Beipackzettel Ciprofloxacin-ratiopharm 500 mg Filmtabletten

Was ist Ciprofloxacin-ratiopharm und wie wirkt es?

Ciprofloxacin-ratiopharm Filmtabletten enthalten den Wirkstoff Ciprofloxacin. Es ist ein Antibiotikum aus der Gruppe der Fluorchinolone und wirkt, indem es Bakterien abtötet, die Infektionen verursachen – nur bei bestimmten Bakterienstämmen. Jede Filmtablette enthält 500 mg Ciprofloxacin.

Bei Erwachsenen nennt die Gebrauchsinformation als Anwendungsgebiete Infektionen der Atemwege, lang anhaltende oder wiederholt auftretende Entzündungen der Ohren oder der Nasennebenhöhlen, Harnwegsinfektionen, Infektionen der Geschlechtsorgane, des Magen-Darm-Trakts und des Bauchraums sowie Infektionen der Haut und der Weichteilgewebe und der Knochen und Gelenke.

Ciprofloxacin-ratiopharm vor einem Eingriff

Die Gebrauchsinformation nennt keine besonderen Vorsichtsmaßnahmen für eine Operation oder eine Narkose und auch keine Frist, nach der das Mittel vor einem Eingriff abzusetzen wäre. Sprechen Sie es dennoch bei der Vorbesprechung an, denn die Beilage nennt mehrere Punkte, die vor der Einnahme ärztlich geklärt sein wollen.

Dazu gehören frühere Nierenprobleme, weil die Dosis gegebenenfalls angepasst werden muss, Epilepsie oder andere neurologische Erkrankungen, frühere Sehnenprobleme unter solchen Antibiotika, Diabetes wegen der Gefahr einer Unterzuckerung, Myasthenia gravis, ein festgestelltes Aortenaneurysma, eine frühere Aortendissektion, undichte Herzklappen sowie Herzprobleme, etwa eine Verlängerung des QT-Intervalls. Wer allergisch gegen Ciprofloxacin oder andere Chinolonpräparate ist oder Tizanidin einnimmt, darf das Mittel laut Beilage nicht anwenden.

Für ein Operationsteam zählt außerdem die Liste der Wechselwirkungen. Ciprofloxacin-ratiopharm kann die Konzentration von Lidocain im Blut erhöhen, das die Beilage als Mittel bei Herzerkrankungen oder als Narkosemittel führt. Genannt sind ferner Vitamin-K-Antagonisten wie Warfarin oder Phenprocoumon und andere gerinnungshemmende Arzneimittel zum Einnehmen; unter den Nebenwirkungen unbekannter Häufigkeit steht eine Beeinträchtigung der Blutgerinnung unter Vitamin-K-Antagonisten. Auch Ciclosporin nach einer Organtransplantation und Metoclopramid gegen Übelkeit und Erbrechen stehen auf der Liste. Wird eine Blut- oder Urinprobe abgegeben, ist die Einnahme laut Gebrauchsinformation dem ärztlichen Personal und dem Laborpersonal mitzuteilen.

Nach dem Eingriff: Sehnen, Haut und Begleitmedikamente

Am wichtigsten für die Zeit nach einem Eingriff sind die Sehnen. Schmerzen und Schwellungen in den Gelenken sowie Entzündungen oder Risse der Sehnen können selten auftreten; erhöht ist das Risiko laut Beilage bei Menschen über 60 Jahre, nach einem Organtransplantat, bei Nierenproblemen und bei gleichzeitiger Behandlung mit Kortikosteroiden. Sehnenentzündungen und -risse können innerhalb der ersten 48 Stunden nach Behandlungsbeginn und noch bis zu mehrere Monate nach dem Ende der Behandlung auftreten. Beim ersten Anzeichen von Schmerz oder Entzündung einer Sehne, etwa in Fußknöchel, Schulter oder Knie, sieht die Gebrauchsinformation vor, die Anwendung zu beenden, ärztlichen Rat einzuholen, den schmerzenden Bereich ruhigzustellen und jede unnötige Bewegung zu vermeiden.

Für frische Narben zählt ein zweiter Punkt: Die Haut reagiert unter Ciprofloxacin-ratiopharm empfindlicher auf Sonnenlicht und UV-Licht; die Beilage rät davon ab, sich starker Sonneneinstrahlung oder künstlichem UV-Licht wie auf einer Sonnenbank auszusetzen. Lichtempfindlichkeit führt sie unter den seltenen Nebenwirkungen.

Häufig sind Übelkeit und Durchfall. Durchfall kann während der Behandlung und selbst mehrere Wochen nach ihrem Ende auftreten; bei starkem oder anhaltendem Durchfall oder wenn der Stuhl Blut oder Schleim enthält, verlangt die Beilage, die Einnahme sofort zu beenden und ärztlichen Rat zu suchen, weil das lebensbedrohlich sein kann. Gelegentlich treten Gelenkschmerzen bei Erwachsenen, Muskel- und Knochenschmerzen, allgemeines Unwohlsein oder Fieber auf – Beschwerden, die nach einem Eingriff leicht der Wunde zugeschrieben werden. Da das Mittel die Zahl der weißen Blutkörperchen vermindern kann, verlangt die Beilage bei Fieber mit schwerwiegender Verschlechterung des Allgemeinzustands umgehend ärztliche Abklärung. Entzündungshemmende Schmerzmittel führt die Liste der Wechselwirkungen nicht auf.

Häufige Fragen

Wie wird Ciprofloxacin-ratiopharm 500 mg eingenommen? Dosis, Häufigkeit und Zeitraum erklärt die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt; sie hängen von Art und Schwere der Infektion ab. Die Behandlung dauert laut Gebrauchsinformation üblicherweise 5 bis 21 Tage, bei schweren Infektionen kann sie länger sein. Die Filmtabletten werden unzerkaut mit viel Flüssigkeit geschluckt, weder gekaut noch zerkleinert und möglichst täglich zu etwa der gleichen Zeit. Milchprodukte und calciumhaltige Getränke allein, getrennt von einer Mahlzeit, können die Wirkung verringern; die Beilage sieht dafür einen Abstand von ein bis zwei Stunden davor oder frühestens vier Stunden danach vor.

Und wenn eine Einnahme vergessen wurde? Sind es 6 Stunden oder länger bis zur nächsten geplanten Dosis, wird die vergessene Dosis laut Gebrauchsinformation sofort nachgeholt; sind es weniger als 6 Stunden, entfällt sie, und es geht mit der nächsten Dosis zur gewohnten Zeit weiter. Eine doppelte Dosis ist nicht vorgesehen.

Was gilt bei zu viel Ciprofloxacin-ratiopharm oder bei einem vorzeitigen Ende? Wer mehr als die verordnete Dosis eingenommen hat, nimmt laut Beilage sofort ärztliche Hilfe in Anspruch. Umgekehrt hält die Gebrauchsinformation fest, dass der Behandlungsverlauf vollständig durchgeführt wird, auch wenn Sie sich nach einigen Tagen besser fühlen: Endet die Behandlung zu früh, kann die Infektion unvollständig geheilt bleiben, die Beschwerden können erneut auftreten, und es ist möglich, eine Resistenz gegen dieses Antibiotikum zu entwickeln.

Dieser Text fasst zusammen, was die amtliche Gebrauchsinformation für Menschen vor und nach einem Eingriff bedeutet. Maßgeblich ist ihr vollständiger Wortlaut, der unten auf dieser Seite steht.

Gebrauchsinformation: Informationen für den Patienten

Ciprofloxacin-ratiopharm 500 mg Filmtabletten

Wirkstoff: Ciprofloxacin

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

  • Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.
  • Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
  • Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter.

Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie. – Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht: 1. Was ist Ciprofloxacin-ratiopharm und wofür wird es angewendet? 2. Was sollten Sie vor der Einnahme von Ciprofloxacin-ratiopharm beachten? 3. Wie ist Ciprofloxacin-ratiopharm einzunehmen? 4. Welche Nebenwirkungen sind möglich? 5. Wie ist Ciprofloxacin-ratiopharm aufzubewahren? 6. Inhalt der Packung und weitere Informationen

1. Was ist Ciprofloxacin-ratiopharm und wofür wird es angewendet?

Ciprofloxacin-ratiopharm Filmtabletten enthalten den Wirkstoff Ciprofloxacin. Ciprofloxacinratiopharm ist ein Antibiotikum, das zur Gruppe der Fluorchinolone gehört. Ciprofloxacin wirkt, indem es Bakterien abtötet, die Infektionen verursachen. Es wirkt nur bei bestimmten Bakterienstämmen.

Erwachsene

Ciprofloxacin-ratiopharm wird bei Erwachsenen zur Behandlung der folgenden bakteriellen

Infektionen angewendet:

Infektionen der Atemwege

• lang anhaltende oder wiederholt auftretende Entzündungen der Ohren oder der Nasennebenhöhlen

Harnwegsinfektionen

Infektionen der Geschlechtsorgane bei Männern und Frauen

Infektionen des Magen-Darm-Trakts und Infektionen des Bauchraums

Infektionen der Haut und der Weichteilgewebe

Infektionen der Knochen und Gelenke

Vorbeugung gegen Infektionen durch das Bakterium Neisseria meningitidis

Behandlung nach einer Inhalation von Milzbranderregern

Ciprofloxacin kann zur Behandlung von Patienten angewendet werden, bei denen eine verminderte Anzahl bestimmter weißer Blutkörperchen (Neutropenie) und Fieber vorliegt, bei dem der Verdacht besteht, durch eine bakterielle Infektion bedingt zu sein.

Wenn Sie unter einer schweren Infektion leiden oder einer Infektion, die von verschiedenen Bakterientypen verursacht wird, werden Sie möglicherweise eine zusätzliche antibiotische Behandlung zu Ciprofloxacin-ratiopharm bekommen.

Kinder und Jugendliche

Ciprofloxacin-ratiopharm wird bei Kindern und Jugendlichen unter Aufsicht eines hierauf

spezialisierten Arztes zur Behandlung der folgenden bakteriellen Infektionen eingesetzt:

Infektionen der Lunge und der Bronchien bei Kindern und Jugendlichen, die an

zystischer Fibrose leiden

• komplizierte Infektionen der Harnwege, einschließlich Infektionen mit Beteiligung der Nierenbecken (Pyelonephritis)

Behandlung nach einer Inhalation von Milzbranderregern

Ciprofloxacin-ratiopharm kann auch zur Behandlung von anderen speziellen schweren Infektionen bei Kindern und Jugendlichen eingesetzt werden, wenn Ihr Arzt dies als notwendig ansieht.

2. Was sollten Sie vor der Einnahme von Ciprofloxacin-ratiopharm beachten?

Ciprofloxacin-ratiopharm darf nicht eingenommen werden,

– wenn Sie allergisch gegen Ciprofloxacin, andere Chinolonpräparate oder einen der in Abschnitt 6 genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.

– wenn Sie Tizanidin einnehmen (siehe Abschnitt 2 „Einnahme von Ciprofloxacin-ratiopharm zusammen mit anderen Arzneimitteln“).

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bevor Sie dieses Arzneimittel anwenden Sie sollten Fluorchinolon-/Chinolon-Antibiotika, einschließlich Ciprofloxacin-ratiopharm, nicht anwenden, wenn bei Ihnen in der Vergangenheit bei Anwendung von Chinolonen oder Fluorchinolonen eine schwerwiegende Nebenwirkung aufgetreten ist. In diesem Fall sollten Sie sich so schnell wie möglich an Ihren Arzt wenden.

Bitte sprechen Sie Ihren Arzt oder Apotheker, bevor Sie Ciprofloxacin-ratiopharm einnehmen:

• wenn Sie jemals Nierenprobleme hatten, da Ihre Behandlung eventuell angepasst werden muss.

• wenn Sie unter Epilepsie oder anderen neurologischen Erkrankungen leiden.

• wenn Sie in der Vergangenheit Sehnenprobleme bei einer früheren Behandlung mit Antibiotika wie Ciprofloxacin-ratiopharm hatten.

• wenn Sie Diabetiker sind, da die Gefahr einer Unterzuckerung bei der Behandlung mit

Ciprofloxacin besteht.

• wenn Sie unter Myasthenia gravis leiden (ein Typ der Muskelschwäche), da die

Symptome verschlimmert werden können.

• wenn bei Ihnen eine Vergrößerung oder „Ausbuchtung“ eines großen

Blutgefäßes (Aortenaneurysma oder peripheres Aneurysma eines großen Gefäßes)

diagnostiziert wurde.

• wenn Sie in der Vergangenheit eine Aortendissektion (einen Riss in der Wand der Hauptschlagader) erlitten haben.

• wenn bei Ihnen undichte Herzklappen (Herzklappeninsuffizienz) diagnostiziert wurden.

• wenn in Ihrer Familie Fälle von Aortenaneurysma oder Aortendissektion aufgetreten sind oder angeborene Herzklappenfehler, oder andere Risikofaktoren oder prädisponierende (begünstigende) Bedingungen vorliegen (z. B. Bindegewebserkrankungen wie das Marfan-

Syndrom oder das vaskuläre Ehlers-Danlos-Syndrom, Turner-Syndrom, Sjögren-Syndrom

[eine entzündliche Autoimmunkrankheit], oder Gefäßerkrankungen wie Takayasu-Arteriitis,

Riesenzellarteriitis, Morbus Behçet, Bluthochdruck oder bekannte Atherosklerose, rheumatoide Arthritis [Erkrankung der Gelenke] oder Endokarditis

[Herzinnenhautentzündung]).

• wenn Sie Herzprobleme haben. Vorsicht ist bei der Anwendung von Ciprofloxacin geboten, wenn Sie mit einer Verlängerung des QT-Intervalls (sichtbar im EKG, einer elektronischen

Aufzeichnung der Herzaktivität) geboren wurden oder diese bei Verwandten aufgetreten ist,

Ihr Salzhaushalt im Blut gestört ist (insbesondere wenn der Kalium- oder Magnesiumspiegel

im Blut erniedrigt ist), Ihr Herzrhythmus sehr langsam ist („Bradykardie“), bei Ihnen eine

Herzschwäche vorliegt (Herzinsuffizienz), Sie in der Vergangenheit bereits einmal einen

Herzinfarkt (Myokardinfarkt) hatten, Sie weiblich oder ein älterer Patient sind, oder Sie andere

Arzneimittel einnehmen, die zu anormalen EKG-Veränderungen führen (siehe Abschnitt 2

„Einnahme von Ciprofloxacin-ratiopharm zusammen mit anderen Arzneimitteln“).

• wenn Sie oder ein Mitglied Ihrer Familie an einem Glucose-6-Phosphatdehydrogenasemangel

G6PD) leiden, da dann das Risiko einer Blutarmut (Anämie) durch Ciprofloxacin besteht.

Für die Behandlung bestimmter Infektionen der Geschlechtsorgane kann Ihr Arzt zusätzlich zu Ciprofloxacin ein weiteres Antibiotikum verschreiben. Wenn sich die Symptome nach 3 Behandlungstagen nicht bessern, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt.

Während der Einnahme dieses Arzneimittels Informieren Sie Ihren Arzt umgehend, wenn eines der folgenden Ereignisse während der Einnahme mit Ciprofloxacin-ratiopharm eintritt. Ihr Arzt wird entscheiden, ob die Behandlung mit Ciprofloxacin-ratiopharm beendet werden muss.

• Schwere, plötzliche Überempfindlichkeitsreaktion (anaphylaktische/r Reaktion/Schock, Angioödem). Schon bei der ersten Einnahme besteht eine geringe Gefahr, dass Sie eine schwere allergische Reaktion erleiden, die sich in folgenden Beschwerden äußern kann: Engegefühl in der Brust, Brustschmerzen, Kurzatmigkeit, Gefühl von Schwindel, Übelkeit oder drohende Ohnmacht oder Schwindelgefühl beim Aufstehen. Sollte dies eintreten, beenden Sie die Einnahme von Ciprofloxacin-ratiopharm und wenden sich unverzüglich an einen Arzt oder eine medizinische Notaufnahme.

• Anhaltende, die Lebensqualität beeinträchtigende und möglicherweise bleibende schwerwiegende Nebenwirkungen Fluorchinolon-/Chinolon-Antibiotika, einschließlich Ciprofloxacin-ratiopharm, wurden mit sehr seltenen, aber schwerwiegenden Nebenwirkungen in Verbindung gebracht, von denen einige lang anhaltend (über Monate oder Jahre andauernd), die Lebensqualität beeinträchtigend oder möglicherweise bleibend sind. Dazu gehören Sehnen-, Muskel- und Gelenkschmerzen der oberen und unteren Gliedmaßen, Schwierigkeiten beim Gehen, ungewöhnliche Empfindungen wie Kribbeln, Prickeln, Kitzeln, Taubheitsgefühl oder Brennen (Parästhesie), sensorische Störungen einschließlich Beeinträchtigung des Seh-, Geschmacks-, Riech- und Hörvermögens, Depression, eingeschränktes Erinnerungsvermögen, starke Ermüdung und starke Schlafstörungen. Wenn Sie bei Anwendung von Ciprofloxacin-ratiopharm eine dieser Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich sofort an Ihren Arzt, bevor Sie mit der Behandlung fortfahren. Sie und Ihr Arzt werden entscheiden, ob die Behandlung fortgesetzt werden soll, möglicherweise auch mit einem Antibiotikum aus einer anderen Wirkstoffgruppe.

• Schmerzen und Schwellungen in den Gelenken und Entzündungen oder Risse der Sehnen können selten auftreten. Das Risiko hierfür ist bei Ihnen erhöht, wenn Sie älter sind (über 60 Jahre), ein Organtransplantat erhalten haben, unter Nierenproblemen leiden oder wenn Sie gleichzeitig mit Kortikosteroiden behandelt werden. Entzündungen und Risse der Sehnen können innerhalb der ersten 48 Stunden nach Behandlungsbeginn und sogar noch bis zu mehrere Monate nach Absetzen der Ciprofloxacin-ratiopharm-Behandlung auftreten. Beim ersten Anzeichen von Schmerz oder Entzündung einer Sehne (zum Beispiel in Fußknöchel, Handgelenk, Ellenbogen, Schulter oder Knie) beenden Sie die Anwendung von Ciprofloxacinratiopharm, wenden Sie sich an Ihren Arzt und stellen Sie den schmerzenden Bereich ruhig. Vermeiden Sie jede unnötige Bewegung, da dies das Risiko eines Sehnenrisses erhöhen kann.

• Wenn Sie plötzlich starke Schmerzen im Bauch, im Brustbereich oder im Rücken verspüren, die die Symptome eines Aortenaneurysmas (Ausbeulung der Aortenwand) und einer Aortendissektion (Aufspaltung der Schichten der Aortenwand) sein können, begeben Sie sich sofort in eine Notaufnahme. Ihr Risiko kann bei gleichzeitiger Behandlung mit systemischen Kortikosteroiden erhöht sein.

• Sollten Sie plötzlich unter Atemnot leiden, besonders, wenn Sie flach in Ihrem Bett liegen, oder eine Schwellung Ihrer Fußgelenke, Füße oder des Bauchs bemerken, oder neu auftretendes Herzklopfen verspüren (Gefühl von schnellem oder unregelmäßigem Herzschlag), sollten Sie unverzüglich einen Arzt benachrichtigen.

• Wenn Sie unter Epilepsie oder anderen neurologischen Erkrankungen wie zerebrale Ischämie oder Schlaganfall leiden, könnten Nebenwirkungen auftreten, die mit dem zentralen Nervensystem in Zusammenhang stehen. Sollten Sie einen Anfall erleiden, beenden Sie die Einnahme von Ciprofloxacin-ratiopharm und wenden sich sofort an Ihren Arzt.

• Selten können bei Ihnen Symptome einer Nervenschädigung (Neuropathie) auftreten, wie Schmerzen, Brennen, Kribbeln, Taubheitsgefühl und/oder Schwäche, insbesondere in den Füßen und Beinen oder Händen und Armen. Beenden Sie in diesem Fall die Einnahme von Ciprofloxacin-ratiopharm und informieren Sie umgehend Ihren Arzt, um die Entstehung einer möglicherweise bleibenden Schädigung zu vermeiden.

• Es ist möglich, dass psychiatrische Reaktionen schon nach der ersten Einnahme von Chinolon-Antibiotika, einschließlich Ciprofloxacin-ratiopharm auftreten. Wenn Sie unter Depressionen oder einer Psychose leiden, können sich Ihre Beschwerden unter der Behandlung mit Ciprofloxacin-ratiopharm verschlimmern. In seltenen Fällen kann eine Depression oder Psychose zu Selbstmordgedanken, Selbstmordversuchen und selbstverletzenden Verhaltensweisen wie Selbstmordversuchen oder einem vollendeten Selbstmord führen (siehe Abschnitt 4: Welche Nebenwirkungen sind möglich). Wenn Depressionen, Psychosen, selbstmordbezogene Gedanken oder Verhaltensweisen auftreten, wenden sich sofort an Ihren Arzt.

• Chinolon-Antibiotika können sowohl einen Anstieg Ihres Blutzuckerspiegels über den Normalwert (Hyperglykämie) als auch eine Senkung Ihres Blutzuckerspiegels unter den Normalwert (Hypoglykämie) verursachen, was in schwerwiegenden Fällen möglicherweise zu Bewusstlosigkeit (hypoglykämisches Koma) führen kann (siehe Abschnitt 4). Das ist wichtig für Patienten mit Diabetes. Wenn Sie Diabetiker sind, sollte Ihr Blutzuckerspiegel sorgfältig überwacht werden.

• Während der Behandlung mit Antibiotika, einschließlich Ciprofloxacin-ratiopharm, und selbst mehrere Wochen nachdem Sie die Behandlung beendet haben, können Durchfälle auftreten. Bei starkem oder anhaltendem Durchfall oder wenn Sie feststellen, dass Ihr Stuhl Blut oder Schleim enthält, beenden Sie die Einnahme von Ciprofloxacin-ratiopharm sofort, da dies lebensbedrohlich sein kann. Nehmen Sie keine Arzneimittel ein, die die Darmbewegung anhalten oder verlangsamen, und wenden Sie sich an Ihren Arzt.

• Konsultieren Sie umgehend einen Augenspezialisten, wenn Ihre Sehkraft beeinträchtigt wird oder Ihre Augen anderweitig beeinträchtigt scheinen.

• Ihre Haut reagiert empfindlicher auf Sonnenlicht und UV-Licht, wenn Sie Ciprofloxacinratiopharm einnehmen. Setzen Sie sich daher nicht starker Sonneneinstrahlung oder künstlichem UV-Licht, wie z.B. auf einer Sonnenbank, aus.

• Informieren Sie den Arzt oder das Laborpersonal, dass Sie Ciprofloxacin-ratiopharm einnehmen, wenn Sie eine Blut- oder Urinprobe abgeben müssen.

• Wenn Sie an Nierenproblemen leiden, informieren Sie Ihren Arzt, da Ihre Dosis gegebenenfalls angepasst werden muss.

• Ciprofloxacin-ratiopharm kann Leberschäden verursachen. Wenn Sie eines der folgenden Beschwerden feststellen wie Appetitverlust, Gelbsucht (gelb werden der Haut), dunkler Urin, Juckreiz oder schmerzempfindlicher Bauch beenden Sie die Einnahme von Ciprofloxacin-ratiopharm und wenden sich sofort an Ihren Arzt.

• Ciprofloxacin-ratiopharm kann zu einer Verminderung der Zahl der weißen Blutkörperchen führen, und Ihre Widerstandskraft gegen Infektionen kann vermindert werden. Wenn Sie eine Infektion mit Beschwerden wie Fieber und schwerwiegender Verschlechterung des Allgemeinzustandes, oder Fieber zusammen mit lokalen Beschwerden wie einer Infektion von Hals-/Rachen-/Mundschmerzen oder Schmerzen beim Wasserlassen haben, sollten Sie umgehend Ihren Arzt aufsuchen. Eine Blutabnahme kann eine mögliche Verminderung der weißen Blutkörperchen (Agranulozytose) zeigen. Es ist wichtig, dass Sie Ihren Arzt über die Arzneimittel informieren, die Sie nehmen.

Einnahme von Ciprofloxacin-ratiopharm zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kürzlich eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

Nehmen Sie Ciprofloxacin-ratiopharm und Tizanidin nicht zusammen ein, da dies Nebenwirkungen wie niedrigen Blutdruck und Schläfrigkeit verursachen kann (siehe Abschnitt 2 „Ciprofloxacin-ratiopharm darf nicht eingenommen werden“).

Von folgenden Arzneimitteln ist bekannt, dass sie zu Wechselwirkungen mit Ciprofloxacinratiopharm in Ihrem Körper führen. Wird Ciprofloxacin-ratiopharm zusammen mit diesen Arzneimitteln eingenommen, kann die therapeutische Wirkung dieser Arzneimittel beeinträchtigt werden. Außerdem kann sich die Wahrscheinlichkeit des Auftretens von Nebenwirkungen erhöhen.

Bitte informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel einnehmen:

Vitamin-K-Antagonisten (z. B.Warfarin, Acenocumarol, Phenprocoumon oder Fluindion)

oder andere gerinnungshemmende Arzneimittel zum Einnehmen (zur Blutverdünnung)

Probenecid (bei Gicht)

Methotrexat (bei bestimmten Krebserkrankungen, Schuppenflechte, rheumatoider Arthritis)

Theophyllin (bei Atembeschwerden)

Tizanidin (zur Entspannung der Skelettmuskulatur bei multipler Sklerose)

Olanzapin (ein Antipsychotikum)

Clozapin (ein Antipsychotikum)

Ropinirol (bei Parkinson-Krankheit)

Phenytoin (bei Epilepsie)

Metoclopramid (bei Übelkeit und Erbrechen)

Ciclosporin (bei Hauterkrankungen, rheumatoider Arthritis und Organtransplantation)

Andere Arzneimittel, die Ihren Herzrhythmus verändern: Arzneimittel aus der Gruppe

der Antiarrhythmika (z. B. Chinidin, Hydrochinidin, Disopyramid, Amiodaron, Sotalol,

Dofetilid, Ibutilid), trizyklische Antidepressiva, bestimmte Antibiotika (aus der Gruppe der

Makrolide), bestimmte Antipsychotika.

Zolpidem (gegen Schlafstörungen)

Ciprofloxacin-ratiopharm kann die Konzentration der folgenden Arzneimittel in Ihrem Blut erhöhen:

  • Pentoxifyllin (bei Kreislauferkrankungen)
  • Koffein
  • Duloxetin (bei Depression, diabetischen Nervenschädigungen oder Inkontinenz)
  • Lidocain (bei Herzerkrankungen oder als Narkosemittel)
  • Sildenafil (bei Erektionsstörungen)
  • Agomelatin (gegen Depressionen)

Einige Arzneimittel vermindern die Wirkung von Ciprofloxacin-ratiopharm. Bitte informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel einnehmen oder einnehmen möchten:

  • Antazida
  • Omeprazol
  • Mineralergänzungsmittel
  • Sucralfat
  • Einen polymeren Phosphatbinder (z.B. Sevelamer oder Lanthancarbonat)
  • Arzneimittel oder Nahrungsergänzungsmittel, die Kalzium, Magnesium, Aluminium oder Eisen enthalten.

Wenn Sie diese Präparate unbedingt benötigen, nehmen Sie Ciprofloxacin-ratiopharm circa zwei Stunden vorher oder nicht früher als vier Stunden nachher ein.

Einnahme von Ciprofloxacin-ratiopharm zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken

Jedes Calcium, das mit einer Mahlzeit eingenommen wird, einschließlich Milchprodukte und calciumhaltige Getränke (wie Milch oder Joghurt) oder angereicherter Fruchtsäfte (z. B. Orangensaft mit Calciumzusatz), wird die Aufnahme dieses Arzneimittels nicht wesentlich beeinflussen. Wird Ciprofloxacin-ratiopharm allerdings gleichzeitig mit Milchprodukten und calciumhaltigen Getränken alleine, getrennt von einer Mahlzeit eingenommen, kann dies die Wirkung des Arzneimittels verringern. Daher ist Ciprofloxacin-ratiopharm entweder 1-2 Stunden vor oder frühestens 4 Stunden nach Milchprodukten oder calciumhaltigen Getränken einzunehmen, die alleine, getrennt von den Mahlzeiten eingenommen werden (siehe auch Abschnitt 3).

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Vorzugsweise sollte die Einnahme von Ciprofloxacin-ratiopharm während der Schwangerschaft vermieden werden.

Wenn Sie stillen, dürfen Sie Ciprofloxacin-ratiopharm nicht einnehmen, weil Ciprofloxacin in die Muttermilch geht und Ihrem Kind schaden kann.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Achtung: Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit und die Verkehrstüchtigkeit beeinträchtigen.

Ciprofloxacin-ratiopharm kann Ihre Aufmerksamkeit beeinträchtigen. Es kann zu einigen Nebenwirkungen am Nervensystem kommen. Stellen Sie daher sicher, dass Sie wissen, wie Sie auf

Ciprofloxacin-ratiopharm reagieren, ehe Sie sich an das Steuer eines Fahrzeugs setzen oder Maschinen bedienen. In Zweifelsfällen fragen Sie bitte Ihren Arzt.

3. Wie ist Ciprofloxacin-ratiopharm einzunehmen?

Ihr Arzt wird Ihnen genau erklären, in welcher Dosis und Häufigkeit und für welchen Zeitraum Sie Ciprofloxacin-ratiopharm einnehmen müssen. Dies ist von der Art und Schwere der Infektion abhängig, an der Sie erkrankt sind.

Informieren Sie bitte Ihren Arzt, wenn Sie unter Nierenproblemen leiden, da Ihre Dosis gegebenenfalls angepasst werden muss.

Die Behandlung dauert üblicherweise 5 bis 21 Tage, kann jedoch bei schweren Infektionen länger sein. Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind, wie viele Tabletten Sie einnehmen sollen und wie Sie Ciprofloxacin-ratiopharm einnehmen sollen.

a.

Nehmen Sie die Tabletten unzerkaut mit viel Flüssigkeit ein.

b. Kauen und Zerkleinern Sie die Tabletten nicht. Wenn Sie nicht in der Lage sind, die Tablette zu schlucken, informieren Sie bitte Ihren Arzt, damit er Ihnen eine andere, für Sie geeignetere

Darreichungsform verschreiben kann.

c.

Versuchen Sie, die Tabletten möglichst täglich zu etwa der gleichen Zeit einzunehmen.

d. Sie können die Tabletten zusammen mit einer Mahlzeit oder unabhängig von den

Mahlzeiten einnehmen. Sie können Ciprofloxacin-ratiopharm während einer Mahlzeit

einnehmen, die Milchprodukte (wie Milch oder Joghurt) oder calciumhaltige Getränke (z. B.

mit Calcium angereicherter Orangensaft) enthält. Nehmen Sie Ciprofloxacin-ratiopharm jedoch nicht gleichzeitig mit Milchprodukten oder calciumhaltigen Getränken ein, wenn diese

Milchprodukte oder calciumhaltigen Getränke allein, getrennt von den Mahlzeiten

eingenommen werden.

Ciprofloxacin-ratiopharm ist ein bis zwei Stunden vor oder frühestens vier Stunden nach

Milchprodukten oder calciumhaltigen Getränken einzunehmen, die getrennt von den

Mahlzeiten eingenommen werden.

Achten Sie darauf, dass Sie während der Behandlung mit diesem Arzneimittel ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen.

Wenn Sie eine größere Menge von Ciprofloxacin-ratiopharm eingenommen haben, als Sie sollten

Wenn Sie mehr als die verordnete Dosis eingenommen haben, nehmen Sie sofort ärztliche Hilfe in Anspruch. Nehmen Sie möglichst Ihre Tabletten oder die Packung mit, um sie dem Arzt zu zeigen.

Wenn Sie die Einnahme von Ciprofloxacin-ratiopharm vergessen haben

Wenn Sie die Einnahme von Ciprofloxacin-ratiopharm vergessen haben und es sind: • 6 Stunden oder länger bis zur nächsten geplanten Dosis, nehmen Sie die vergessene Dosis sofort ein. Nehmen Sie die nächste Dosis zur gewohnten Zeit ein. • weniger als 6 Stunden bis zur nächsten geplanten Dosis, nehmen Sie die vergessene Dosis nicht ein. Nehmen Sie die nächste Dosis zur gewohnten Zeit ein Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben. Achten Sie darauf, dass Sie den Behandlungsverlauf vollständig durchführen.

Wenn Sie die Einnahme von Ciprofloxacin-ratiopharm abbrechen

Es ist wichtig, dass Sie den Behandlungsverlauf vollständig durchführen, auch wenn Sie sich nach einigen Tagen besser fühlen. Wenn Sie dieses Arzneimittel zu früh absetzen, ist es möglich, dass Ihre Infektion nicht vollständig geheilt wird und die Beschwerden der Infektion erneut auftreten oder sich Ihr Zustand verschlechtert. Es ist auch möglich, dass Sie eine Resistenz gegen dieses Antibiotikum entwickeln.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Der folgende Abschnitt enthält die häufigsten schwerwiegenden Nebenwirkungen, welche Sie selbst erkennen können:

Wenn Sie folgende schwerwiegende Nebenwirkungen bemerken beenden Sie die Einnahme des Arzneimittels und kontaktieren Sie unverzüglich Ihren Arzt, um eine andere Antibiotikabehandlung zu erwägen:

Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Anwendern betreffen): - Krampfanfälle (siehe Abschnitt 2: Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen)

Sehr selten (kann bis zu 1 von 10.000 Anwendern betreffen): - schwere, plötzliche allergische Reaktionen mit Symptomen wie Engegefühl im Brustkorb, Gefühl von Schwindel, Übelkeit oder drohende Ohnmacht oder Schwindelgefühl beim Aufstehen (anaphylaktische Reaktion / anaphylaktischer Schock) (siehe Abschnitt 2: Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen) - Muskelschwäche, Sehnenentzündungen, welche zu Sehnenrissen führen können – insbesondere der großen Sehne an der Rückseite des Knöchels (Achillessehne) (siehe Abschnitt 2: Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen) - ein schwerer lebensbedrohlicher Hautausschlag, üblicherweise in Form von Blasen oder Geschwüren in Mund, Hals, Nase, Augen oder anderen Schleimhäuten wie den Genitalien, welche sich zu ausgedehnten Blasenbildungen oder Abschälen der Haut entwickeln können (Stevens-Johnson Syndrom, toxisch epidermale Nekrolyse).

Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar): - ungewöhnliches Schmerzempfinden, brennendes Kribbeln, Taubheitsgefühl oder Muskelschwäche der Gliedmaßen (Neuropathie) (siehe Abschnitt 2: Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen) - Überempfindlichkeitsreaktion, welche Hautausschlag, Fieber, Entzündungen der inneren Organe, - hämatologische Auffälligkeiten und systemische Krankheiten (DRESS Drug Reaction with Eosinophilia and Systemic Symptoms, AGEP Acute Generalised Exanthematous Pustulosis) verursacht. - Brustschmerzen, die ein Zeichen einer möglicherweise schwerwiegenden allergischen Reaktion sein können, die als Kounis-Syndrom bezeichnet wird.

Andere Nebenwirkungen, welche während der Behandlung mit Ciprofloxacin-ratiopharm beobachtet wurden, sind untenstehend nach Ihrer Häufigkeit gelistet:

Häufig (kann bis zu 1 von 10 Anwendern betreffen): - Übelkeit, Durchfall

- Gelenkschmerzen und Gelenkentzündung bei Kindern

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Anwendern betreffen): - Gelenkschmerzen bei Erwachsenen - Superinfektionen mit Pilzen - eine hohe Konzentration von eosinophilen Granulozyten, bestimmte weiße Blutkörperchen - verminderter Appetit - Überaktivität oder Unruhe - Kopfschmerz, Schwindel, Schlaf- oder Geschmacksstörungen - Erbrechen, Bauchschmerzen, Verdauungsstörungen wie Magenverstimmung (Völlegefühl / Sodbrennen) oder Blähungen - Anstieg bestimmter Substanzen im Blut (Transaminasen und/oder Bilirubin) - Hautausschlag, Juckreiz oder Nesselausschlag - Nierenfunktionsstörung - Muskel- und Knochenschmerzen, allgemeines Unwohlsein (Kraftlosigkeit) oder Fieber - Anstieg der alkalischen Phosphatase im Blut (eine bestimmte Substanz im Blut)

Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Anwendern betreffen): - Muskelschmerzen, Gelenkentzündung, gesteigerte Muskelspannung oder Krämpfe - durch Antibiotika ausgelöste Schleimhautentzündung des Dickdarms (Kolitis) (sehr selten mit möglichem tödlichen Ausgang) (siehe Abschnitt 2: Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen) - Veränderungen des Blutbildes (Leukozytopenie, Leukozytose, Neutropenie, Anämie), - Verminderung oder Erhöhung eines Blutgerinnungsfaktors (Thrombozyten) - allergische Reaktion, Schwellung (Ödem) oder rasches Anschwellen von Haut und Schleimhäuten (Angioödem) (siehe Abschnitt 2: Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen) - Erhöhung des Blutzuckers (Hyperglykämie) - Senkung des Blutzuckers (Hypoglykämie) (siehe Abschnitt 2: Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen) - Verwirrtheit, Desorientiertheit, Angstzustände, Albträume, Depressionen (die möglicherweise zu Selbstmordgedanken, Selbstmordversuchen oder vollendetem Selbstmord führen) (siehe Abschnitt 2: Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen) oder Halluzinationen - Kribbeln, ungewöhnliche Empfindlichkeit auf Sinnesreize, herabgesetzte Empfindlichkeit der Haut, Zittern oder Drehschwindel - Sehstörungen, einschließlich Doppeltsehen (siehe Abschnitt 2: Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen) - Ohrgeräusche (Tinnitus) oder Hörverlust oder vermindertes Hörvermögen - Herzjagen (Tachykardie) - Erweiterung der Blutgefäße (Vasodilatation), niedriger Blutdruck oder Ohnmacht - Atemnot, einschließlich asthmatischer Symptome - Leberfunktionsstörung, Gelbsucht (Gallestauung) oder Leberentzündung - Lichtempfindlichkeit (siehe Abschnitt 2: Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen) - Nierenversagen, Blut oder Kristalle im Harn, Entzündung der Harnwege - Flüssigkeitsretention oder übermäßige Schweißbildung - erhöhte Spiegel des Enzyms Amylase

Sehr selten (kann bis zu 1 von 10.000 Anwendern betreffen): - verringerte Anzahl bestimmter roter Blutkörperchen (hämolytische Anämie); gefährliche Verminderung bestimmter weißer Blutkörperchen (Agranulozytose) (siehe Abschnitt 2: Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen); Verminderung bestimmter roter und weißer Blutkörperchen und Blutplättchen (Panzytopenie), die lebensbedrohlich sein kann; und herabgesetzte Funktion des Knochenmarks, die ebenfalls lebensbedrohlich sein kann - allergische Reaktion, so genannte Serumkrankheitsähnliche Reaktion (siehe Abschnitt 2: Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen) - psychische Störungen (psychotische Reaktionen, die möglicherweise zu Selbstmordgedanken,

Selbstmordversuchen oder vollendetem Selbstmord führen) (siehe Abschnitt 2: Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen) - Migräne, Koordinationsstörung, unsicherer Gang (Gangstörung), Störung des Geruchsinnes (olfaktorische Störung), ungewöhnlich gesteigerte Empfindlichkeit auf Sinnesreize; Erhöhung des Schädelinnendrucks (Hirndruck und Pseudotumor cerebri) - Störungen beim Farbensehen - Entzündung der Blutgefäßwände (Vaskulitis) - Entzündung der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis) - Absterben von Leberzellen (Lebernekrose), sehr selten bis hin zum lebensbedrohlichen Leberausfall (siehe Abschnitt 2: Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen) - kleine, punktförmige Einblutungen in die Haut (Petechien); verschiedene Hautveränderungen und -ausschläge - Verschlimmerung der Symptome einer Myasthenia gravis (siehe Abschnitt 2: Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen)

Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar): - Syndrom, das mit einer beeinträchtigten Wasserausscheidung und einem niedrigen Natriumspiegel assoziiert ist (SIADH) - Gefühl von großem Enthusiasmus (Manie) oder großem Optimismus und Überaktivität (Hypomanie) - anormal schneller Herzrhythmus, lebensbedrohlicher unregelmäßiger Herzrhythmus, Veränderung des Herzrhythmus (so genannte „Verlängerung des QT-Intervalls“, sichtbar im EKG, einer elektrischen Aufzeichnung der Herzaktivität) - Beeinträchtigung der Blutgerinnung (bei Patienten, die mit Vitamin-K-Antagonisten behandelt werden) - Bewusstseinsverlust durch starken Abfall des Blutzuckerspiegels (hypoglykämisches Koma). Siehe Abschnitt 2.

Sehr seltene Fälle von lang anhaltenden (über Monate oder Jahre andauernden) oder dauerhaften Nebenwirkungen wie Sehnenentzündungen, Sehnenrisse, Gelenkschmerzen, Gliederschmerzen, Schwierigkeiten beim Gehen, ungewöhnliche Empfindungen wie Kribbeln, Prickeln, Kitzeln, Brennen, Taubheitsgefühl oder Schmerzen (Neuropathie), Ermüdung, eingeschränktes Erinnerungsund Konzentrationsvermögen, Auswirkungen auf die psychische Gesundheit (u.a. Schlafstörungen, Angstzustände, Panikattacken, Depression und Selbstmordgedanken) sowie Beeinträchtigung des Hör, Seh-, Geschmacks- und Riechvermögens wurden mit der Anwendung von Chinolon- und Fluorchinolon-Antibiotika in Verbindung gebracht, in einigen Fällen unabhängig von bereits bestehenden Risikofaktoren.

Fälle der Erweiterung und Schwächung der Aortenwand oder Einrisse der Aortenwand (Aneurysmen und Aortendissektionen), die reißen können und tödlich sein können, sowie Fälle undichter Herzklappen wurden bei Patienten, die Fluorchinolone einnahmen, berichtet. Siehe auch Abschnitt 2.

Meldung von Nebenwirkungen Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das nationale Meldesystem anzeigen:

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen Traisengasse 5 1200 WIEN ÖSTERREICH Fax: + 43 (0) 50 555 36207 Website: http://www.basg.gv.at/

5. Wie ist Ciprofloxacin-ratiopharm aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf der Blisterpackung oder dem Umkarton nach „Verw. bis:“/„Verwendbar bis:“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

6. Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Ciprofloxacin-ratiopharm enthält

Der Wirkstoff ist Ciprofloxacin.

Jede Filmtablette enthält 500 mg Ciprofloxacin (als Ciprofloxacinhydrochlorid Monohydrat).

Die sonstigen Bestandteile sind Mikrokristalline Cellulose, Crospovidon, Hochdisperses Siliciumdioxid, wasserfrei; Magnesiumstearat, Hypromellose, Macrogol 400, Titandioxid (E 171).

Wie Ciprofloxacin-ratiopharm aussieht und Inhalt der Packung

Weiße oder gelbliche, 8,2x17 mm ovale, beidseitig gewölbte Filmtabletten mit Bruchrille auf einer Seite und an der Kante sowie einseitiger Markierung „C500“.

Dieses Arzneimittel ist in Packungen mit 1, 2, 8, 8x1, 10, 10x1, 16, 16x1, 20, 20x1, 30, 50 und 100 Filmtabletten erhältlich.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer TEVA B.V. Swensweg 5 2031 GA Haarlem Niederlande Tel.-Nr.: +43/1/97007-0 Fax-Nr.:+43/1/97007-66 e-mail: info@ratiopharm.at

Hersteller Merckle GmbH Ludwig-Merckle-Straße 3 89143 Blaubeuren Deutschland

Actavis Ltd. BLB015 – 016 Bulebel Industrial Estate Zejtun ZTN 3000 Malta

Z.Nr.: 1-24418

Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedsstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR)

unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen:

Dänemark: Ciprofloxacin Teva 500 mg filmovertrukne tabletter

Deutschland: Ciprofloxacin-ratiopharm 500 mg Filmtabletten

Finnland:

Ciprofloxacin-ratiopharm 500 mg tabletti, kalvopäällysteinen

Luxemburg: Ciprofloxacin-ratiopharm 500 mg Filmtabletten

Portugal:

Ciprofloxacina-ratiopharm 500 mg comprimidos revestidos

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im August 2026.

Hinweis / Medizinische Aufklärung

Antibiotika werden für die Behandlung bakterieller Infektionen eingesetzt. Sie sind nicht wirksam gegen virale Infektionen.

Wenn Ihr Arzt Antibiotika verschrieben hat, brauchen Sie sie genau für Ihre derzeitige Krankheit.

Trotz Antibiotikabehandlung können manchmal einige Bakterien überleben und weiterwachsen.

Dieses Phänomen wird Resistenz genannt: Hierdurch können Antibiotika unwirksam werden.

Falsche Anwendung von Antibiotika vermehrt Resistenzentwicklungen. Sie können den Bakterien

sogar helfen, resistent zu werden, und damit Ihre Heilung verzögern oder die antibiotische Wirkung verringern, wenn Sie folgendes nicht beachten:

Dosierung

Häufigkeit der Einnahme

Dauer der Anwendung

Folglich, um die Wirksamkeit dieses Arzneimittels zu bewahren

1. - Nehmen Sie Antibiotika nur, wenn sie Ihnen verschrieben wurden.

2. - Befolgen Sie genau die Einnahmeanweisungen.

3.

- Verwenden Sie kein Antibiotikum erneut ohne medizinische Verschreibung, selbst wenn

Sie eine ähnliche Krankheit behandeln wollen.

4.

- Geben Sie Ihr Antibiotikum niemals einer anderen Person; da es möglicherweise ungeeignet für deren Krankheit sein kann.

5.

- Geben Sie nach beendeter Behandlung das nicht verwendete Arzneimittel Ihrem

Apotheker zurück, um eine sachgerechte Entsorgung zu gewährleisten.

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