Beipackzettel Betaisodona Lösung (Povidon-Jod)

Was ist Betaisodona Lösung standardisiert und wie wirkt es?

Betaisodona Lösung standardisiert enthält den Wirkstoff Povidon-Iod. Er wirkt laut Gebrauchsinformation umfassend keimtötend und ist wirksam gegen Bakterien, Pilze, Sporen, Viren und bestimmte Einzeller (Protozoen). Eine zuverlässige Desinfektion verhindert danach weitgehend Infektionen und begünstigt eine rasche, problemlose Heilung.

Durch die Bindung an Povidon verliert das Iod weitgehend die reizenden Eigenschaften alkoholischer Iod-Zubereitungen und ist gut verträglich für Haut, Schleimhaut und Wunden. Beim Wirkungsvorgang entfärbt sich das Iod: Die Tiefe der Braunfärbung zeigt die Wirksamkeit an, bei Entfärbung ist eine Nachdosierung erforderlich.

Als Anwendungsgebiete nennt die Beilage die Haut- und Schleimhautdesinfektion, zum Beispiel vor Operationen, Gewebsentnahmen (Biopsien), Injektionen und Punktionen, außerdem die antiseptische Wundbehandlung, Verbrennungen sowie die hygienische und chirurgische Händedesinfektion. Angewendet wird die Lösung bei Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern ab 1 Jahr.

Betaisodona Lösung vor einem Eingriff

Für die Vorbereitung einer Operation macht die Gebrauchsinformation genaue Angaben. Zur Hautdesinfektion vor Operationen wird die unverdünnte Lösung eingerieben und die Haut damit während 5 min feucht gehalten; Schleimhäute und der angrenzende Hautbereich werden unverdünnt mindestens 30 Sekunden gespült oder vollständig benetzt. Vor Injektionen, Einstichen und Blutabnahmen wird sie unverdünnt aufgetragen und trocknen gelassen. Für die hygienische Händedesinfektion nennt die Beilage 2 x 3 ml unverdünnt mit je 30 Sekunden Einwirkungszeit, für die chirurgische Händedesinfektion 2 x 5 ml mit je 2,5 Minuten.

Einen eigenen Warnhinweis gibt es zu Ansammlungen der Lösung: Bei der Vorbereitung für eine Operation müssen Ansammlungen unter der Patientin oder dem Patienten vermieden werden, weil längerer Kontakt zu Hautirritationen, selten zu Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut und darüber hinaus zu Verbrennungen der Haut führen kann.

Nicht angewendet werden darf Betaisodona Lösung standardisiert bei Allergie gegen Povidon-Iod, bei einer Funktionsstörung der Schilddrüse, bei der chronischen Hautentzündung Dermatitis herpetiformis Duhring, gleichzeitig mit quecksilberhaltigen Präparaten, vor, während und nach einer Radio-Iod-Therapie sowie bei Kindern unter 1 Jahr. Bei latenter Schilddrüsenfunktionsstörung, bei einem Kropf oder Schilddrüsenknoten und nach Schilddrüsenerkrankungen soll Povidon-Iod über längere Zeit (mehr als 14 Tage) oder großflächig (mehr als 10 % der Körperoberfläche) nur nach strenger Nutzen/Risikoabwägung durch den Arzt angewendet werden; bis zu 3 Monaten nach Ende der Behandlung ist auf Frühsymptome einer Schilddrüsenüberfunktion zu achten. Eine Schilddrüsenerkrankung, eine Iod-Allergie oder eine geplante Radio-Iod-Therapie gehören deshalb vor einem Eingriff in das Gespräch mit der behandelnden Ärztin oder dem behandelnden Arzt. Im Rachenbereich ist außerdem darauf zu achten, dass die Lösung nicht in die Luftröhre gelangt – das kann insbesondere bei intubierten Patientinnen und Patienten vorkommen.

Nach dem Eingriff: Wundbehandlung und Hautreaktionen

Zur antiseptischen Wundbehandlung wird die Lösung unverdünnt aufgetragen; für Spülungen im Rahmen der Wundbehandlung, etwa von Operationswunden, nennt die Beilage verdünnte Zubereitungen. Gemeinsam mit anderen Wundbehandlungsmitteln als Betaisodona wird sie nicht angewendet. Wasserstoffperoxid sowie enzymatische, quecksilber-, silber- oder taurolidinhaltige Mittel schwächen die Wirkung gegenseitig ab, octenidinhaltige Mittel können vorübergehend dunkle Verfärbungen hervorrufen. Eiweiß, Blut- oder Eiterbestandteile können die Wirksamkeit beeinträchtigen.

Selten treten laut Gebrauchsinformation Überempfindlichkeit und Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut auf, die sich als Jucken, Rötung oder Bläschen zeigen können. Sehr selten sind akute allergische Allgemeinreaktionen mit Blutdruckabfall, Schwindel, Übelkeit und eventuell Atemnot, eine Schilddrüsenüberfunktion bei Menschen, die dazu neigen, sowie ein Angioödem. Ohne Häufigkeitsangabe führt die Beilage unter anderem eine Schilddrüsenunterfunktion nach längerfristiger oder übermäßiger Anwendung, eine Hautverfärbung und Hautverbrennungen durch Chemikalien auf – letztere durch eine Ansammlung von Lösung bei der Vorbereitung für eine Operation. Bei Hautirritationen, Kontaktdermatitis oder Überempfindlichkeit soll die Anwendung abgebrochen werden.

Bei einer großflächigen Verbrennungsbehandlung können Elektrolytstörungen und eine damit verbundene Beeinträchtigung der Nierenfunktion begünstigt werden. Die vorübergehende Hautverfärbung an der behandelten Stelle stammt dagegen von der Eigenfarbe des Arzneimittels.

Häufige Fragen

Wie wird die Lösung angewendet? Betaisodona Lösung standardisiert wird unverdünnt oder verdünnt nur äußerlich angewendet, also auf der Haut, auf der Wunde oder örtlich; zur Einnahme ist sie nicht geeignet, und erwärmt oder in heißes Wasser gegossen wird sie nicht. Zur Wundbehandlung, zur Händedesinfektion und zur Hautdesinfektion vor operativen Eingriffen, Injektionen und Punktionen ist sie unverdünnt anzuwenden; eine mehrmals tägliche Anwendung ist möglich.

Wann wird verdünnt? Für Bäder und Spülungen nennt die Gebrauchsinformation Verdünnungen mit Leitungswasser, physiologischer Kochsalzlösung oder Ringerlösung – für das präoperative Bad vor einer Operation zum Beispiel 1 : 100, das sind 10 ml auf 1 Liter. Verdünnungen sind erst unmittelbar vor Gebrauch herzustellen und sobald wie möglich zu verbrauchen.

Was gilt bei einer versehentlichen Einnahme? Haben Sie die Lösung versehentlich eingenommen, verweist die Gebrauchsinformation auf die umgehende Verbindung mit einem Arzt. Nach der Aufnahme einer sehr großen Menge – mehr als 10 g Povidon-Iod, das entspricht 100 ml der Lösung – können unter anderem Bauchschmerzen und Krämpfe, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Blutdruckabfall, Blutungsneigung, Nierenschädigung und Kreislaufkollaps auftreten. Wurde eine Anwendung vergessen, wird nicht die doppelte Menge angewendet.

Dieser Text fasst zusammen, was die amtliche Gebrauchsinformation für Menschen vor und nach einem Eingriff bedeutet. Maßgeblich ist ihr vollständiger Wortlaut, der unten auf dieser Seite steht.

Gebrauchsinformation: Information für Anwender

Betaisodona® Lösung standardisiert Povidon-Iod

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Anwendung dieses Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen. Wenden Sie dieses Arzneimittel immer genau wie in dieser Packungsbeilage beschrieben beziehungsweise genau nach Anweisung Ihres Arztes oder Apothekers an. - Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen. - Fragen Sie Ihren Apotheker, wenn Sie weitere Informationen oder einen Rat benötigen. - Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4. - Wenn Sie sich nach wenigen Tagen nicht besser oder gar schlechter fühlen, wenden Sie sich an Ihren Arzt.

Was in dieser Packungsbeilage steht 1. Was ist Betaisodona Lösung standardisiert und wofür wird es angewendet? 2. Was sollten Sie vor der Anwendung von Betaisodona Lösung standardisiert beachten? 3. Wie ist Betaisodona Lösung standardisiert anzuwenden? 4. Welche Nebenwirkungen sind möglich? 5. Wie ist Betaisodona Lösung standardisiert aufzubewahren? 6. Inhalt der Packung und weitere Informationen

1. Was ist Betaisodona Lösung standardisiert und wofür wird es angewendet?

Povidon-Iod wirkt umfassend keimtötend. Es ist wirksam gegen Bakterien, Pilze, Sporen, Viren und bestimmte Einzeller (Protozoen). Zuverlässige Desinfektion verhindert weitgehend Infektionen und begünstigt eine rasche, problemlose Heilung. Die Entwicklung einer Widerstandsfähigkeit von Infektionserregern (Resistenz) gegen Povidon-Iod ist aufgrund der Wirkungsweise nicht zu befürchten. Durch die Bindung an Povidon verliert das Iod weitgehend die reizenden Eigenschaften alkoholischer Iod-Zubereitungen und ist gut verträglich für Haut, Schleimhaut und Wunden. Beim Wirkungsvorgang entfärbt sich das Iod, die Tiefe der Braunfärbung zeigt daher seine Wirksamkeit an. Bei Entfärbung ist eine Nachdosierung erforderlich.

Anwendungsgebiete - Haut- und Schleimhautdesinfektion, wie zum Beispiel vor Operationen, gynäkologischen und geburtshilflichen Maßnahmen, Blasenkatheterisierung, Gewebsentnahmen (Biopsien), Injektionen, Einstichen (Punktionen) zur Flüssigkeits- oder Blutabnahme - Antiseptische Wundbehandlung, Verbrennungen - Hygienische und chirurgische Händedesinfektion

Betaisodona Lösung standardisiert wird angewendet bei Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern ab 1 Jahr.

Wenn Sie sich nach wenigen Tagen nicht besser oder gar schlechter fühlen, wenden Sie sich an Ihren Arzt.

2. Was sollten Sie vor der Anwendung von Betaisodona Lösung standardisiert beachten?

Betaisodona Lösung standardisiert darf nicht angewendet werden, - wenn Sie allergisch gegen Povidon-Iod oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen

Bestandteile dieses Arzneimittels sind, - wenn Sie an einer Funktionsstörung der Schilddrüse leiden, - wenn Sie an der seltenen chronischen Hautentzündung Dermatitis herpetiformis Duhring leiden, - bei gleichzeitiger Anwendung von quecksilberhaltigen Präparaten, da sich dabei ein Stoff bildet, der die Haut schädigen kann, - vor, während und nach einer Radio-Iod-Therapie, - bei Kindern unter 1 Jahr.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Betaisodona Lösung standardisiert anwenden. - Besondere Vorsicht ist bei schwangeren und stillenden Patientinnen geboten. In solchen Fällen sollte eine Nutzen-Risiko-Abwägung durchgeführt werden und Povidon-Iod sollte nur verabreicht werden, wenn es medizinisch notwendig ist (siehe Abschnitt 2. „Schwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsfähigkeit“). - Bei der Anwendung von Betaisodona Lösung standardisiert im Rachenbereich ist darauf zu achten, dass die Lösung nicht in die Luftröhre gelangt. Es können sonst Atemwegsbeschwerden bis hin zu einer Lungenentzündung auftreten. Das kann insbesondere bei intubierten Patienten vorkommen. - Bei einer großflächigen Verbrennungsbehandlung mit Povidon-Iod kann das Auftreten von Elektrolytstörungen und eine damit verbundene Beeinträchtigung der Nierenfunktion begünstigt werden (siehe Abschnitt 4.). - Bei latenter Schilddrüsenfunktionsstörung (insbesondere bei älteren Patienten) oder im Falle eines Kropfes oder eines Schilddrüsenknotens oder nach Schilddrüsenerkrankungen sollte Povidon-Iod über längere Zeit (mehr als 14 Tage) oder großflächig (mehr als 10 % der Körperoberfläche) nur nach strenger Nutzen/Risikoabwägung durch den Arzt angewendet werden, da das Risiko einer nachfolgenden Schilddrüsenüberfunktion besteht. Auch nach Beendigung der Behandlung (bis zu 3 Monaten) ist auf Frühsymptome einer Schilddrüsenüberfunktion zu achten und gegebenenfalls die Schilddrüsenfunktion zu überwachen. - Bei Hautdesinfektionen vor Operationen Ansammlungen von Lösung unter dem Patienten (wegen möglicher Hautreizungen) vermeiden. Durch längeren Kontakt kann es zu Irritationen oder selten zu Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut kommen. Des Weiteren kann es durch eine Ansammlung zu Verbrennungen der Haut kommen. Bei Auftreten von Hautirritationen, Kontaktdermatitis oder Überempfindlichkeit sollte die Anwendung abgebrochen werden. Vor der Anwendung nicht erhitzen. Außerhalb der Reichweite von Kindern aufbewahren.

Beeinflussung diagnostischer Untersuchungen: - Unter der Anwendung von Povidon-Iod kann die Iod-Aufnahme der Schilddrüse herabgesetzt sein; dies kann zu Störungen bei verschiedenen Untersuchungen der Schilddrüse führen und eine geplante Behandlung (Radio-Iod-Therapie) unmöglich machen. Nach Abschluss der Behandlung soll ein Abstand von 4 Wochen eingehalten werden, bevor ein neues Szintigramm durchgeführt wird. - Wegen der oxidierenden Wirkung von Povidon-Iod können verschiedene Laboruntersuchungen falsch-positive Ergebnisse liefern (unter anderem Toluidin und Guajak-Harz zur Hämoglobinoder Glukosebestimmung im Stuhl oder Urin).

- Durch die oxidative Eigenschaft von Povidon-Iod können Metalle rostig werden, Kunststoffe sind im Allgemeinen Povidon-Iod-beständig. Von Fall zu Fall kann eine meist wieder verschwindende Verfärbung auftreten.

- Povidon-Iod ist aus Textilien und anderen Materialien mit warmem Wasser und Seife, in hartnäckigen Fällen mit Salmiakgeist (Ammoniak) oder Fixiersalz (Natriumthiosulfat-Lösung), leicht entfernbar.

- Die Verwendung von Povidon-Iod kann zu vorübergehenden Hautverfärbungen an der Applikationsstelle führen, die durch die Eigenfarbe des Arzneimittels verursacht werden.

Anwendung von Betaisodona Lösung standardisiert zusammen mit anderen Arzneimitteln Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

Verwenden Sie NICHT gleichzeitig - Betaisodona Lösung standardisiert und Wasserstoffperoxid, enzymatische oder quecksilber-, silber- sowie taurolidinhaltige Wundbehandlungsmittel beziehungsweise Desinfektionsmittel, da es zur gegenseitigen Wirkungsabschwächung kommt, - Betaisodona Lösung standardisiert und octenidinhaltige Wundbehandlungsmittel, da es vorübergehend zu dunklen Verfärbungen kommen kann, - Betaisodona Lösung standardisiert und Taurolidin, ein Chemotherapeutikum gegen Bakterien und Pilze, da Taurolidin zu einer Säure (Ameisensäure) umgewandelt werden kann, die intensives Brennen hervorruft.

Eiweiß, Blut- oder Eiterbestandteile können die Wirksamkeit von Betaisodona Lösung standardisiert beeinträchtigen.

Wenn Sie eine Lithiumtherapie erhalten, soll Betaisodona Lösung standardisiert mit Vorsicht und nur kurzfristig angewendet werden. In diesem Fall können größere Iod-Mengen durch die Haut aufgenommen werden.

Schwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsfähigkeit Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Eine Anwendung bei Schwangeren und während der Stillzeit darf nur nach ausdrücklicher Anweisung des Arztes erfolgen; eine Überwachung der Schilddrüsenfunktion bei der Mutter beziehungsweise dem Säugling ist angezeigt. Eine Behandlung soll nur kurz dauern. Iod gelangt über die Plazenta (Mutterkuchen) in den Fetus (ungeborenes Kind) und geht auch in die Muttermilch über.

Die versehentliche orale Aufnahme von Betaisodona Lösung standardisiert durch den Säugling durch Kontakt mit der behandelten Körperstelle der stillenden Mutter muss vermieden werden.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen Betaisodona Lösung standardisiert hat keinen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen.

3. Wie ist Betaisodona Lösung standardisiert anzuwenden?

Wenden Sie dieses Arzneimittel immer genau wie in dieser Packungsbeilage beschrieben beziehungsweise genau nach Anweisung Ihres Arztes oder Apothekers an. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Betaisodona Lösung standardisiert unverdünnt oder verdünnt nur äußerlich anwenden (zur Anwendung auf der Haut, zum Auftragen auf die Wunde bzw. zur lokalen Anwendung). Die Lösung ist nicht zur Einnahme geeignet. Nicht in heißes Wasser gießen und nicht erwärmen!

Zur Wundbehandlung (Verbrennungen und andere Wunden), Händedesinfektion und Hautdesinfektion, vor operativen Eingriffen, Blasenkatheterisierung, Injektionen, Gewebsentnahmen (Biopsien), Injektionen, Einstichen (Punktionen) zur Flüssigkeits- oder Blutabnahme ist Betaisodona Lösung standardisiert unverdünnt anzuwenden. Eine mehrmals tägliche Anwendung ist möglich.

Hautdesinfektion vor zum Beispiel Injektionen, Einstichen (Punktionen) und Blutabnahmen unverdünnt auftragen; trocknen lassen

Hautdesinfektion vor Operationen unverdünnt einreiben und Haut damit während 5 min feucht halten

Desinfektion vor Operationen von Schleimhäuten und vom angrenzenden Hautbereich unverdünnt mindestens 30 Sekunden spülen oder vollständig benetzen

Hygienische Händedesinfektion 2 x 3 ml unverdünnt - je 30 Sekunden Einwirkungszeit

Chirurgische Händedesinfektion 2 x 5 ml unverdünnt – je 2,5 Minuten Einwirkungszeit

Bei der Vorbereitung für eine Operation müssen Ansammlungen von Betaisodona Lösung standardisiert unter dem Patienten (wegen möglicher Hautreizungen durch längeren Kontakt) vermieden werden. Des Weiteren kann es durch eine Ansammlung zu Verbrennungen der Haut kommen.

Betaisodona Lösung standardisiert kann für folgende Anwendungen verdünnt mit Leitungswasser, physiologischer Kochsalzlösung oder Ringerlösung verwendet werden. Eine Verschlusskappe fasst 5 ml (bei den Packungsgrößen zu 15 ml und 100 ml).

Folgende Verdünnungen werden empfohlen:

Anwendung

Verdünnung

zum Beispiel

Feuchte Umschläge Sitz- und Tauchbäder Hygienisches Vollbad Präoperatives Bad (vor einer Operation) Vaginalspülung Einführen der „Spirale“ (IUP-Insertion) Spülung des Damms (Perinealbereichs) Urologische Spülung Spülung in der Orthopädie und Traumatologie Spülung in der Kieferchirurgie Spülungen im Rahmen der Wundbehandlung, zum Beispiel von chronischen Wunden (Druckgeschwüren, Unterschenkelgeschwüren, Brand) und Operationswunden

1 : 5 bis 1 : 10 1 : 25 1 : 1000 1 : 100 1 : 25

1 : 10

1 : 2 bis 1 : 20

200 - 100 ml auf 1 Liter (Wasser) 40 ml auf 1 Liter (Wasser) 10 ml auf 10 Liter 10 ml auf 1 Liter 4 ml auf 100 ml

10 ml auf 100 ml

50 ml bis 5 ml auf 100 ml

Verdünnungen sind erst unmittelbar vor Gebrauch herzustellen und sobald wie möglich zu verbrauchen. Zur Wundbehandlung steht Ihnen nach Anwendung der Betaisodona Lösung standardisiert auch Betadona Wund-Gel zum Auftragen auf die Wunde zur Verfügung. Wenden Sie Betaisodona Lösung standardisiert nicht gemeinsam mit anderen Wundbehandlungsmitteln als Betaisodona an.

Wenn Sie eine größere Menge von Betaisodona Lösung standardisiert angewendet haben, als Sie sollten, lesen Sie bitte den Abschnitt 4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wenn Sie Betaisodona Lösung standardisiert versehentlich eingenommen haben, setzen Sie sich bitte umgehend mit einem Arzt in Verbindung.

Nach versehentlicher Einnahme einer sehr großen Menge von Povidon-Iod (orale Intoxikation, Aufnahme von mehr als 10 g Povidon-Iod (entspricht 100 ml der Lösung)) können folgende Beschwerden auftreten: Bauchschmerzen und Krämpfe, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Austrocknung, Blutdruckabfall, Blutungsneigung, Nierenschädigung, Harnverhalten, Sauerstoffmangel, Kreislaufkollaps, Empfindlichkeitsstörung der Nerven, Kehlkopfschwellung, Lungenödem und Fieber.

Wenn Sie die Anwendung von Betaisodona Lösung standardisiert vergessen haben Wenden Sie nicht die doppelte Menge an, wenn Sie die vorherige Anwendung vergessen haben.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Selten (kann bis zu 1 von 1 000 Behandelten betreffen): Überempfindlichkeit, Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut, die sich in Form von Jucken, Rötung, Bläschen oder Ähnlichem äußern können

Sehr selten (kann bis zu 1 von 10 000 Behandelten betreffen): akute allergische Allgemeinreaktionen (anaphylaktische Reaktion) häufig einhergehend mit Blutdruckabfall, Schwindel, Übelkeit und eventuell Atemnot, Schilddrüsenüberfunktion bei Patienten, die dazu neigen (manchmal mit der Symptomatik von Herzrasen oder Unruhezuständen) 1), allergische, schmerzhafte Schwellung der Haut und Schleimhaut (Angioödem)

Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar): Schilddrüsenunterfunktion 2), Störungen des Elektrolythaushalts 3), stoffwechselbedingte Übersäuerung des Blutes und des Körpers 3), akutes Nierenversagen 3), Anzahl der gelösten Stoffe im Blut zu groß oder zu klein 3), Entzündung der Lunge bedingt durch physikalische oder chemische Einflüsse (Pneumonitis) 4), Hautverbrennungen durch Chemikalien 5), Hautverfärbung

1) Bei Patienten mit einer Schilddrüsenfunktionsstörung in der Krankengeschichte (siehe Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen nach Aufnahme einer größeren Menge von Iod, zum Beispiel im Zuge einer großflächigen Anwendung von Povidon-Iod bei der Behandlung von Wunden und Verbrennungen über einen längeren Zeitraum

2) Schilddrüsenunterfunktion nach längerfristiger oder übermäßiger Anwendung von Povidon-Iod 3) Kann nach Aufnahme einer größeren Menge von Povidon-Iod (zum Beispiel Behandlung von

Verbrennungen) auftreten 4) Beschwerden durch Einatmen – siehe Abschnitt 2 5) Durch eine Ansammlung von Lösung unter dem Patienten bei der Vorbereitung für eine

Operation

Meldung von Nebenwirkungen Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt der zuständigen Behörde anzeigen:

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen Traisengasse 5 1200 WIEN ÖSTERREICH Fax: + 43 (0) 50 555 36207 Website: http://www.basg.gv.at/.

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5. Wie ist Betaisodona Lösung standardisiert aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Nicht über 25 °C lagern.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf der Kunststoffflasche und dem Karton nach „Verw. bis:“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

6. Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Betaisodona Lösung standardisiert enthält

-

Der Wirkstoff ist: Povidon-Iod

100 ml Betaisodona Lösung standardisiert enthalten 10 g Povidon-Iod-Komplex mit einem

Gehalt von 11 % verfügbarem Iod.

-

Die sonstigen Bestandteile sind: Glycerol, Makrogol Lauryl Ether 9,

Dinatriumhydrogenphosphat, wasserfrei, Citronensäure-Monohydrat, Natriumhydroxid,

Kaliumiodat, gereinigtes Wasser

Wie Betaisodona Lösung standardisiert aussieht und Inhalt der Packung Rotbraune klare Lösung zur Anwendung auf der Haut zu 15 ml, 30 ml, 60 ml, 100 ml, 120 ml, 125 ml, 250 ml, 500 ml, 1000 ml und Bündelpackung zu 5 x 1000 ml.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer Taw Pharma (Ireland) Limited 104 Lower Baggot Street Dublin 2, D02 Y940 Irland

Hersteller Mundipharma Pharmaceuticals Limited Dhali Industrial Area, Othellou 13-15, Nicosia, 2540,

Zypern Z.Nr.: 15.973 Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im Mai 2026.

®: BETAISODONA ist eine eingetragene Marke der iNova Pharma SG Pte Ltd.

WhatsApp Anrufen