Was ist Morphinhydrochlorid Lannacher retard und wie wirkt es?
Morphinhydrochlorid Lannacher retard enthält den Wirkstoff Morphinhydrochlorid-Trihydrat und ist laut Gebrauchsinformation ein sehr starkes und wirksames Analgetikum, also ein Schmerzmittel. Angewendet wird es zur anhaltenden Linderung von starken und sehr starken andauernden Schmerzen, wenn andere Schmerzmittel nicht ausreichend wirksam sind; bei leichten Schmerzzuständen soll es nicht angewendet werden.
Der Zusatz „retard“ steht für die verzögerte Freisetzung: Die Filmtabletten setzen gleichmäßig über einen langen Zeitraum Wirkstoff frei, die schmerzstillende Wirkung ist dadurch verlängert, sodass das Mittel in Abständen von 12 Stunden eingenommen werden kann. Eine Filmtablette der Stärke 10 mg enthält 10 mg Morphinhydrochlorid-Trihydrat, entsprechend 7,59 mg Morphin; für die optimale Dosierung führt die Beilage außerdem die Stärken 30 mg, 60 mg, 100 mg und 200 mg auf. Es handelt sich um ein Opioid-Arzneimittel, dessen wiederholte Anwendung zu Gewöhnung (Toleranz) sowie zu Abhängigkeit, Missbrauch und Sucht führen kann.
Morphinhydrochlorid Lannacher retard vor einem Eingriff
Operationen nennt die Gebrauchsinformation an einer Stelle: Wenn Sie sich einer Operation unterziehen müssen, gehört die Information an die behandelnde Ärztin oder den behandelnden Arzt, dass Sie Morphinhydrochlorid Lannacher retard einnehmen. Eine Anweisung, das Mittel vor einem Eingriff abzusetzen oder zu pausieren, enthält die Beilage nicht. Sie hält vielmehr fest, dass die Behandlung nur nach ärztlicher Rücksprache beendet wird und dass ein plötzliches Absetzen von Morphin Entzugserscheinungen herbeiführen kann; wie eine Dosis langsam verringert wird, wird ärztlich besprochen.
Für die Narkose ist die Liste der Wechselwirkungen bedeutsam. Bei einer großen Anzahl an Arzneimitteln kann es zu Wechselwirkungen kommen, wodurch deren Wirkungen erheblich verändert werden können. Genannt sind unter anderem Narkosemittel bei Operationen und Zahnoperationen, Schlaf- und Beruhigungsmittel, muskelerschlaffende Arzneimittel, Blutdrucksenker, bestimmte Mittel gegen Übelkeit und Erbrechen, andere starke Schmerzmittel (Opioide) sowie Alkohol. Zu Beruhigungs- und Schlafmitteln wie Benzodiazepinen warnt die Beilage vor Benommenheit, Schwierigkeiten beim Atmen (Atemdepression) und Koma; das kann lebensbedrohend sein.
Zwei weitere Angaben gehören in die Vorbesprechung: Nach einer Behandlung mit MAO-Hemmern müssen laut Gebrauchsinformation zwei Wochen vergehen, bevor die Behandlung mit Morphinhydrochlorid Lannacher retard begonnen werden kann. Und die Wirkung einiger Arzneimittel zur Behandlung von Blutgerinnseln – Clopidogrel, Prasugrel, Ticagrelor – kann bei gleichzeitiger Einnahme mit Morphin verzögert und vermindert sein.
Nach dem Eingriff: Atmung, Übelkeit und Verstopfung
Sehr häufig sind Übelkeit und Verstopfung. Häufig nennt die Beilage Benommenheit, Schläfrigkeit, Schwindelgefühl, Verwirrtheit, Schlafstörungen, Müdigkeit und Erschöpfung, Kopfschmerzen, Bauchschmerzen, einen trockenen Mund und Erbrechen – Beschwerden, die gerade in den Tagen nach einem Eingriff auffallen können. Treten Übelkeit, Erbrechen und Verstopfung auf, verweist die Gebrauchsinformation auf das ärztliche Gespräch: Die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt verschreibt dann ein passendes Arzneimittel.
Der zweite Punkt ist die Atmung. Das größte Risiko bei einer Überdosierung ist eine Atemdämpfung, also Atembeschwerden bis zum Atemstillstand. Unabhängig davon kann das Mittel schlafbezogene Atemstörungen wie Schlafapnoe und eine schlafbezogene Hypoxämie verursachen; Anzeichen sind Atemaussetzer während des Schlafs, nächtliches Erwachen wegen Kurzatmigkeit, Durchschlafstörungen oder übermäßige Schläfrigkeit während des Tages. Werden solche Anzeichen bei Ihnen beobachtet, zieht die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt eine Verringerung der Dosis in Betracht.
Für die Schmerzbehandlung nach einem Eingriff ist bedeutsam, dass Morphinhydrochlorid Lannacher retard laut Beilage nicht mit anderen morphinartigen Schmerzmitteln wie Buprenorphin, Nalbuphin oder Pentazozin kombiniert werden darf. Bei Darmlähmung oder Verdacht auf Darmlähmung ist das Mittel laut Gebrauchsinformation sofort abzusetzen. Bei Blasenbildung, großflächig schuppiger Haut oder eitergefüllten Stellen zusammen mit Fieber verlangt die Gebrauchsinformation den sofortigen Abbruch der Anwendung und unverzügliche ärztliche Behandlung; solche Hautreaktionen treten üblicherweise innerhalb der ersten zehn Behandlungstage auf.
Häufige Fragen
Wie wird Morphinhydrochlorid Lannacher retard eingenommen? Die Dosierung hängt laut Gebrauchsinformation von der Schmerzintensität, vom Alter und von der Krankengeschichte ab und wird ärztlich angepasst; die passende Dosierung kontrolliert die Schmerzen für 12 Stunden. Für Erwachsene und Jugendliche über 12 Jahre nennt die Beilage als Anfangsdosis eine bis drei Filmtabletten zu 10 mg – entsprechend 10 bis 30 mg Morphinhydrochlorid-Trihydrat – 2-mal täglich, morgens und abends; der Zeitplan der Einnahme alle 12 Stunden ist genau einzuhalten. Die Tabletten werden als Ganzes mit einer ausreichenden Menge Flüssigkeit geschluckt, denn Teilen, Zerkleinern oder Auflösen zerstört die verzögerte Wirkstofffreisetzung und kann zu schweren Nebenwirkungen bis hin zu einer tödlichen Dosis Morphin führen.
Und wenn eine Einnahme vergessen wurde? Eine doppelte Menge sieht die Gebrauchsinformation dann nicht vor. Die normale Dosis wird eingenommen, sobald das Vergessen bemerkt wird; die nächste Einnahme folgt im Abstand von 12 Stunden.
Was passiert bei zu viel Morphinhydrochlorid Lannacher retard? Bei zu vielen eingenommenen Tabletten verweist die Beilage auf den sofortigen Kontakt zu einer Ärztin oder einem Arzt. Als Symptome einer Überdosierung nennt sie enge Pupillen, Beschwerden beim Atmen bis hin zur Atemlähmung, Blutdruckabfall, Kreislaufstörungen, Schock und Bewusstlosigkeit.
Dieser Text fasst zusammen, was die amtliche Gebrauchsinformation für Menschen vor und nach einem Eingriff bedeutet. Maßgeblich ist ihr vollständiger Wortlaut, der unten auf dieser Seite steht.
Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen. - Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen. - Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. - Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie. - Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.
Was in dieser Packungsbeilage steht 1. Was ist Morphinhydrochlorid Lannacher retard und wofür wird es angewendet? 2. Was sollten Sie vor der Einnahme von Morphinhydrochlorid Lannacher retard beachten? 3. Wie ist Morphinhydrochlorid Lannacher retard einzunehmen? 4. Welche Nebenwirkungen sind möglich? 5. Wie ist Morphinhydrochlorid Lannacher retard aufzubewahren? 6. Inhalt der Packung und weitere Informationen
1. Was ist Morphinhydrochlorid Lannacher retard und wofür wird es angewendet?
Morphinhydrochlorid Lannacher retard ist ein sehr starkes und wirksames Analgetikum (Schmerzmittel) und wird zur anhaltenden Linderung von starken und sehr starken andauernden Schmerzen verwendet, wenn andere Schmerzmittel nicht ausreichend wirksam sind. Es sollte nicht bei leichten Schmerzzuständen angewendet werden.
Morphinhydrochlorid Lannacher retard-Filmtabletten setzen gleichmäßig über einen langen Zeitraum Wirkstoff frei. Die schmerzstillende Wirkung ist verlängert, sodass Morphinhydrochlorid Lannacher retard in Abständen von 12 Stunden eingenommen werden kann.
2. Was sollten Sie vor der Einnahme von Morphinhydrochlorid Lannacher retard beachten?
Morphinhydrochlorid Lannacher retard darf nicht eingenommen werden, - wenn Sie allergisch gegen Morphin oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen
Bestandteile dieses Arzneimittels sind. - wenn Sie eine Erkrankung der Atemwege haben oder Ihre Atmung auf eine andere
Weise beeinträchtigt ist. - wenn die Schleimproduktion Ihrer Atemwege gestört ist. - wenn Sie unter Krampfanfällen leiden oder eine Kopfverletzung haben. - wenn bei Ihnen ein Darmverschluss vorliegt. - wenn bei Ihnen plötzlich Bauchschmerzen auftreten oder sie Verdauungsstörungen haben (verzögerte Entleerung des Magens). - wenn Sie eine Lebererkrankung haben. - wenn Sie Alkohol getrunken oder Schlaftabletten eingenommen haben.
Morphinhydrochlorid Lannacher retard darf Kindern unter 1 Jahr nicht gegeben werden.
Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Morphinhydrochlorid Lannacher retard einnehmen.
Morphinhydrochlorid Lannacher retard muss mit Vorsicht angewendet werden - wenn Sie eine eingeschränkte Atemfunktion haben. - wenn Sie eine eingeschränkte Leber- und/oder Nierenfunktion haben. - wenn Sie Herzprobleme haben. - wenn Sie gleichzeitig sogenannte MAO-Hemmer (bestimmte Arzneimittel zur
Behandlung von Depressionen) einnehmen oder in den letzten 2 Wochen eingenommen haben. - wenn Sie opiatabhängig sind oder waren. - wenn bei Ihnen erhöhter Hirndruck oder niedriger Blutdruck festgestellt wurde. - wenn Sie unter Bewusstseinsstörungen leiden. - wenn Sie eine Erkrankung der Gallenwege, eine Gallen- oder Harnleiterkolik haben. - wenn Ihre Bauchspeicheldrüse oder Ihr Darm entzündet ist. - wenn Sie eine vergrößerte Prostata haben. - wenn Ihre Nebennierenrinden nicht ausreichend funktionieren (z.B. bei der AddisonKrankheit). - wenn Sie ein Phäochromozytom (ein Tumor des Nebennierenmarks) haben. - wenn Sie ein älterer Patient sind.
Informieren Sie Ihren Arzt, dass Sie Morphinhydrochlorid Lannacher retard einnehmen, wenn Sie sich einer Operation unterziehen müssen.
Gewöhnung, Abhängigkeit und Sucht Dieses Arzneimittel enthält Morphin und ist ein Opioid-Arzneimittel. Die wiederholte Anwendung von Opioiden kann dazu führen, dass das Arzneimittel weniger wirksam wird (Sie gewöhnen sich daran, was als Toleranz bezeichnet wird). Die wiederholte Einnahme von Morphinhydrochlorid Lannacher retard kann auch zu Abhängigkeit, Missbrauch und Sucht führen, was zu einer lebensbedrohlichen Überdosierung führen kann. Das Risiko für diese Nebenwirkungen kann mit einer höheren Dosis und einer längeren Einnahmedauer steigen.
Bei einer Abhängigkeit oder Sucht haben Sie möglicherweise das Gefühl, dass Sie nicht mehr kontrollieren können, wie viel Arzneimittel Sie einnehmen müssen oder wie oft sie es einnehmen müssen. Das Risiko, abhängig oder süchtig zu werden, ist von Person zu Person unterschiedlich. Sie haben eventuell ein größeres Risiko, von Morphinhydrochlorid Lannacher retard abhängig oder danach süchtig zu werden, - wenn Sie oder ein Familienmitglied jemals Alkohol, verschreibungspflichtige Arzneimittel oder illegale Drogen missbraucht haben oder davon abhängig waren („Sucht“). - wenn Sie Raucher sind. - wenn Sie jemals psychische Probleme (Depression, Angststörung oder eine
Persönlichkeitsstörung) hatten oder wegen einer anderen psychischen Erkrankung von einem Psychiater behandelt wurden.
Wenn Sie während der Einnahme von Morphinhydrochlorid Lannacher retard eines der folgenden Anzeichen bemerken, könnte dies ein Hinweis darauf sein, dass Sie abhängig oder süchtig geworden sind: - Sie müssen das Arzneimittel länger einnehmen, als von Ihrem Arzt empfohlen. - Sie müssen mehr als die empfohlene Dosis einnehmen. - Sie nehmen dieses Arzneimittel aus anderen Gründen ein, als den Gründen, wegen denen es Ihnen verschrieben wurde, z.B. „um ruhig zu bleiben“ oder „um zu schlafen“. - Sie haben mehrere erfolglose Versuche unternommen, das Arzneimittel abzusetzen oder die Anwendung des Arzneimittels zu kontrollieren. - Wenn Sie das Arzneimittels nicht einnehmen, fühlen Sie sich unwohl und Sie fühlen sich besser, wenn Sie das Arzneimittel wieder einnehmen („Entzugserscheinungen“).
Wenn Sie eines oder mehrere dieser Anzeichen bei sich bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, um den für Sie besten Behandlungsweg zu besprechen, einschließlich der Frage, wann es am besten ist, das Arzneimittel abzusetzen und wie es sicher abgesetzt werden kann (siehe Abschnitt 3 „Wenn Sie die Einnahme von Morphinhydrochlorid Lannacher retard abbrechen“).
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn während der Anwendung von Morphinhydrochlorid Lannacher retard folgende Symptome bei Ihnen auftreten: - erhöhte Schmerzempfindlichkeit trotz der Tatsache, dass Sie höhere Dosen einnehmen (Hyperalgesie). Ihr Arzt wird entscheiden, ob Ihre Dosis geändert oder das starke Analgetikum („Schmerzmittel") umgestellt werden muss (siehe Abschnitt 3). - Schwäche, Erschöpfung, Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen oder niedriger Blutdruck. Dies kann ein Symptom einer zu geringen Produktion des Hormons Kortisol in den Nebennieren sein, und möglicherweise müssen Sie ein Hormonergänzungsmittel einnehmen. - Vermindertes sexuelles Verlangen, Erektionsstörungen, Ausbleiben der monatlichen Regelblutung. Dies kann auf eine verminderte Produktion von Sexualhormonen zurückzuführen sein.
Bei der Behandlung mit Morphinhydrochlorid Lannacher retard wurde über akute generalisierte exanthematische Pustulose (AGEP) berichtet. Beschwerden treten üblicherweise innerhalb der ersten 10 Behandlungstage auf. Informieren Sie Ihren Arzt, wenn bei Ihnen nach der Einnahme von Morphinhydrochlorid Lannacher retard oder anderen Opioiden ein schwerer Hautausschlag aufgetreten ist, die Haut sich abgelöst hat, sich Blasen gebildet und/oder sich wunde Stellen im Mund entwickelt haben. Beenden Sie die Einnahme von Morphinhydrochlorid Lannacher retard und wenden Sie sich sofort an einen Arzt, wenn Sie eine der folgenden Beschwerden bemerken: Blasenbildung, großflächig schuppige Haut oder eitergefüllte Stellen zusammen mit Fieber.
Schlafbezogene Atemstörungen Morphinhydrochlorid Lannacher retard kann schlafbezogene Atemstörungen wie Schlafapnoe (Atemaussetzer während des Schlafs) und schlafbezogene Hypoxämie (niedriger Sauerstoffgehalt des Blutes) verursachen. Zu den Anzeichen können Atemaussetzer während des Schlafs, nächtliches Erwachen wegen Kurzatmigkeit, Durchschlafstörungen oder übermäßige Schläfrigkeit während des Tages gehören. Wenn Sie selbst oder eine andere Person diese Anzeichen beobachten, wenden Sie sich an Ihren Arzt. Ihr Arzt wird eine Verringerung der Dosis in Betracht ziehen.
Wenden Sie sich an Ihren Arzt, wenn bei Ihnen starke Schmerzen im Oberbauch, die möglicherweise in den Rücken ausstrahlen, Übelkeit, Erbrechen oder Fieber auftreten, da dies Beschwerden sein könnten, die mit einer Entzündung der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis) und des Gallengangsystems in Verbindung stehen.
Bei Darmlähmung oder Verdacht auf Darmlähmung ist Morphinhydrochlorid Lannacher retard sofort abzusetzen.
Das plötzliche Absetzen von Morphin kann Entzugserscheinungen herbeiführen (siehe Abschnitt 3 „Wenn Sie die Einnahme von Morphinhydrochlorid Lannacher retard abbrechen“).
Wenn Sie über 65 Jahre alt sind oder Ihre Schilddrüse nicht richtig arbeitet (Unterfunktion) oder wenn die Tätigkeit Ihrer Leber oder Nieren stark eingeschränkt ist, wird Ihr Arzt Ihnen möglicherweise eine niedrigere Dosierung verordnen.
Wenn Sie ein Mann im zeugungsfähigen oder eine Frau im gebärfähigen Alter sind, dürfen Sie Morphinhydrochlorid Lannacher retard nur einnehmen, wenn die Verwendung von wirksamen Verhütungsmethoden gesichert ist (siehe „Schwangerschaft und Stillzeit“).
Die Anwendung des Arzneimittels Morphinhydrochlorid Lannacher retard kann bei DopingKontrollen zu positiven Ergebnissen führen.
Die Filmtabletten dürfen nicht aufgelöst und gespritzt werden. Die Tablettenbestandteile können Gewebeschädigung auslösen und zu Körnchen in der Lunge (Granulomen) führen. Missbrauch kann auch zu anderen Nebenwirkungen mit tödlichem Ausgang führen.
Einnahme von Morphinhydrochlorid Lannacher retard zusammen mit anderen Arzneimitteln Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.
Dies ist insbesondere dann wichtig, wenn Sie Rifampicin, z.B. zur Behandlung von Tuberkulose einnehmen.
Die gleichzeitige Anwendung von Morphinhydrochlorid Lannacher retard mit anderen Arzneimitteln kann zu einer gegenseitigen Verstärkung oder Abschwächung der Wirkung führen.
Vermeiden Sie die gleichzeitige Behandlung mit Morphinhydrochlorid Lannacher retard und MAOIs, wie Selegilin und Rasagilin (zur Behandlung der Parkinsonschen Krankheit) und Moclobemid (zur Behandlung von Depressionen). Wenn Sie mit MAOIs behandelt wurden, müssen zwei Wochen vergehen, bevor die Behandlung mit Morphinhydrochlorid Lannacher retard begonnen werden kann.
Bei einer großen Anzahl an Arzneimitteln kann es zu Wechselwirkungen mit Morphinhydrochlorid Lannacher retard kommen, wodurch deren Wirkungen erheblich verändert werden können. Zu diesen Arzneimitteln gehören: - Narkosemittel (bei Operationen und Zahnoperationen), - Schlafmittel und Beruhigungsmittel, - bestimmte Arzneimittel gegen psychische Erkrankungen (z.B. bei der Behandlung von
Depressionen oder Psychosen), - muskelerschlaffende Arzneimittel, - Blutdrucksenker, - bestimmte Arzneimittel gegen Übelkeit und Erbrechen, - bestimmte Arzneimittel gegen Allergien, - andere starke Schmerzmittel (Opioide), - Gabapentin oder Pregabalin zur Behandlung von Epilepsie und Schmerzen aufgrund von
Die gleichzeitige Anwendung von Morphinhydrochlorid Lannacher retard und Beruhigungsbzw. Schlafmitteln wie Benzodiazepinen oder verwandten Substanzen (z.B. bestimmte Arzneimittel gegen psychische Erkrankungen) kann zu Benommenheit, Schwierigkeiten beim Atmen (Atemdepression) und Koma führen und kann lebensbedrohend sein. Sprechen Sie daher mit ihrem Arzt, bevor Sie Morphinhydrochlorid Lannacher retard zusammen mit Beruhigungs- bzw. Schlafmitteln einnehmen. Die gemeinsame Anwendung darf nur dann in Betracht gezogen werden, wenn keine anderen Behandlungsmöglichkeiten gegeben sind.
Wenn Ihr Arzt jedoch Morphinhydrochlorid Lannacher retard zusammen mit Beruhigungsmitteln verschreibt, muss die Dosis und die Dauer der gemeinsamen Behandlung von Ihrem Arzt begrenzt werden.
Bitte informieren Sie Ihren Arzt über alle Beruhigungs- und Schlafmittel, die Sie einnehmen und befolgen Sie die Dosisempfehlung Ihres Arztes genau. Es könnte hilfreich sein, Freunde oder Verwandte darüber zu informieren, dass sie auf die oben genannten Anzeichen und Symptome achten sollen. Kontaktieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie solche Anzeichen bemerken.
Die Wirkung einiger Arzneimittel zur Behandlung von Blutgerinnseln (z.B. Clopidogrel, Prasugrel, Ticagrelor) können bei gleichzeitiger Einnahme mit Morphin verzögert und vermindert sein.
Folgende Arzneimittel können die Wirkung von Morphinhydrochlorid Lannacher retard beeinflussen - Arzneimittel zur Neutralisierung von Magensäure (Antazida). Ein mindestens zweistündiger Abstand zwischen der Einnahme der beiden Arzneimittel muss eingehalten werden. - Cimetidin (ein Arzneimittel, das die Freisetzung von Magensäure hemmt). - Monoaminoxidase-Hemmer (Arzneimittel gegen Depressionen). - Rifampicin (ein Mittel gegen Tuberkulose). - Clomipramin und Amitriptylin (bestimmte Mittel gegen Depressionen). - Anticholinergika (bestimmte Arzneimittel, die zur Behandlung verschiedener Erkrankungen eingesetzt werden, darunter chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD), Blasenleiden, Magen-Darm-Erkrankungen und Symptome der ParkinsonKrankheit).
Morphinhydrochlorid Lannacher retard darf nicht mit anderen morphinartigen Schmerzmitteln (z.B. Buprenorphin, Nalbuphin, Pentazozin) kombiniert werden.
Einnahme von Morphinhydrochlorid Lannacher retard zusammen mit Nahrungsmitteln, Getränken und Alkohol Morphinhydrochlorid Lannacher retard kann mit oder ohne Nahrung eingenommen werden.
Die Einnahme von Alkohol während der Behandlung mit Morphinhydrochlorid Lannacher retard kann zu verstärkter Schläfrigkeit führen oder das Risiko schwerwiegender Nebenwirkungen erhöhen, wie flache Atmung mit dem Risiko eines Atemstillstands und Bewusstseinsverlust. Es wird empfohlen, während der Einnahme von Morphinhydrochlorid Lannacher retard keinen Alkohol zu trinken.
Schwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsfähigkeit Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
Morphinhydrochlorid Lannacher retard darf während der Schwangerschaft nicht eingenommen werden.
Wird Morphinhydrochlorid Lannacher über einen längeren Zeitraum während der Schwangerschaft angewendet, besteht das Risiko, dass beim Neugeborenen Entzugssymptome (Abstinenzsymptome) auftreten. die durch einen Arzt behandelt werden sollten.
Die Anwendung während der Geburt wird wegen der Gefahr einer Beeinträchtigung der Atmung des Neugeborenen nicht empfohlen.
Die Anwendung während der Stillzeit wird nicht empfohlen, da der Wirkstoff Morphin in die Muttermilch übergeht.
Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen ! Achtung: Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit und Verkehrstüchtigkeit beeinträchtigen.
Besprechen Sie mit Ihrem Arzt, ob Sie Auto fahren oder Maschinen bedienen dürfen.
Morphinhydrochlorid Lannacher retard enthält Lactose Dieses Arzneimittel enthält Lactose (Milchzucker). Bitte nehmen Sie Morphinhydrochlorid Lannacher retard erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Zuckerunverträglichkeit leiden.
3. Wie ist Morphinhydrochlorid Lannacher retard einzunehmen?
Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.
Nehmen Sie die Tabletten als Ganzes mit einer ausreichenden Menge an Flüssigkeit (z.B. einem Glas Wasser) ein. Teilen, Zerkleinern oder Auflösen der Tabletten zerstört den Effekt der verzögerten Wirkstofffreisetzung und kann zu schweren Nebenwirkungen bis hin zu einer tödlichen Dosis Morphin führen.
Ihr Arzt wird vor Beginn der Behandlung und regelmäßig während der Behandlung mit Ihnen besprechen, was Sie von der Einnahme von Morphinhydrochlorid Lannacher retard erwarten können, wann und wie lange Sie es einnehmen müssen, wann Sie Ihren Arzt kontaktieren sollen und wann Sie das Arzneimittel absetzen müssen (siehe auch „Wenn Sie die Einnahme von Morphinhydrochlorid Lannacher retard abbrechen“ in diesem Abschnitt).
Dosierung Die Dosierung von Morphinhydrochlorid Lannacher retard ist abhängig von der Schmerzintensität, Ihrem Alter und Ihrer Krankengeschichte. Ihr Arzt wird diese Ihren Bedürfnissen entsprechend anpassen. Die passende Dosierung wird Ihre Schmerzen für 12 Stunden ohne oder mit tolerierbaren Nebenwirkungen kontrollieren.
Über die Dauer der Behandlung entscheidet Ihr Arzt.
Für die optimale Dosierung gibt es Morphinhydrochlorid Lannacher retard in den Stärken 10 mg, 30 mg, 60 mg, 100 mg und 200 mg.
Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie der Meinung sind, Morphinhydrochlorid Lannacher retard wirke zu stark oder zu schwach, sprechen Sie mit Ihrem Arzt.
Anwendung bei Kindern Die Anwendung von Morphinhydrochlorid Lannacher retard bei Kindern unter 12 Jahren wird aufgrund nicht ausreichender Erfahrungen nicht empfohlen.
Morphinhydrochlorid Lannacher retard darf Kindern unter 1 Jahr nicht gegeben werden.
Erwachsene und Jugendliche über 12 Jahre Als Anfangsdosis 1 bis 3 Morphinhydrochlorid Lannacher retard 10 mg-Filmtabletten (entsprechend 10 bis 30 mg Morphinhydrochlorid-Trihydrat) 2-mal täglich (morgens und abends). Der Zeitplan (Einnahme alle 12 Stunden) ist genau einzuhalten.
Bei Zunahme der Schmerzen oder Gewöhnung an die Morphindosis wird Ihr Arzt die Dosis erhöhen.
Morphinhydrochlorid Lannacher retard 60 / 100 / 200 mg-Filmtabletten sind als Anfangsdosis ungeeignet.
Ältere Patienten sowie Patienten mit eingeschränkter Leber- oder Nierenfunktion Ihr Arzt wird Ihnen zu Beginn eine niedrigere Dosierung verordnen.
Wenn Sie eine größere Menge von Morphinhydrochlorid Lannacher retard eingenommen haben, als Sie sollten Das größte Risiko bei einer Überdosierung mit Morphinhydrochlorid Lannacher retard ist eine Atemdämpfung (Atembeschwerden bis Atemstillstand). Bei Personen, die eine Überdosis bekommen haben, können außerdem Atembeschwerden auftreten, die zu Bewusstlosigkeit oder sogar zum Tod führen.
Kontaktieren Sie sofort einen Arzt, wenn Sie zu viele Tabletten eingenommen haben. Im Falle einer Überdosierung können folgende Symptome auftreten: enge Pupillen, Beschwerden beim Atmen bis hin zur Atemlähmung, Blutdruckabfall, Kreislaufstörungen, Schock und Bewusstlosigkeit. Bei Personen, die eine Überdosis bekommen haben, kann eine Lungenentzündung durch Einatmen von Erbrochenem oder Fremdkörpern auftreten; Symptome können Atemnot, Husten und Fieber sein.
Kontaktieren Sie sofort einen Arzt wenn Sie vermuten, dass ein Kind Morphinhydrochlorid Lannacher retard aus Versehen eingenommen haben könnte – warten Sie nicht so lange, bis Sie Anzeichen bemerken.
Wenn Sie die Einnahme von Morphinhydrochlorid Lannacher retard vergessen haben Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben. Nehmen Sie wie gewohnt Ihre normale Dosis ein, sobald Sie bemerken, dass Sie die Einnahme vergessen haben. Die nächste Einnahme folgt im Abstand von 12 Stunden.
Wenn Sie die Einnahme von Morphinhydrochlorid Lannacher retard abbrechen Beenden Sie die Behandlung mit Morphinhydrochlorid Lannacher nur nach Rücksprache mit Ihrem Arzt. Wenn Sie die Behandlung mit Morphinhydrochlorid Lannacher beenden möchten, fragen Sie Ihren Arzt, wie Sie die Dosis langsam verringern können, damit Sie Entzugserscheinungen vermeiden können.
Entzugserscheinungen können Körperschmerzen, Zittern, Durchfall, Bauchschmerzen, Übelkeit, grippeähnliche Symptome, schneller Herzschlag und große Pupillen sein.
Psychische Symptome sind ein ausgeprägtes Gefühl der Unzufriedenheit, Angst und Reizbarkeit.
Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?
Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Brechen Sie die Anwendung von Morphinhydrochlorid Lannacher retard ab und begeben Sie sich unverzüglich in ärztliche Behandlung, wenn Sie eine der folgenden Beschwerden bei sich bemerken: - Schwere Hautreaktionen mit Blasenbildung, großflächig schuppiger Haut, eitergefüllten
Stellen zusammen mit Fieber. Dies könnte eine Erkrankung sein, die als akute generalisierte exanthematische Pustulose (AGEP) bezeichnet wird. - Schwere allergische Reaktion, die Atemnot oder Schwindel verursacht.
Folgende Nebenwirkungen können auftreten:
Sehr Häufig (betrifft 1 von 10 Behandelten) - Übelkeit - Verstopfung
Häufig (betrifft 1 bis 10 Behandelte von
Verwirrtheit
Schlafstörungen
Schwindelgefühl
Benommenheit
Schläfrigkeit
Asthenie, Müdigkeit, Erschöpfung
Unwillkürliche Muskelzuckungen
Kopfschmerzen
Gesichtsrötung
Bauchschmerzen
Appetitlosigkeit
Trockener Mund
Erbrechen
100)
Wenn Übelkeit, Erbrechen und Verstopfung auftreten, sprechen Sie mit Ihrem Arzt. Er wird Ihnen ein passendes Arzneimittel verschreiben.
Gelegentlich (betrifft 1 bis 10 Behandelte von 1.000)
Hypersensitivität
Aufregung
Euphorie
Krämpfe
Parästhesien
Erhöhter Muskeltonus
Herzklopfen
Stimmungsschwankungen
Überdosierung kann zu Atemdepression führen
Krämpfe der Atemwege, Atembeschwerden
Beschwerden beim Harnlassen, Krämpfe der Harnleiter
Krämpfe der Gallengänge
Halluzinationen
Schwindel
Sehstörungen
Verschwommenes oder doppeltes Sehen, unwillkürliche
Erhöhte oder verringerte Herzfrequenz
Anstieg oder Abfall des Blutdrucks
Flüssigkeitsansammlung in der Lunge
Ileus
Dysgeusie
Dyspepsie
Kolik
Erhöhte hepatische Enzyme
Nesselsucht, Juckreiz
Flüssigkeitsansammlung in den Geweben (Ödeme) - allgemeines Schwächegefühl bis hin zur Ohnmacht
Augenbewegungen
Selten (betrifft 1 bis 10 Behandelte von 10.000)
Asthmaanfälle bei dafür anfälligen Patienten
Schlaflosigkeit - erhöhte Pankreasenzyme
- Beschwerden im Zusammenhang mit einer Entzündung der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis) und des Gallengangsystems, wie starke Schmerzen im Oberbauch, die möglicherweise in den Rücken ausstrahlen, Übelkeit, Erbrechen oder Fieber
- Nierenkolik
Sehr selten (betrifft weniger als 1 Behandelten von 10.000) - Syndrom der überschüssigen antidiuretischen Hormonsekretion (SIADH) (Symptome:
Übelkeit, Unwohlsein, Kopfschmerzen, Erschöpfung und in schweren Fällen kann es zu Krampfanfällen und Koma kommen) - Zittern - Exanthem - Schüttelfrost
Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar) - anaphylaktische/anaphylaktoide Reaktionen - Wahrnehmungsstörungen - Dysphorie - Ausbleiben der Monatsblutung, vermindertes sexuelles Verlangen, Impotenz - Toleranzentwicklung - Entzugssymptome oder Abhängigkeit (Symptome siehe Abschnitt 3: „Wenn Sie die
Anwendung von Morphinhydrochlorid Lannacher retard abbrechen“). - erhöhte Schmerzempfindlichkeit (Hyperalgesie), siehe Abschnitt "Warnhinweise und
Vorsichtsmaßnahmen". - Schwitzen - Verengung der Pupille - neonatales Entzugssyndrom - Schlafapnoe (Atemaussetzer während des Schlafs)
Meldung von Nebenwirkungen Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.
Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das nationale Meldesystem (Details siehe unten) anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.
Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen Traisengasse 5 1200 WIEN ÖSTERREICH
5. Wie ist Morphinhydrochlorid Lannacher retard aufzubewahren?
Nicht über 25°C lagern.
Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.
Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf der Blisterpackung und dem Umkarton nach „verw. bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.
Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.
6. Inhalt der Packung und weitere Informationen
Was Morphinhydrochlorid Lannacher retard enthält - Der Wirkstoff ist: Morphinhydrochlorid-Trihydrat. 1 Filmtablette enthält 10 mg
Methacrylsäure-Ethylacrylat-Copolymer (1:1), Ammoniummethacrylat-Copolymer Typ B, Hypromellose 4000, hochdisperses wasserfreies Siliciumdioxid, Magnesiumstearat, Macrogol 6000, Talkum, Titandioxid (E 171), Hypromellose 5.
Wie Morphinhydrochlorid Lannacher retard aussieht und Inhalt der Packung Morphinhydrochlorid Lannacher retard 10 mg-Filmtabletten sind weiß, rund und beidseitig nach außen gewölbt.
Morphinhydrochlorid Lannacher retard ist in Blisterpackungen mit 10, 14, 20, 30, 50, 60, 100 und 100 x 1 Tabletten erhältlich.
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.
Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedsstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR) unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen: - Österreich: Morphinhydrochlorid Lannacher retard 10 mg-Filmtabletten - Deutschland: Morphinhydrochlorid Krewel 10 mg Retardtabletten
Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im August 2024.