Beipackzettel Levofloxacin ratiopharm 250 mg Filmtabletten

Was ist Levofloxacin ratiopharm und wie wirkt es?

Levofloxacin ratiopharm enthält den Wirkstoff Levofloxacin, ein Chinolon-Antibiotikum. Es wirkt, indem es die Bakterien tötet, die in Ihrem Körper Infektionen hervorrufen. Die Gebrauchsinformation gilt für die Filmtabletten zu 250 mg; sie tragen eine Bruchkerbe und können in gleiche Dosen geteilt werden.

Angewendet wird das Mittel laut Gebrauchsinformation bei Infektionen der Nebenhöhlen, der Bronchien und Lungen bei chronischen Atemwegserkrankungen oder Lungenentzündung, der Harnwege einschließlich Nieren und Harnblase, der Prostata bei lange bestehender Infektion sowie der Haut und des Unterhautgewebes einschließlich der Muskeln, dem sogenannten Weichteilgewebe. Unter bestimmten Umständen kann es außerdem das Risiko verringern, nach Kontakt mit Milzbranderregern an Lungenmilzbrand zu erkranken.

Levofloxacin ratiopharm vor einem Eingriff

Die Gebrauchsinformation nennt keine besonderen Vorsichtsmaßnahmen für Operationen und keine Frist, nach der das Antibiotikum vor einem Eingriff abgesetzt würde. In die Vorbesprechung gehört es dennoch, denn die Beilage zählt Umstände auf, über die vor der Einnahme mit der behandelnden Ärztin oder dem behandelnden Arzt gesprochen wird – darunter ein Alter von 60 Jahren oder darüber, die Anwendung von Kortikosteroiden, eine zurückliegende Transplantation, frühere Krampfanfälle, eine Nierenerkrankung und Herzprobleme.

Zwei Punkte betreffen die Zeit um einen Eingriff unmittelbar. Wer Warfarin zur Blutverdünnung anwendet, hat laut Beilage eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für eine Blutung; regelmäßige Blutuntersuchungen zur Gerinnungsfähigkeit führt dann gegebenenfalls die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt durch. Und Urintests zum Nachweis von Opiaten, also von starken Schmerzmitteln, können unter Levofloxacin ratiopharm „falsch positive“ Ergebnisse liefern – die Gebrauchsinformation bittet darum, die Einnahme vor einem solchen Test mitzuteilen.

Zur Narkose sagt die Beilage nichts Eigenes. Sie weist aber darauf hin, dass Benommenheit, Schläfrigkeit, Schwindelgefühl oder Veränderungen der Sehfähigkeit auftreten können; wer das bemerkt, darf laut Gebrauchsinformation weder ein Fahrzeug lenken noch Tätigkeiten ausführen, die ein hohes Maß an Aufmerksamkeit benötigen.

Nach dem Eingriff: Sehnen, Schmerzmittel und Sonnenlicht

Am ausführlichsten warnt die Gebrauchsinformation vor Sehnenbeschwerden. Schmerzen und Schwellungen in den Gelenken sowie Entzündungen oder Risse der Sehnen können selten auftreten, am häufigsten ist die Achillessehne betroffen. Erhöht ist das Risiko bei Menschen über 60 Jahre, nach einem Organtransplantat, bei Nierenproblemen und bei gleichzeitiger Behandlung mit Kortikosteroiden. Auftreten können solche Entzündungen und Risse innerhalb der ersten 48 Stunden nach Behandlungsbeginn und noch bis zu mehrere Monate nach Absetzen der Behandlung. Beim ersten Anzeichen von Schmerz oder Entzündung einer Sehne sieht die Beilage vor, die Anwendung zu beenden, ärztlichen Rat einzuholen und den schmerzenden Bereich ruhigzustellen; unnötige Bewegung wird vermieden, weil sie das Risiko eines Sehnenrisses erhöhen kann.

Bedeutsam ist auch, womit Schmerzen behandelt werden. Nichtsteroidale Antirheumatika wie Acetylsalicylsäure, Ibuprofen, Fenbufen, Ketoprofen und Indometacin machen gemeinsam mit Levofloxacin ratiopharm einen Krampfanfall wahrscheinlicher; dasselbe gilt für Theophyllin. Eisentabletten, Zinkpräparate, magnesium- oder aluminiumhaltige Antazida, Didanosin und Sucralfat werden laut Beilage nicht gleichzeitig gegeben, sondern mit einem Abstand von mindestens 2 Stunden.

Zur Wundheilung selbst sagt die Gebrauchsinformation nichts. Sie nennt aber Nebenwirkungen, die nach einem Eingriff auffallen können: häufig Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Kopfschmerzen und Schwindel, gelegentlich Gelenk- oder Muskelschmerzen sowie allgemeine Schwäche, selten eine Neigung zu Blutergüssen und Blutungen. Über schwerwiegende Hautreaktionen wurde ebenfalls berichtet; bei einem schwerwiegenden Ausschlag verweist die Beilage auf sofortige ärztliche Hilfe. Und weil die Haut wesentlich empfindlicher für Sonnenlicht wird, hält man sich während der Einnahme und noch 2 Tage nach Behandlungsende von direkter Sonneneinstrahlung fern – mit hohem Lichtschutzfaktor, bedeckender Kleidung und ohne Solarium.

Häufige Fragen

Wie wird Levofloxacin ratiopharm eingenommen? Die Filmtabletten werden unzerkaut mit ausreichend Wasser geschluckt, zu den Mahlzeiten oder jederzeit dazwischen. Wie viele es sind, bestimmt die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt; die Dosis hängt von Art und Ort der Infektion ab. Für Infektionen der Nebenhöhlen, der Bronchien und der Prostata nennt die Beilage 2 Filmtabletten Levofloxacin ratiopharm 250 mg einmal täglich, bei Lungenentzündung sowie bei Infektionen von Haut und Unterhautgewebe ein- oder zweimal täglich, bei Infektionen der Harnwege 1 oder 2 Filmtabletten 250 mg einmal täglich. Bei eingeschränkter Nierenfunktion kann eine niedrigere Dosierung verordnet werden.

Und wenn eine Einnahme vergessen wurde? Dann wird die Tablette laut Gebrauchsinformation nachgeholt, sobald es auffällt – es sei denn, die nächste Dosis steht ohnehin an; die doppelte Menge wird nicht eingenommen. Die Beilage betont außerdem, dass die Behandlung nicht abgebrochen wird, nur weil man sich wieder besser fühlt: Bei zu frühem Absetzen kann die Infektion erneut auftreten, der Zustand sich verschlimmern oder die Bakterien können gegen das Arzneimittel resistent werden.

Was passiert bei zu viel Levofloxacin ratiopharm? Wurde versehentlich mehr eingenommen als vorgesehen, verweist die Gebrauchsinformation auf sofortige ärztliche Hilfe; die Arzneimittelschachtel wird dabei mitgenommen. Als mögliche Wirkungen nennt sie Krampfanfälle, Verwirrtheitsgefühl, Schwindel und Benommenheit, Bewusstseinstrübung, Zittern und Herzprobleme, die zu unregelmäßigem Herzschlag und zu Übelkeit oder Magenbeschwerden führen.

Dieser Text fasst zusammen, was die amtliche Gebrauchsinformation für Menschen vor und nach einem Eingriff bedeutet. Maßgeblich ist ihr vollständiger Wortlaut, der unten auf dieser Seite steht.

Gebrauchsinformation: Information für Patienten

Levofloxacin ratiopharm 250 mg Filmtabletten Wirkstoff: Levofloxacin

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen. - Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen. - Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal. - Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter.

Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie. - Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht 1. Was ist Levofloxacin ratiopharm und wofür wird es angewendet? 2. Was sollten Sie vor der Einnahme von Levofloxacin ratiopharm beachten? 3. Wie ist Levofloxacin ratiopharm einzunehmen? 4. Welche Nebenwirkungen sind möglich? 5. Wie ist Levofloxacin ratiopharm aufzubewahren? 6. Inhalt der Packung und weitere Informationen

1. Was ist Levofloxacin ratiopharm und wofür wird es angewendet?

Die Bezeichnung Ihres Arzneimittels lautet Levofloxacin ratiopharm Filmtabletten. Levofloxacin ratiopharm enthält einen Wirkstoff mit der Bezeichnung Levofloxacin. Dieser gehört zu einer Gruppe von Arzneimittelwirkstoffen, die als Antibiotika bezeichnet werden. Levofloxacin ist ein ChinolonAntibiotikum. Es wirkt, indem es die Bakterien tötet, die in Ihrem Körper Infektionen hervorrufen.

Levofloxacin ratiopharm Filmtabletten eignen sich zur Behandlung von Infektionen - der Nebenhöhlen - der Bronchien/Lungen, bei Patienten mit chronischen Atemwegserkrankungen oder

Lungenentzündung - der Harnwege, einschließlich Nieren und Harnblase - der Prostata, bei lange bestehender Infektion - der Haut und des Unterhautgewebes, einschließlich der Muskeln. Dieses wird manchmal als

„Weichteilgewebe“ bezeichnet.

Unter bestimmten Umständen kann Levofloxacin ratiopharm verwendet werden, um das Risiko zu verringern, nach Kontakt mit Milzbranderregern an Lungenmilzbrand zu erkranken oder um das Risiko einer Krankheitsverschlechterung zu verringern.

2. Was sollten Sie vor der Einnahme von Levofloxacin ratiopharm beachten?

Levofloxacin ratiopharm darf nicht eingenommen werden • wenn Sie allergisch gegen Levofloxacin, eines der anderen Chinolon-Antibiotika wie z. B.

Moxifloxacin, Ciprofloxacin oder Ofloxacin oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind. • Anzeichen einer allergischen Reaktion sind: Hautausschlag, Schluck- oder Atembeschwerden, Schwellungen im Bereich von Lippen, Gesicht, Rachen oder Zunge. • wenn Sie irgendwann an Epilepsie litten bzw. daran leiden.

• wenn Sie einmal Sehnenbeschwerden, wie zum Beispiel eine Sehnenentzündung, hatten, die mit einer Behandlung mit einem Chinolon-Antibiotikum zusammenhing. Eine Sehne ist ein Strang, der Ihre Muskeln mit dem Skelett verbindet.

• wenn Sie ein Kind oder Jugendlicher in der Wachstumsphase sind. • wenn Sie schwanger sind, schwanger werden könnten oder glauben, schwanger zu sein. • wenn Sie stillen.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nicht einnehmen, wenn einer der oben aufgeführten Punkte auf Sie zutrifft. Wenn Sie sich nicht sicher sind, sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Levofloxacin ratiopharm einnehmen.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, Apotheker oder dem medizinischem Fachpersonal, bevor Sie Levofloxacin ratiopharm einnehmen, • wenn Sie 60 Jahre oder älter sind • wenn Sie zurzeit Kortikosteroide anwenden; manchmal werden diese auch als Steroide bezeichnet (siehe Abschnitt: „Einnahme von Levofloxacin ratiopharm zusammen mit anderen Arzneimitteln“) • wenn Sie sich einer Transplantation unterzogen haben • wenn Sie einmal einen Krampfanfall hatten • wenn Sie eine Hirnschädigung erlitten haben, z. B. aufgrund eines Schlaganfalls oder einer anderen Hirnverletzung • wenn Sie eine Nierenerkrankung haben • wenn Sie eine Krankheit mit der Bezeichnung „Glukose-6-Phosphat-Dehydrogenase-Mangel“ haben. Dann haben Sie ein erhöhtes Risiko schwerwiegender Blutbildveränderungen, wenn Sie dieses Arzneimittel anwenden • wenn Sie einmal eine psychische Erkrankung hatten bzw. haben • wenn Sie einmal Herzprobleme hatten bzw. haben. Sie sollten dieses Arzneimittel nur unter Vorsicht anwenden, wenn Sie mit einer Verlängerung des QT-Intervalls (sichtbar im EKG, einer elektrischen Aufzeichnung der Herzaktivität) geboren wurden oder diese bei Verwandten aufgetreten ist, Ihr Salzhaushalt im Blut gestört ist (insbesondere wenn der Kalium- oder Magnesiumspiegel im Blut erniedrigt ist), Ihr Herzrhythmus sehr langsam ist (Bradykardie), bei Ihnen eine Herzschwäche vorliegt (Herzinsuffizienz), Sie in der Vergangenheit bereits einmal einen Herzinfarkt (Myokardinfarkt) hatten, Sie weiblich oder ein älterer Patient sind oder Sie andere Arzneimittel einnehmen, die zu anormalen EKG-Veränderungen führen (siehe Abschnitt: „Einnahme von Levofloxacin ratiopharm zusammen mit anderen Arzneimitteln“). • wenn Sie Diabetiker sind • wenn Sie einmal eine Lebererkrankung hatten bzw. haben • wenn Sie an Myasthenia gravis (Muskelschwäche) leiden • wenn Sie Nervenprobleme haben (periphere Neuropathie) • wenn bei Ihnen eine Vergrößerung oder „Ausbuchtung“ eines großen Blutgefäßes (Aortenaneurysma oder peripheres Aneurysma eines großen Gefäßes) diagnostiziert wurde. • wenn Sie in der Vergangenheit eine Aortendissektion (einen Riss in der Wand der Hauptschlagader) erlitten haben. • wenn bei Ihnen undichte Herzklappen (Herzklappeninsuffizienz) diagnostiziert wurden. • wenn in Ihrer Familiengeschichte Aortenaneurysmen oder Aortendissektionen oder angeborene Herzklappenfehler, oder sonstige Risikofaktoren oder vorbelastende Umstände bekannt sind (z. B. Bindegewebserkrankungen wie das Marfan-Syndrom oder die Ehlers-Danlos Krankheit, Turner-Syndrom, Sjögren-Syndrom [eine entzündliche Autoimmunkrankheit], oder vaskuläre Störungen wie Takayasu-Arteriitis, Riesenzellarteriitis, Behçet-Krankheit, Bluthochdruck oder bekannte Atherosklerose, rheumatoide Arthritis [Erkrankung der Gelenke] oder Endokarditis [Herzinnenhautentzündung]). • wenn bei Ihnen jemals nach der Anwendung von Levofloxacin ein schwerer Hautausschlag oder Hautablösung, Blasenbildung und/oder Geschwüre im Mund aufgetreten sind.

Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob eine der oben aufgeführten Aussagen auf Sie zutrifft, sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt oder Ihrem Apotheker, bevor Sie Levofloxacin ratiopharm einnehmen.

Sie sollten Fluorchinolon-/Chinolon-Antibiotika, einschließlich Levofloxacin ratiopharm nicht anwenden, wenn bei Ihnen in der Vergangenheit bei Anwendung von Chinolonen oder Fluorchinolonen eine schwerwiegende Nebenwirkung aufgetreten ist. In diesem Fall sollten Sie sich so schnell wie möglich an Ihren Arzt wenden.

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie Levofloxacin ratiopharm einnehmen: - Wenn Sie plötzlich starke Schmerzen im Bauch, im Brustbereich oder im Rücken verspüren, die die Symptome eines Aortenaneurysmas (Ausbeulung der Aortenwand) und einer Dissektion (Aufspaltung der Schichten der Aortenwand) sein können, begeben Sie sich sofort in eine Notaufnahme. Ihr Risiko kann bei gleichzeitiger Behandlung mit systemischen Kortikosteroiden erhöht sein. - Sollten Sie plötzlich unter Atemnot leiden, besonders, wenn Sie flach in Ihrem Bett liegen, oder eine Schwellung Ihrer Fußgelenke, Füße oder des Bauchs bemerken, oder neu auftretendes Herzklopfen verspüren (Gefühl von schnellem oder unregelmäßigem Herzschlag), sollten Sie unverzüglich einen Arzt benachrichtigen. - Schmerzen und Schwellungen in den Gelenken und Entzündungen oder Risse der Sehnen können selten auftreten. Das Risiko hierfür ist bei Ihnen erhöht, wenn Sie älter sind (über 60 Jahre), ein Organtransplantat erhalten haben, unter Nierenproblemen leiden oder wenn Sie gleichzeitig mit Kortikosteroiden behandelt werden. Entzündungen und Risse der Sehnen können innerhalb der ersten 48 Stunden nach Behandlungsbeginn und sogar noch bis zu mehrere Monate nach Absetzen der -Behandlung auftreten. Beim ersten Anzeichen von Schmerz oder Entzündung einer Sehne (zum Beispiel in Fußknöchel, Handgelenk, Ellenbogen, Schulter oder Knie) beenden Sie die Anwendung von Levofloxacin ratiopharm, wenden Sie sich an Ihren Arzt und stellen Sie den schmerzenden Bereich ruhig. Vermeiden Sie jede unnötige Bewegung, da dies das Risiko eines Sehnenrisses erhöhen kann. - Selten können bei Ihnen Symptome einer Nervenschädigung (Neuropathie) auftreten, wie Schmerzen, Brennen, Kribbeln, Taubheitsgefühl und/oder Schwäche, insbesondere in den Füßen und Beinen oder Händen und Armen. Beenden Sie in diesem Fall die Anwendung von Levofloxacin ratiopharm und informieren Sie umgehend Ihren Arzt, um die Entstehung einer möglicherweise bleibenden Schädigung zu vermeiden. - Konsultieren Sie umgehend einen Augenspezialisten, wenn Ihre Sehkraft beeinträchtigt wird oder Ihre Augen anderweitig beeinträchtigt scheinen (siehe Abschnitt: „Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen“ und Abschnitt 4). - Chinolon-Antibiotika können sowohl einen Anstieg Ihres Blutzuckerspiegels über den Normalwert (Hyperglykämie) als auch eine Senkung Ihres Blutzuckerspiegels unter den Normalwert (Hypoglykämie) verursachen, was in schwerwiegenden Fällen möglicherweise zu Bewusstlosigkeit (hypoglykämisches Koma) führen kann (siehe Abschnitt 4). Das ist wichtig für Patienten mit Diabetes. Wenn Sie Diabetiker sind, sollte Ihr Blutzuckerspiegel sorgfältig überwacht werden. - Wenn bei Ihnen plötzliche, unwillkürliche Zuckungen, Muskelzuckungen oder Muskelkontraktionen auftreten, suchen Sie sofort einen Arzt auf, da dies Anzeichen einer Myoklonie sein können. Möglicherweise muss Ihr Arzt die Behandlung mit Levofloxacin abbrechen und eine passende Therapie beginnen. - Wenn bei Ihnen Müdigkeit, Hautblässe, Blutergüsse, unkontrollierte Blutungen, Fieber, Halsschmerzen und eine schwerwiegende Verschlechterung Ihres Allgemeinzustands auftreten oder Sie das Gefühl haben, dass Ihre Widerstandsfähigkeit gegen Infektionen vermindert sein könnte, suchen Sie sofort einen Arzt auf, da dies Anzeichen für Bluterkrankungen sein können. Ihr Blut ist von Ihrem Arzt mit einem Blutbild zu überwachen. Im Falle eines auffälligen Blutbilds muss Ihr Arzt die Behandlung möglicherweise abbrechen.

Schwerwiegende Hautreaktionen Im Zusammenhang mit einer Levofloxacin-Anwendung wurde über schwerwiegende Hautreaktionen, einschließlich Stevens-Johnson-Syndrom, toxische epidermale Nekrolyse und Arzneimittelreaktion mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS), berichtet.

- Stevens-Johnson-Syndrom/toxische epidermale Nekrolyse kann zunächst als rötliche, schießscheibenartige oder kreisförmige Flecken am Körperstamm, oft mit einer Blase in der Mitte, auftreten. Außerdem können Geschwüre in Mund, Rachen, Nase, im Genitalbereich und an den Augen (gerötete und geschwollene Augen) auftreten. Diesen schwerwiegenden Hautausschlägen gehen oft Fieber und/oder grippeähnliche Symptome voraus. Die Ausschläge können sich zu einer großflächigen Hautablösung und lebensbedrohlichen Komplikationen entwickeln oder tödlich verlaufen.

- DRESS äußert sich zunächst durch grippeähnliche Symptome und Hautausschlag im Gesicht, dann durch einen ausgedehnten Hautausschlag und hohe Körpertemperatur, erhöhte Leberenzymwerte in Blutuntersuchungen, Zunahme einer bestimmten Art weißer Blutkörperchen (Eosinophilie) und vergrößerte Lymphknoten.

Falls Sie einen schwerwiegenden Ausschlag oder ein anderes dieser Hautsymptome entwickeln, wenden Sie Levofloxacin nicht weiter an und wenden Sie sich sofort an Ihren Arzt oder suchen Sie umgehend einen Arzt auf.

Anhaltende, die Lebensqualität beeinträchtigende und möglicherweise bleibende schwerwiegende Nebenwirkungen Fluorchinolon-/Chinolon-Antibiotika, einschließlich Levofloxacin ratiopharm wurden mit sehr seltenen, aber schwerwiegenden Nebenwirkungen in Verbindung gebracht, von denen einige lang anhaltend (über Monate oder Jahre andauernd), die Lebensqualität beeinträchtigend oder möglicherweise bleibend sind. Dazu gehören Sehnen-, Muskel- und Gelenkschmerzen der oberen und unteren Gliedmaßen, Schwierigkeiten beim Gehen, ungewöhnliche Empfindungen wie Kribbeln, Prickeln, Kitzeln, Taubheitsgefühl oder Brennen (Parästhesie), sensorische Störungen einschließlich Beeinträchtigung des Seh-, Geschmacks-, Riech- und Hörvermögens, Depression, eingeschränktes Erinnerungsvermögen, starke Ermüdung und starke Schlafstörungen.

Wenn Sie bei Anwendung von Levofloxacin ratiopharm eine dieser Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich sofort an Ihren Arzt, bevor Sie mit der Behandlung fortfahren. Sie und Ihr Arzt werden entscheiden, ob die Behandlung fortgesetzt werden soll, möglicherweise auch mit einem Antibiotikum aus einer anderen Wirkstoffgruppe.

Kinder und Jugendliche Dieses Arzneimittel darf Kindern und Jugendlichen nicht verabreicht werden.

Einnahme von Levofloxacin ratiopharm zusammen mit anderen Arzneimitteln Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden. Denn Levofloxacin ratiopharm kann die Wirkweise anderer Arzneimittel beeinflussen. Umgekehrt können einige Arzneimittel die Wirkweise von Levofloxacin ratiopharm beeinflussen.

Informieren Sie bitte Ihren Arzt insbesondere, wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel einnehmen. Denn wenn Sie diese Arzneimittel gemeinsam mit Levofloxacin ratiopharm einnehmen, ist das Risiko von Nebenwirkungen erhöht: - Kortikosteroide, die manchmal auch als Steroide bezeichnet werden – diese werden bei

Entzündungen eingesetzt. Die Gefahr einer Sehnenentzündung oder eines Sehnenrisses kann dadurch erhöht sein.

- Warfarin – wird zur Blutverdünnung verwendet. Die Wahrscheinlichkeit einer Blutung kann erhöht sein. Ihr Arzt muss gegebenenfalls regelmäßige Blutuntersuchungen durchführen, um zu überprüfen, wie gerinnungsfähig Ihr Blut ist.

- Theophyllin – wird bei chronischen Atemwegserkrankungen eingesetzt. Die Wahrscheinlichkeit, dass bei Ihnen ein Krampfanfall auftritt, ist bei gleichzeitiger Einnahme von Levofloxacin ratiopharm größer.

- Nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR) wie zum Beispiel Acetylsalicylsäure, Ibuprofen, Fenbufen, Ketoprofen und Indometacin, die bei Schmerzen und Entzündungen verwendet werden. Die Wahrscheinlichkeit, dass bei Ihnen ein Krampfanfall auftritt, ist bei gleichzeitiger Einnahme von Levofloxacin ratiopharm größer.

- Ciclosporin - wird nach Organtransplantationen angewendet. Die Wahrscheinlichkeit, dass bei Ihnen Nebenwirkungen von Ciclosporin auftreten, ist erhöht.

- Arzneimittel, die bekanntermaßen Ihren Herzrhythmus verändern: Arzneimittel gegen Herzrhythmusstörungen (Antiarrhythmika wie z. B. Chinidin, Hydrochinidin, Disopyramid, Amiodaron, Sotalol, Dofetilid, Ibutilid), gegen Depressionen (trizyklische Antidepressiva wie z. B. Amitriptylin und Imipramin), gegen bakterielle Infektionen (bestimmte Antibiotika aus der Gruppe der Makrolide wie z. B. Erythromycin, Azithromycin und Clarithromycin), gegen psychiatrische Erkrankungen (bestimmte Antipsychotika).

- Probenecid zur Behandlung der Gicht. Ihr Arzt möglicherweise die Dosis verringern, wenn Sie eine eingeschränkte Nierenfunktion haben, wird.

- Cimetidin: wird zur Behandlung von Magengeschwüren und Sodbrennen verwendet. Ihr Arzt wird möglicherweise die Dosis verringern, wenn Sie eine eingeschränkte Nierenfunktion haben.

Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn einer der oben genannten Punkte auf Sie zutrifft.

Nehmen Sie Levofloxacin ratiopharm nicht gleichzeitig mit den folgenden Arzneimitteln ein. Denn diese können die Wirkweise von Levofloxacin ratiopharm beeinflussen: - Eisentabletten (bei Blutarmut), Zinkpräparate, magnesium- oder aluminiumhaltige Antazida (bei

Sodbrennen), Didanosin oder Sucralfat (bei Magengeschwüren). Siehe unten unter Abschnitt 3 „Wenn Sie bereits Eisentabletten, Zinkpräparate, Antazida, Didanosin oder Sucralfat einnehmen“.

Urintest zum Nachweis von Opiaten Bei Personen, die Levofloxacin ratiopharm einnehmen, können Urintests zum Nachweis von starken Schmerzmitteln, die als „Opiate“ bezeichnet werden, „falsch positive“ Ergebnisse liefern. Wenn Ihr Arzt bei Ihnen einen Urintest durchführen muss, teilen Sie ihm bitte mit, dass Sie zurzeit Levofloxacin ratiopharm einnehmen.

Tuberkulose-Test Das Arzneimittel kann bei bestimmten Tests zum Nachweis von Tuberkulose-Erregern „falsch negative“ Ergebnisse zur Folge haben.

Schwangerschaft und Stillzeit Sie dürfen Levofloxacin ratiopharm Filmtabletten nicht einnehmen:

- wenn Sie schwanger sind, schwanger werden könnten oder glauben, schwanger zu sein. - wenn Sie stillen oder planen, Ihr Kind zu stillen.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Achtung: Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit und die Verkehrstüchtigkeit beeinträchtigen.

Nach der Einnahme dieses Arzneimittels können bei Ihnen Nebenwirkungen auftreten; hierzu gehören Benommenheit, Schläfrigkeit, Schwindelgefühl oder Veränderungen der Sehfähigkeit. Einige dieser Nebenwirkungen können Ihre Konzentrationsfähigkeit und Ihre Reaktionsgeschwindigkeit beeinträchtigen. Wenn dies der Fall ist, dürfen Sie weder ein Fahrzeug lenken noch Tätigkeiten ausführen, die ein hohes Maß an Aufmerksamkeit benötigen.

Levofloxacin ratiopharm enthält Natrium Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Filmtablette, d.h. es ist nahezu „natriumfrei“.

3. Wie ist Levofloxacin ratiopharm einzunehmen?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Einnahme dieses Arzneimittels - Nehmen Sie diese Filmtabletten über den Mund ein. - Die Filmtabletten werden unzerkaut mit ausreichend Wasser geschluckt. - Die Filmtabletten können zu den Mahlzeiten und jederzeit zwischen den Mahlzeiten eingenommen werden.

Schützen Sie Ihre Haut vor Sonnenlicht Halten Sie sich von direkter Sonneneinstrahlung fern, solange Sie dieses Arzneimittel einnehmen und noch 2 Tage nach Behandlungsende. Der Grund dafür ist, dass die Haut für Sonnenlicht wesentlich empfindlicher wird und möglicherweise brennt, kribbelt oder stark Blasen bildet, wenn Sie nicht die folgenden Vorsichtsmaßnahmen ergreifen:

  • Achten Sie darauf, eine Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor zu verwenden.
  • Tragen Sie immer einen Hut und Kleidung, die Ihre Arme und Beine bedeckt.
  • Vermeiden Sie künstliche UV-Strahlung (Solarium).

Wenn Sie bereits Eisentabletten, Zinkpräparate, Antazida, Didanosin oder Sucralfat einnehmen, - dürfen Sie diese Arzneimittel nicht gleichzeitig mit Levofloxacin ratiopharm einnehmen. Nehmen Sie Ihre Dosis dieser Arzneimittel mindestens 2 Stunden vor oder nach den Levofloxacin ratiopharm ein.

Wie viel ist einzunehmen? - Ihr Arzt wird bestimmen, wie viele Levofloxacin ratiopharm Filmtabletten Sie einnehmen sollen. - Die Dosis ist abhängig von der Art Ihrer Infektion und wo sich die Infektion in Ihrem Körper befindet. - Die Dauer Ihrer Behandlung hängt davon ab, wie schwerwiegend Ihre Infektion ist. - Wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung Ihres Arzneimittels zu schwach oder zu stark ist, dürfen Sie die Dosis nicht selbst ändern, sondern fragen bitte Ihren Arzt

Erwachsene und ältere Patienten Infektionen der Nebenhöhlen

- 2 Filmtabletten Levofloxacin ratiopharm 250 mg, einmal täglich - oder 1 Filmtablette Levofloxacin ratiopharm 500 mg, einmal täglich

Infektionen der Bronchien bei Patienten mit chronischen Atemwegserkrankungen - 2 Filmtabletten Levofloxacin ratiopharm 250 mg, einmal täglich - oder 1 Filmtablette Levofloxacin ratiopharm 500 mg, einmal täglich

Lungenentzündung - 2 Filmtabletten Levofloxacin ratiopharm 250 mg, ein- oder zweimal täglich - oder 1 Filmtablette Levofloxacin ratiopharm 500 mg, ein- oder zweimal täglich

Infektionen der Harnwege, einschließlich Nieren und Harnblase

- 1 oder 2 Filmtabletten Levofloxacin ratiopharm 250 mg, einmal täglich - oder ½ oder 1 Filmtablette Levofloxacin ratiopharm 500 mg, einmal täglich

Infektionen der Prostata - 2 Filmtabletten Levofloxacin ratiopharm 250 mg, einmal täglich - oder 1 Filmtablette Levofloxacin ratiopharm 500 mg, einmal täglich

Infektionen von Haut und Unterhautgewebe, einschließlich Muskeln - 2 Filmtabletten Levofloxacin ratiopharm 250 mg, ein- oder zweimal täglich - oder 1 Filmtablette Levofloxacin ratiopharm 500 mg, ein- oder zweimal täglich

Erwachsene und ältere Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion Ihr Arzt muss Ihnen gegebenenfalls eine niedrigere Dosierung verordnen.

Wenn Sie eine größere Menge von Levofloxacin ratiopharm eingenommen haben, als Sie sollten Wenn Sie versehentlich mehr Filmtabletten eingenommen haben, als Sie sollten, informieren Sie einen Arzt oder suchen Sie sofort ärztliche Hilfe auf. Nehmen Sie die Arzneimittelschachtel mit, damit der Arzt weiß, was Sie eingenommen haben. Es können folgende Wirkungen eintreten: Krampfanfälle, Verwirrtheitsgefühl, Schwindel/Benommenheit, Bewusstseinstrübung, Zittern und Herzprobleme – diese führen zu unregelmäßigem Herzschlag und zu Übelkeit oder Magenbeschwerden.

Wenn Sie die Einnahme von Levofloxacin ratiopharm vergessen haben Wenn Sie die Einnahme Ihrer Tablette vergessen haben, nehmen Sie diese ein, sobald Sie dies bemerken, sofern nicht schon die nächste Dosis eingenommen werden soll. Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

Wenn Sie die Einnahme von Levofloxacin ratiopharm abbrechen Brechen Sie die Verabreichung von Levofloxacin ratiopharm nicht ab, nur weil Sie sich wieder besser fühlen. Es ist wichtig, dass Sie die Behandlung mit den Filmtabletten durchführen, wie vom Arzt verordnet. Wenn Sie die Filmtabletten zu früh absetzen, kann die Infektion gegebenenfalls erneut auftreten, Ihr Zustand kann sich verschlimmern oder die Bakterien können gegen das Arzneimittel resistent werden.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker oder das medizinische Fachpersonal.

4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen. Diese Nebenwirkungen sind in der Regel leicht oder mittelschwer ausgeprägt und klingen häufig nach kurzer Zeit wieder ab.

Brechen Sie die Einnahme von Levofloxacin ratiopharm ab und suchen Sie sofort einen Arzt oder ein Krankenhaus auf, wenn Sie folgende Nebenwirkungen bemerken:

Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Anwendern betreffen) • Allergische Reaktionen. Hierzu gehören u. a.: Hautausschlag, Schluck- oder Atembeschwerden, Schwellungen im Bereich von Lippen, Gesicht, Rachen oder Zunge (Angioödem).

Brechen Sie die Einnahme von Levofloxacin ratiopharm ab und suchen Sie sofort einen Arzt auf, wenn Sie folgende schwerwiegende Nebenwirkungen bemerken – möglicherweise benötigen Sie dringend eine ärztliche Behandlung:

Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen) • Schmerzen und Entzündungen der Sehnen oder Bänder mit der Möglichkeit des Zerreißens. Die

Achillessehne ist am häufigsten betroffen.

  • Krampfanfälle.
  • Sehen oder Hören von Dingen, die nicht wirklich vorhanden sind (Halluzinationen, Paranoia).
  • Niedergeschlagenheit, psychische Störungen, Unruhegefühl (Agitiertheit), ungewöhnliche

Träume, Albträume.

  • Großflächiger Hautausschlag, hohe Körpertemperatur, erhöhte Leberenzymwerte, Blutanomalien (Eosinophilie), vergrößerte Lymphknoten oder Beteiligung anderer Körperorgane (Arzneimittelreaktion mit Eosinophilie und systemischen Symptomen, auch als DRESS oder Arzneimittel-Hypersensitivitätssyndrom bekannt). Siehe Abschnitt 2.
  • Syndrom, das mit einer beeinträchtigten Wasserausscheidung und einem niedrigen Natriumspiegel assoziiert ist (SIADH).
  • Abfallen des Blutzuckerspiegels (Hypoglykämie) oder Abfallen des Blutzuckerspiegels bis zum Koma (hypoglykämisches Koma). Dies ist für Diabetiker von besonderer Bedeutung. Siehe Abschnitt 2.

Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar):

  • Schwerwiegende Hautausschläge einschließlich Stevens-Johnson-Syndrom und toxische epidermale Nekrolyse. Diese können als rötliche, schießscheibenartige oder kreisförmige Flecken am Körperstamm, oft mit einer Blase in der Mitte, Ablösung der Haut, Geschwüre in Mund, Rachen, Nase, im Genitalbereich und an den Augen auftreten; es können Fieber und grippeähnliche Symptome vorausgehen. Siehe auch Abschnitt 2.
  • Appetitverlust, gelbe Verfärbung von Haut und Augen, dunkel gefärbter Urin, Juckreiz oder druckempfindlicher Bauch. Dies können Anzeichen einer Lebererkrankung sein, die auch ein tödlich verlaufendes Leberversagen beinhalten kann.
  • Wässrige Durchfälle, gegebenenfalls mit Blutspuren, möglicherweise mit Magenkrämpfen und Fieber. Dies könnten Anzeichen einer schweren Darmerkrankung sein.
  • Brennen, Kribbeln, Schmerzen oder Taubheitsgefühl. Hierbei kann es sich um Anzeichen einer Erkrankung handeln, die als „Neuropathie“ bezeichnet wird.
  • Veränderung in Ihren Meinungen und Gedanken (psychotische Reaktionen) mit der Gefahr des Auftretens von Suizidgedanken oder suizidalen Handlungen,

Konsultieren Sie umgehend einen Augenspezialisten, wenn Ihre Sehkraft beeinträchtigt wird oder Ihre Augen anderweitig beeinträchtigt scheinen (siehe Abschnitt2 „Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie Levofloxacin ratiopharm einnehmen" und „Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen“).

Sehr seltene Fälle von langanhaltenden (über Monate oder Jahre andauernden) oder dauerhaften Nebenwirkungen wie Sehnenentzündungen, Sehnenrisse, Gelenkschmerzen, Gliederschmerzen, Schwierigkeiten beim Gehen, ungewöhnliche Empfindungen wie Kribbeln, Prickeln, Kitzeln, Brennen, Taubheitsgefühl oder Schmerzen (Neuropathie), Depression, Ermüdung, Schlafstörungen, eingeschränktes Erinnerungsvermögen sowie Beeinträchtigung des Hör-, Seh-, Geschmacks- und Riechvermögens wurden mit der Anwendung von Chinolon- und Fluorchinolon-Antibiotika in Verbindung gebracht, in einigen Fällen unabhängig von bereits bestehenden Risikofaktoren.

Fälle der Erweiterung und Schwächung der Aortenwand oder Einrisse der Aortenwand (Aneurysmen und Dissektionen), die reißen können und tödlich sein können, sowie Fälle undichter Herzklappen wurden bei Patienten, die Fluorchinolone einnahmen, berichtet. Siehe auch Abschnitt 2.

Informieren Sie bitte Ihren Arzt, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder länger als ein paar Tage dauert:

Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)

  • Schlafstörungen,
  • Kopfschmerzen, Schwindel,
  • Unwohlsein (Übelkeit, Erbrechen) und Durchfall,
  • Anstieg mancher Leberwerte in Ihrem Blut.

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)

  • Vermehrung anderer Bakterien oder Pilze, Infektionen durch Candida-Pilze, möglicherweise behandlungsbedürftig,
  • Änderungen der Zahl der weißen Blutkörperchen (Leukopenie, Eosinophilie), die sich bei den Ergebnissen entsprechender Blutuntersuchungen zeigen,
  • Stressgefühl (Angst), Verwirrtheit, Nervosität, Schläfrigkeit, Zittern, Schwindelgefühl (Drehschwindel),
  • Kurzatmigkeit (Dyspnoe),
  • Änderungen der Geschmackswahrnehmung, Appetitverlust, Magenverstimmung oder Verdauungsstörungen (Dyspepsie), Schmerzen in der Magengegend, Blähungen oder Verstopfung,
  • Juckreiz und Hautausschlag, starker Juckreiz oder Nesselsucht (Urtikaria), vermehrtes Schwitzen (Hyperhidrose),
  • Gelenk- oder Muskelschmerzen,
  • Blutuntersuchungen zeigen ungewöhnliche Ergebnisse aufgrund von Leber- (erhöhte Bilirubinwerte) oder Nierenerkrankungen (erhöhte Kreatininwerte), • allgemeine Schwäche.

Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen)

  • Neigung zu Blutergüssen und Blutungen, aufgrund eines Abfalls der Zahl der Blutplättchen (Thrombozytopenie), • niedrige Zahl weißer Blutkörperchen (Neutropenie), • übertriebene Immunantwort (Hypersensitivität),
  • Kribbelgefühl in Händen und Füßen (Parästhesien),
  • Hörstörungen (Tinnitus) oder Sehstörungen (verschwommen sehen), • ungewöhnlich schneller Herzschlag (Tachykardie) oder niedriger Blutdruck (Hypotonie),
  • Muskelschwäche. Dies ist von besonderer Bedeutung für Patienten mit Myasthenia gravis (einer seltenen Erkrankung des Nervensystems),
  • Nierenfunktionsstörungen und manchmal Nierenversagen aufgrund einer allergischen Reaktion der Nieren (so genannte interstitielle Nephritis),
  • Fieber.
  • Scharf abgegrenzte, rötliche Flecken mit/ohne Blasenbildung, die sich innerhalb von Stunden nach der Levofloxacin-Anwendung entwickeln und nach der Entzündungsphase mit verbleibender Überpigmentierung abheilen; nach erneuter Levofloxacin-Anwendung treten sie in der Regel wieder an der gleichen Stelle der Haut oder Schleimhaut auf.
  • Gedächtnisschwäche

Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)

  • Abfall der Zahl der roten Blutkörperchen (Anämie): aufgrund einer Schädigung der roten Blutkörperchen kann die Haut blass oder gelb werden, Abfall der Zahl aller Arten von Blutzellen (Panzytopenie),
  • Das Knochenmark stellt die Produktion neuer Blutzellen ein, was Müdigkeit, eine geringere Fähigkeit zur Abwehr von Infektionen und unkontrollierten Blutungen (Knochenmarksversagen) verursachen kann

• Fieber, Halsschmerzen und allgemeines, anhaltendes Krankheitsgefühl. Dies ist möglicherweise auf eine Verringerung der Zahl weißer Blutkörperchen (Agranulozytose) zurückzuführen,

• Kreislaufkollaps (Anaphylaxie-ähnlicher Schock), • erhöhte Blutzuckerwerte (Hyperglykämie). Dies ist für Diabetiker von besonderer Bedeutung.

Siehe Abschnitt 2.

  • Änderungen der Geruchswahrnehmung, Verlust des Geruchs- oder Geschmackssinnes (Parosmie, Anosmie, Ageusie), • sich sehr aufgeregt, begeistert, aufgewühlt oder überschwänglich fühlen (Manie)
  • Beschwerden beim Bewegen und Gehen (Dyskinesie, extrapyramidale Störungen), • vorübergehender Verlust des Bewusstseins oder der Körperhaltung (Synkope), • vorübergehender Verlust der Sehfähigkeit, Augenentzündung
  • Verminderung oder Verlust des Gehörs, • anormal schneller Herzrhythmus, lebensbedrohlicher, unregelmäßiger Herzschlag, einschließlich Herzstillstand, Veränderung des Herzrhythmus (Verlängerung des QTIntervalls, sichtbar im EKG, einer elektrischen Aufzeichnung der Herzaktivität),
  • Schwierigkeiten beim Atmen oder pfeifende Atmung (Bronchospasmus), • allergische Reaktionen der Lunge,
  • Entzündung der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis),
  • Entzündung der Leber (Hepatitis), • erhöhte Empfindlichkeit Ihrer Haut für Sonne und ultraviolettes Licht (UV-Licht) (Photosensibilität), dunklere Hautbereiche (Hyperpigmentierung)
  • Entzündung der Blutgefäße aufgrund einer allergischen Reaktion (Vaskulitis),
  • Entzündung der Mundschleimhaut (Stomatitis),
  • Muskelriss und Muskelzerfall (Rhabdomyolyse),
  • Rötung und Schwellung des Gelenks (Arthritis),
  • Schmerzen, einschließlich Rücken-, Brust- und Gliederschmerzen, • plötzliche unwillkürliche Zuckungen, Muskelzuckungen oder Muskelanspannungen (Myoklonie)
  • Porphyrieanfälle bei Patienten, die bereits an einer Porphyrie leiden (eine sehr seltene Stoffwechselkrankheit). • anhaltende Kopfschmerzen mit oder ohne Verschwommensehen (benigne intrakranielle Hypertonie).

Meldung von Nebenwirkungen Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das nationale Meldesystem anzeigen:

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen Traisengasse 5 1200 WIEN ÖSTERREICH Fax: + 43 (0) 50 555 36207 Website: http://www.basg.gv.at/

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5. Wie ist Levofloxacin ratiopharm aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und der Blisterfolie nach „verwendbar bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

6. Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Levofloxacin ratiopharm n enthält

  • Der Wirkstoff ist Levofloxacin Hemihydrat, entsprechend 250 mg Levofloxacin.
  • Die sonstigen Bestandteile sind:

Kern: Siliciumdioxid (hochdispers, wasserfrei); Hydroxypropylcellulose, CarboxymethylstärkeNatrium (Typ A), Talkum, Croscarmellose-Natrium, Magnesiumstearat.

Überzug: Hypromellose, Titandioxid, Macrogol 400, Polysorbat 80, rotes Eisenoxid

Wie Levofloxacin ratiopharm aussieht und Inhalt der Packung - Terrakotta-rosafärbige, kapselförmige Filmtablette mit einer Bruchkerbe, geprägt mit „LX“ auf der linken Seite und „250“ auf der rechten Seite der Kerbe. Die andere Seite der Tablette hat eine Bruchkerbe und ist glatt. Die Tablette kann in gleiche Dosen geteilt werden. - Packungsgrößen: 1, 2, 3, 5, 7, 10, 30, 50, 50 (5x10) und 200 (20x10) Tabletten.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer TEVA B.V. Swensweg 5 2031 GA Haarlem Tel.-Nr.: +43/1/97007-0 Fax-Nr.: +43/1/97007-66 e-mail: info@ratiopharm.at

Hersteller Pharmachemie BV Swensweg 5, Postbus 552 2003 RN Haarlem Niederlande

Teva Pharmaceutical Works PLC Pallagi ut 13 4042 Debrecen Ungarn

Merckle GmbH

Ludwig-Merckle-Str. 3 89143 Blaubeuren Deutschland

Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedstaaten des Europäischen Wirtschaftsraums und im

Vereinigten Königreich (Nordirland) unter folgenden Namen zugelassen:

Österreich

Levofloxacin ratiopharm 250 mg Filmtabletten

Deutschland

Levofloxacin-ratiopharm 250 mg Filmtabletten

Italien

Levofloxacina Teva 250 mg compresse rivestite con film

Niederlande

Levofloxacine 250 PCH, filmomhulde tabletten 250 mg

Portugal

Levofloxacina Teva

Vereinigtes Königreich

(Nordirland)

Levofloxacin 250 mg Film-coated Tablets

Diese Gebrauchsinformation enthält nicht alle Angaben zu Ihrem Arzneimittel. Wenn Sie Fragen haben oder wenn Sie sich nicht sicher sind, fragen Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Z.Nr.: 1-28198

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im August 2024.

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