich Juckreiz, Schwellung, Hautausschlag) Innere Blutungen im Gehirn, in der Leber oder im Bauchraum Ängstlichkeit oder Verwirrung Ohnmachtsanfälle oder Schwindel, niedriger Blutdruck Benommenheit oder Müdigkeit Erröten Husten Beinschmerzen oder Magenschmerzen Durchfall oder Verstopfung Verdauungsstörung Schmerzen und Schwellung an der Injektionsstelle Wundinfektion Anstieg des Bilirubins (von der Leber produzierte Substanz) im Blut Anstieg der Non-Protein-Nitrogen-Menge im Blut Verminderung von Kalium in Ihrem Blut Schmerzen im Oberbauch oder Sodbrennen
Meldung von Nebenwirkungen Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das in Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.
5. Wie ist Arixtra aufzubewahren?
Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf Nicht über 25 °C lagern. Nicht einfrieren Arixtra muss nicht im Kühlschrank aufbewahrt werden.
Verwenden Sie dieses Arzneimittel nicht: nach dem auf dem Etikett und der Faltschachtel angegebenen Verfalldatum wenn Sie Partikel in der Lösung feststellen oder die Lösung verfärbt ist wenn Sie eine Beschädigung der Fertigspritze bemerken wenn Sie eine Fertigspritze geöffnet haben und diese nicht unmittelbar verwenden.
Entsorgung der Fertigspritzen: Entsorgen Sie Arzneimittel und Spritzen nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.
6. Inhalt der Packung und weitere Informationen
Was Arixtra enthält Der Wirkstoff ist 2,5 mg Fondaparinux-Natrium in 0,5 ml Injektionslösung.
Die sonstigen Bestandteile sind: Natriumchlorid und Wasser für Injektionszwecke sowie Salzsäure und/oder Natriumhydroxid zur pH-Einstellung (siehe Abschnitt 2).
Arixtra enthält keine tierischen Produkte.
Wie Arixtra aussieht und Inhalt der Packung Arixtra ist eine klare und farblose Injektionslösung, die in Fertigspritzen mit einem Sicherheitssystem erhältlich ist, welches Nadelstichverletzungen nach dem Gebrauch verhindert. Arixtra ist in Packungsgrößen zu 2, 7, 10 und 20 Fertigspritzen zugelassen (Es kann sein, dass nicht alle Packungsgrößen im Handel verfügbar sind.).
Hersteller: Aspen Notre Dame de Bondeville, 1 rue de l'Abbaye, F-76960 Notre Dame de Bondeville, Frankreich
Viatris Germany GmbH, Zweigniederlassung Bad Homburg v. d. Höhe, Benzstrasse 1, 61352 Bad Homburg v. d. Höhe
Falls Sie weitere Informationen über das Arzneimittel wünschen, setzen Sie sich bitte mit dem örtlichen Vertreter des pharmazeutischen Unternehmers in Verbindung.
Slovenská republika Viatris Slovakia s.r.o. Tel: +421 2 32 199 100
Suomi/Finland Viatris Oy Puh/Tel: +358 20 720 9555
Sverige Viatris AB Tel: + 46 (0)8 630 19 00
Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im
Weitere Informationsquellen
Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Internetseiten der Europäischen Arzneimittel-Agentur http://www.ema.europa.eu verfügbar.
Ausführungen von Sicherheitsspritzen
Für Arixtra gibt es zwei Ausführungen von Sicherheitsspritzen, die entwickelt wurden, um vor Nadelstichverletzungen nach der Injektion zu schützen. Die eine Ausführung hat ein automatisches Sicherheitssystem und die andere ein manuelles Sicherheitssystem.
Teile der Spritze Nadelschutz Stempel Fingergriff Sicherheitszylinder
Bild 1: Spritze mit automatischem Sicherheitssystem
Spritze mit manuellem Sicherheitssystem
Bild 2: Spritze mit manuellem Sicherheitssystem
Bild 3: Spritze mit manuellem Sicherheitssystem mit NACH GEBRAUCH über die Nadel gezogenem Sicherheitszylinder
SCHRITT-FÜR-SCHRITT-ANLEITUNG ZUR ANWENDUNG VON ARIXTRA Hinweise für die Handhabung Diese Anleitung gilt für beide Spritzenausführungen (automatisches und manuelles Sicherheitssystem). Falls die Hinweise für eine Spritzenausführung abweichen, wird dies ausdrücklich erwähnt. 1. Waschen Sie Ihre Hände sorgfältig mit Seife und Wasser. Anschließend Hände abtrocknen. 2. Entnehmen Sie die Spritze aus der Faltschachtel und überprüfen Sie, dass: das Verfalldatum nicht abgelaufen ist die Lösung klar und farblos ist und keine Partikel enthält die Spritze nicht geöffnet oder beschädigt ist
3. Setzen oder legen Sie sich in eine bequeme Position. Wählen Sie eine Hautstelle in der unteren Bauchregion, jedoch mindestens 5 cm vom Nabel entfernt (Abbildung A). Spritzen Sie abwechselnd in die linke oder rechte Seite der unteren Bauchregion. Dies wird dazu beitragen, die Unannehmlichkeiten an der Einstichstelle zu reduzieren. Sollte das Spritzen in die untere Bauchregion nicht möglich sein, bitten Sie eine Krankenschwester oder den Sie behandelnden Arzt um weitere Anweisungen.
Abbildung A
4. Die gewählte Einstichstelle vorher mit einem Alkoholtupfer säubern.
5. Entfernen Sie den Nadelschutz, indem Sie diesen zuerst drehen (Abbildung B1) und anschließend gerade von der Spritze weg abziehen (Abbildung B2). Entsorgen Sie den Nadelschutz.
Wichtiger Hinweis
Berühren Sie nicht die Injektionsnadel. Vermeiden Sie vor der Injektion jeden Kontakt der Injektionsnadel mit anderen Oberflächen.
In der Spritze befindet sich eine kleine Luftblase. Versuchen Sie nicht, die Luftblase vor der Injektion aus der Spritze zu entfernen. Ansonsten kann es sein, dass ein Teil des Arzneimittels verloren geht.
Abbildung B1
Abbildung B2 6. Bilden Sie nun durch vorsichtiges Zusammendrücken der Haut in der zuvor desinfizierten Hautregion eine Hautfalte. Halten Sie diese während der ganzen Injektion zwischen Ihrem Daumen und Zeigefinger fest (Abbildung C).
Abbildung C
7. Ergreifen Sie die Fertigspritze an dem Fingergriff. Führen Sie die Injektionsnadel in ihrer ganzen Länge senkrecht in die Hautfalte ein. (Abbildung D).
8. Spritzen Sie den GESAMTEN Inhalt der Fertigspritze, indem Sie den Stempel vollständig herunterdrücken (Abbildung E).
Abbildung D
Spritze mit automatischem Sicherheitssystem
9. Lassen Sie den Stempel los, und die Nadel wird automatisch aus der Haut in den Sicherheitszylinder zurückgezogen, wo diese dauerhaft fixiert ist (Abbildung F).
Abbildung E
Spritze mit manuellem Sicherheitssystem
Abbildung F
9. Halten Sie nach der Injektion die Spritze mit einer Hand am Sicherheitszylinder fest und ziehen Sie mit der anderen Hand den Fingergriff fest zurück. Dadurch wird der Sicherheitszylinder entriegelt. Schieben Sie den Sicherheitszylinder über das Gehäuse der Spritze, bis er über der Nadel einrastet (siehe Bild 3 am Anfang dieser Anleitung).
Die benutzte Spritze nicht im Haushaltsabfall entsorgen. Entsorgen Sie die benutzte Spritze gemäß den Anweisungen des Arztes oder Apothekers.