Noradrenalin Kabi enthält den Wirkstoff Noradrenalin (Norepinephrin) und wirkt als Vasokonstriktor: Es bewirkt eine Verengung der Blutgefäße. Angewendet wird es laut Gebrauchsinformation bei Erwachsenen im Notfall, um den Blutdruck auf normale Werte zu erhöhen.
Das Arzneimittel liegt als Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung vor, als klare, farblose bis blass gelbe Lösung mit 1 mg Noradrenalin-Base pro Milliliter. Es ist damit kein Mittel für die Hausapotheke: Sie bekommen Noradrenalin Kabi laut Gebrauchsinformation im Krankenhaus von einer Ärztin, einem Arzt oder dem medizinischen Fachpersonal verabreicht; es wird zuerst verdünnt und dann in eine Vene gegeben.
Noradrenalin Kabi vor einem Eingriff
Zu einer Vorbereitung, einer Frist oder einem Absetzen vor einer Operation sagt die Gebrauchsinformation nichts – sie beschreibt ein Arzneimittel, das im Krankenhaus in einer Notfallsituation gegeben wird, nicht eines, das Patientinnen und Patienten vor einem geplanten Eingriff zu Hause anwenden.
Zur Narkose steht dagegen Konkretes in der Beilage. Noradrenalin Kabi darf nicht angewendet werden, wenn Sie die Narkosegase Halothan oder Cyclopropan erhalten, da dies das Risiko eines unregelmäßigen Herzschlags erhöhen kann. Unter den Wechselwirkungen führt die Gebrauchsinformation Narkosemittel eigens auf, insbesondere Narkosegase wie Cyclopropan, Halothan, Chloroform und Enfluran. Genannt ist auch die Verwendung zusammen mit Propofol, einem Narkosemittel: Sie kann zum Propofol-Infusionssyndrom führen, einem ernsten Zustand, der Menschen betrifft, die auf Intensivstationen mit Propofol sediert werden.
Nicht angewendet werden darf das Mittel außerdem bei einer Allergie gegen Noradrenalin oder einen der sonstigen Bestandteile sowie bei niedrigem Blutdruck, der durch ein niedriges Blutvolumen verursacht wurde. Ein Gespräch mit der Ärztin, dem Arzt oder dem medizinischen Fachpersonal ist vor der Verabreichung unter anderem dann vorgesehen, wenn Diabetes, eine eingeschränkte Leber- oder Nierenfunktion, hoher Blutdruck, eine Überfunktion der Schilddrüse, ein erhöhter Druck im Schädelinneren, ein kürzlich zurückliegender Herzinfarkt, Angina pectoris oder Herzrhythmusstörungen vorliegen; bei Herzrhythmusstörungen ist laut Beilage eine verringerte Dosis nötig. Zur Sprache gehören auch Arzneimittel gegen Depressionen: Monoaminoxidase-Hemmer, die derzeit oder in den letzten 14 Tagen eingenommen wurden, und trizyklische Antidepressiva.
Nach dem Eingriff: Überwachung und Infusionsstelle
Während der Infusion überwacht die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt laut Gebrauchsinformation kontinuierlich den Blutdruck, die Herzfrequenz und die Infusionsstelle; im Abschnitt über die Nebenwirkungen kommen Blutdruck und Blutvolumen noch einmal als überwachte Werte vor. Dass die Infusionsstelle eigens genannt wird, hat einen Grund.
Zu den Nebenwirkungen, bei denen die Beilage eine sofortige Information der Ärztin oder des Arztes vorsieht, gehören nämlich Schmerzen und/oder eine Schwellung an der Injektionsstelle – daneben ein plötzlicher juckender Ausschlag (Nesselsucht), ein Anschwellen von Händen, Füßen, Knöcheln, Gesicht, Lippen, Mund oder Rachen, was zu Schluck- oder Atembeschwerden führen kann, sowie das Gefühl, ohnmächtig zu werden. So schnell wie möglich zu melden sind unter anderem Reizungen und Nekrosen an der Einstichstelle, eine schlechte Durchblutung der Hände und Füße, die Kälte, Blässe und/oder Schmerzen in den Gliedmaßen verursachen kann, und Gangrän, also ein Absterben von Gewebe. Die Häufigkeit aller aufgeführten Nebenwirkungen ist laut Beilage nicht bekannt.
Weitere genannte Nebenwirkungen können in der Zeit nach einem Eingriff auffallen: Kopfschmerzen und Zittern, Angstzustände, Schlaflosigkeit, Verwirrung oder Schwäche, eine verlangsamte oder beschleunigte Herzfrequenz, ein abnormaler Herzrhythmus, Bluthochdruck, Atembeschwerden, Übelkeit und Erbrechen, Blässe, Narbenbildung der Haut, eine bläuliche Hautfarbe, Hitzewallungen, Hautausschlag oder Juckreiz sowie ein Zurückhalten von Urin. Wer durch die Verabreichung von Noradrenalin Kabi beeinträchtigt ist, fährt laut Gebrauchsinformation nicht Auto und bedient keine Maschinen.
Häufige Fragen
Wie wird Noradrenalin Kabi verabreicht? Im Krankenhaus, verdünnt und in eine Vene. Die empfohlene Dosis hängt laut Gebrauchsinformation von Ihrer gesundheitlichen Verfassung ab; die übliche Dosis beträgt 0,4 bis 0,8 mg pro Stunde. Die richtige Dosis bestimmt die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt; nach der Anfangsdosis wird beurteilt, wie Sie auf das Arzneimittel ansprechen, und die Dosis entsprechend angepasst.
Gilt das auch für Kinder und Jugendliche? Die Sicherheit und Wirksamkeit von Noradrenalin bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren ist laut Gebrauchsinformation nicht erwiesen; die Anwendung wird in dieser Altersgruppe deshalb nicht empfohlen. Für eine Schwangerschaft gilt: Noradrenalin Kabi kann dem ungeborenen Kind schaden, und ob es in die Muttermilch ausgeschieden wird, ist nicht bekannt – ob es verabreicht werden darf, entscheidet die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt.
Was wären Anzeichen einer Überdosierung? Dass zu viel verabreicht wird, ist laut Gebrauchsinformation unwahrscheinlich, weil das Arzneimittel im Krankenhaus gegeben wird. Als Anzeichen einer Überdosierung nennt sie extrem hohen Blutdruck, langsamen Herzschlag, heftige Kopfschmerzen, Blutungen im Gehirn, Lichtempfindlichkeit, Schmerzen in der Brust, Blässe, hohes Fieber, starkes Schwitzen, Erbrechen und Flüssigkeit in der Lunge, die Atemnot verursacht. Ein Hinweis am Rande, der nach einem Eingriff im Sport eine Rolle spielen kann: Die Anwendung von Noradrenalin Kabi kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen.
Dieser Text fasst zusammen, was die amtliche Gebrauchsinformation für Menschen vor und nach einem Eingriff bedeutet. Maßgeblich ist ihr vollständiger Wortlaut, der unten auf dieser Seite steht.
Gebrauchsinformation: Information für Patienten
Noradrenalin Kabi 1 mg/ml Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung
Wirkstoff: Noradrenalin (Norepinephrin)
Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor dieses Arzneimittels bei Ihnen angewendet wird, denn sie enthält wichtige Informationen. Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen. Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder das medizinische
Fachpersonal. Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder das medizinische
Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.
Was in dieser Packungsbeilage steht 1. Was ist Noradrenalin Kabi und wofür wird es angewendet? 2. Was sollten Sie beachten, bevor Ihnen Noradrenalin Kabi verabreicht wird? 3. Wie ist Noradrenalin Kabi anzuwenden? 4. Welche Nebenwirkungen sind möglich? 5. Wie ist Noradrenalin Kabi aufzubewahren? 6. Inhalt der Packung und weitere Informationen
1. Was ist Noradrenalin Kabi und wofür wird es angewendet?
Noradrenalin Kabi enthält den Wirkstoff Noradrenalin (Norepinephrin) und wirkt als Vasokonstriktor (bewirkt eine Verengung der Blutgefäße). Noradrenalin Kabi wird bei Erwachsenen im Notfall angewendet, um den Blutdruck auf normale Werte zu erhöhen.
2. Was sollten Sie beachten, bevor Ihnen Noradrenalin Kabi verabreicht wird?
Noradrenalin Kabi darf nicht angewendet werden, - wenn Sie allergisch gegen Noradrenalin oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen
Bestandteile dieses Arzneimittels sind. - wenn Sie einen niedrigen Blutdruck haben, der durch ein niedriges Blutvolumen verursacht wurde. - wenn Sie die Narkosegase Halothan oder Cyclopropan erhalten, da dies das Risiko eines unregelmäßigen Herzschlags erhöhen kann.
Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder dem medizinischen Fachpersonal, bevor Ihnen Noradrenalin Kabi verabreicht wird, wenn Sie:
Diabetes haben eine eingeschränkte Leber- oder Nierenfunktion haben unter hohem Blutdruck leiden eine Überfunktion der Schilddrüse haben einen niedrigen Sauerstoffgehalt im Blut haben einen hohen Kohlendioxid-Gehalt im Blut haben einen erhöhten Druck im Schädelinneren (intrakranieller Druck) haben Gerinnsel oder Verschlüsse in den Blutgefäßen haben, die das Herz, den Darm oder andere
Teile des Körpers versorgen einen niedrigen Blutdruck nach einem Herzinfarkt haben
Angina pectoris (Brustschmerzen) haben, insbesondere Prinzmetal-Angina eine schwere Funktionsstörung der linken Herzkammer haben vor kurzem einen Herzinfarkt (Myokardinfarkt) hatten Herzrhythmusstörungen haben (Ihr Herz schlägt zu schnell, zu langsam oder unregelmäßig), in diesem Fall benötigen Sie eine verringerte Dosis älter sind.
Während der Infusion von Noradrenalin wird Ihr Arzt kontinuierlich Ihren Blutdruck, Ihre Herzfrequenz (Herzschlag) und die Infusionsstelle überwachen.
Kinder und Jugendliche Die Sicherheit und Wirksamkeit von Noradrenalin bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren ist nicht erwiesen. Daher wird die Anwendung bei Kindern und Jugendlichen nicht empfohlen.
Doping Die Anwendung des Arzneimittels Noradrenalin Kabi kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen.
Anwendung von Noradrenalin Kabi zusammen mit anderen Arzneimitteln Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.
Dies ist besonders wichtig, wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel anwenden oder kürzlich angewendet haben:
- Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen, sogenannte "Monoaminoxidase-Hemmer", die Sie derzeit einnehmen oder in den letzten 14 Tagen eingenommen haben
- Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen, sogenannte "trizyklische Antidepressiva" (z. B. Imipramin oder Desipramin)
Linezolid (ein Antibiotikum)
Narkosemittel (insbesondere Narkosegase wie Cyclopropan, Halothan, Chloroform, Enfluran)
Adrenerge-serotoninerge Arzneimittel, z. B. zur Behandlung von Asthma und Herzerkrankungen
Arzneimittel zur Behandlung von Bluthochdruck (z. B. Guanethidin, Guanadrel, Reserpin,
Methyldopa, Alpha- und Beta-Blocker) - Rauwolfia-Alkaloide - Arzneimittel zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen - Herzglykoside (zur Behandlung von Herzkrankheiten) - Levodopa (zur Behandlung der Parkinson’schen Krankheit) - Schilddrüsenhormone - Oxytocin (zur Verbesserung der Gebärmutterkontraktionen) - Antihistaminika (zur Behandlung von Allergien, z. B. Chlorpheniraminhydrochlorid,
Tripelenaminhydrochlorid) - Amphetamin - Doxapram (bei Atembeschwerden) - Mazindol (zur Behandlung von Fettleibigkeit) - Arzneimittel zur Behandlung von Migräne (Mutterkornalkaloide) - Lithium (zur Behandlung einiger psychischer Störungen) - Vasopressin, Desmopressin (Antidiuretika, zur Verringerung der Urinproduktion)
Die Verwendung von Noradrenalin zusammen mit Propofol (einem Narkosemittel) kann zum Propofol-Infusionssyndrom (PRIS) führen, einem ernsten Zustand, der Patienten betrifft, die auf Intensivstationen mit Propofol sediert werden. Ihr Arzt würde bei Blutuntersuchungen Störungen im Stoffwechsel Ihres Körpers feststellen, die zu Nierenversagen, Herzversagen und Tod führen können.
Schwangerschaft und Stillzeit
Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt um Rat. Noradrenalin Kabi kann dem ungeborenen Kind schaden. Es ist nicht bekannt, ob dieses Arzneimittel in die Muttermilch ausgeschieden wird. Ihr Arzt wird entscheiden, ob Ihnen Noradrenalin Kabi verabreicht werden darf.
Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen Sie sollten nicht Auto fahren oder Maschinen bedienen, wenn Sie durch die Verabreichung von Noradrenalin Kabi beeinträchtigt sind.
Noradrenalin Kabi enthält Natrium Dieses Arzneimittel enthält 3,4 mg Natrium (Hauptbestandteil von Kochsalz/Speisesalz) pro ml. Dies entspricht 0,17 % der für einen Erwachsenen empfohlenen maximalen täglichen Natriumaufnahme mit der Nahrung.
3. Wie ist Noradrenalin Kabi anzuwenden?
Sie bekommen Noradrenalin Kabi im Krankenhaus von einem Arzt oder dem medizinischen Fachpersonal verabreicht. Es wird zuerst verdünnt und dann in eine Vene gegeben.
Die empfohlene Dosis von Noradrenalin hängt von Ihrer gesundheitlichen Verfassung ab. Die übliche Dosis beträgt 0,4 bis 0,8 mg pro Stunde. Ihr Arzt wird die richtige Dosis für Sie bestimmen. Nach der Anfangsdosis wird Ihr Arzt beurteilen, wie Sie auf das Arzneimittel ansprechen und die Dosis entsprechend anpassen.
Wenn Sie mehr Noradrenalin Kabi erhalten haben als Sie sollten Es ist unwahrscheinlich, dass Sie zu viel erhalten, da Ihnen dieses Arzneimittel im Krankenhaus verabreicht wird. Bitte fragen Sie jedoch bei Ihrem Arzt oder dem medizinischen Fachpersonal nach, wenn Sie Bedenken haben.
Anzeichen einer Überdosierung sind extrem hoher Blutdruck, langsamer Herzschlag, heftige Kopfschmerzen, Blutungen im Gehirn, Lichtempfindlichkeit, Schmerzen in der Brust, Blässe, hohes Fieber, starkes Schwitzen, Erbrechen und Flüssigkeit in der Lunge, die Atemnot verursacht.
Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder das medizinische Fachpersonal.
4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?
Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen. Die Häufigkeit der angeführten Nebenwirkungen ist nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar).
Informieren Sie Ihren Arzt sofort, wenn Sie Folgendes bemerken: plötzlicher juckender Ausschlag (Nesselsucht), Anschwellen der Hände, Füße, Knöchel, des Gesichts, der Lippen, des Mundes oder des Rachens (was zu Schluck- oder Atembeschwerden führen kann), Gefühl, dass Sie ohnmächtig werden Schmerzen und/oder Schwellung an der Injektionsstelle.
Informieren Sie Ihren Arzt so schnell wie möglich, wenn Sie folgendes bemerken: Angstzustände, Schlaflosigkeit, Verwirrung, Schwäche, psychotischer Zustand Kopfschmerzen, Zittern Erhöhung des Augeninnendrucks (akutes Glaukom)
verlangsamte oder beschleunigte Herzfrequenz abnormaler Herzrhythmus Elektrokardiogramm-Veränderung eine potenziell lebensbedrohliche Art des Kreislaufversagens, die als "kardiogener Schock"
bezeichnet wird Herzmuskelschwäche aufgrund von intensivem körperlichem oder emotionalem Stress,
Herzklopfen, Zunahme der Kontraktionsfähigkeit des Herzmuskels, akute Herzschwäche Bluthochdruck, verminderte Sauerstoffversorgung einiger Organe (Hypoxie) schlechte Durchblutung der Hände und Füße (kann Kälte, Blässe und/oder Schmerzen in den
Gliedmaßen verursachen) Gangrän (Absterben von Gewebe) Verringerung des Blutplasmavolumens Atembeschwerden Übelkeit, Erbrechen Blässe, Narbenbildung der Haut, bläuliche Hautfarbe, Hitzewallungen oder Hautrötungen,
Hautausschlag, Nesselsucht oder Juckreiz Zurückhalten von Urin/Harnverhalt Reizungen und Nekrosen (Zellverletzungen, die zum Absterben von Zellen im Gewebe führen) an der Einstichstelle
Ihr Arzt wird Ihren Blutdruck und Ihr Blutvolumen überwachen.
Meldung von Nebenwirkungen Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das nationale Meldesystem (Details siehe unten) anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.
Deutschland: Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte Abt. Pharmakovigilanz Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3 D-53175 Bonn Website: http://www.bfarm.de
Österreich: Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen Traisengasse 5 1200 WIEN ÖSTERREICH Fax: + 43 (0) 50 555 36207 Website: http://www.basg.gv.at/
5. Wie ist Noradrenalin Kabi aufzubewahren?
Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.
Nicht über 25 °C lagern. Die Ampulle im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.
Verwenden Sie dieses Arzneimittel nicht, wenn Sie bemerken, dass es eine braune Farbe hat oder sichtbare Partikel enthält.
Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Ampullenetikett und dem Umkarton nach „Verwendbar bis oder Verw. bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.
Deutschland: Entsorgen Sie Arzneimittel niemals über das Abwasser (z. B. nicht über die Toilette oder das Waschbecken). Fragen Sie in Ihrer Apotheke, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei. Weitere Informationen finden Sie unter www.bfarm.de/arzneimittelentsorgung.
Österreich: Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.
6. Inhalt der Packung und weitere Informationen
Was Noradrenalin Kabi enthält Der Wirkstoff ist Noradrenalin (Norepinephrin). Jeder Milliliter Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung enthält 1 mg NoradrenalinBase entsprechend 2 mg Noradrenalin-Tartrat. Jede Ampulle mit 1 ml Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung enthält 1 mg Noradrenalin-Base entsprechend 2 mg Noradrenalin-Tartrat. Jede Ampulle mit 4 ml Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung enthält 4 mg Noradrenalin-Base entsprechend 8 mg Noradrenalin-Tartrat. Jede Ampulle mit 5 ml Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung enthält 5 mg Noradrenalin-Base entsprechend 10 mg Noradrenalin-Tartrat. Jede Ampulle mit 8 ml Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung enthält 8 mg Noradrenalin-Base entsprechend 16 mg Noradrenalin-Tartrat. Jede Ampulle mit 10 ml Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung enthält 10 mg Noradrenalin-Base entsprechend 20 mg Noradrenalin-Tartrat.
Die sonstigen Bestandteile sind: Natriumchlorid, Natriumhydroxid (zur pH-Wert Einstellung), Salzsäure 37 % (zur pH-Wert Einstellung), Wasser für Injektionszwecke
Wie Noradrenalin Kabi aussieht und Inhalt der Packung Dieses Arzneimittel liegt als Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung vor. Die Lösung ist eine klare, farblose bis blass gelbe Lösung.
Klarglasampullen, die 1 ml Konzentrat (in Packungsgrößen zu 5, 10 oder 50), 4 ml, 5 ml, 8 ml und 10 ml (jeweils in Packungsgrößen zu 5 oder 10) des Konzentrats enthalten
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.
Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller
Pharmazeutischer Unternehmer Deutschland: Fresenius Kabi Deutschland GmbH Else-Kröner-Straße 1 61352 Bad Homburg v.d.Höhe Deutschland
Österreich: Fresenius Kabi Austria GmbH Hafnerstraße 36
8055 Graz Österreich
Hersteller Labesfal - Laboratórios Almiro, S.A Lagedo 3465-157 Santiago de Besteiros Portugal
Österreich: Z.Nr.: 140619
Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedsstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR) und im Vereinigten Königreich (Nordirland) unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen:
Name des Mitgliedstaates
Name des Arzneimittels
Österreich
Belgien
Dänemark Deutschland
Estland Finnland
Frankreich
Griechenland Irland
Italien Kroatien Lettland
Litauen Niederlande Norwegen Polen Portugal Rumänien Schweden Slowakei Slowenien Spanien
Tschechische Republik Ungarn Zypern
Vereinigtes Königreich (Nordirland)
Noradrenalin Kabi 1 mg/ml Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung Noradrenaline Kabi 1mg/ml concentraat voor oplossing voor infusie / solution à diluer pour perfusion /Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung Noradrenalin Fresenius Kabi Noradrenalin Kabi 1 mg/ml Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung Norepinephrine Kabi Noradrenalin Fresenius Kabi 1 mg/ml infuusiokonsentraatti, liuosta varten NORDRENALINE (TARTRATE) KABI 2 mg/ml, solution à diluer pour perfusion Noradrenaline/Kabi Noradrenaline (Norepinephrine) Kabi 1mg/ml concentrate for solution for infusion Noradrenalina Kabi Noradrenalin Kabi 1 mg/ml koncentrat za otopinu za infuziju Norepinephrine Kabi 1 mg/ml koncentrāts infūziju šķīduma pagatavošanai Norepinephrine Kabi 1 mg/ml koncentratas infuziniam tirpalui Noradrenaline Kabi 1mg/ml Concentraat voor oplossing voor infusie Noradrenalin Fresenius Kabi Noradrenaline Kabi Noradrenalina Kabi Noradrenalină Kabi 1 mg/ml concentrat pentru soluție perfuzabilă Noradrenalin Fresenius Kabi Norepinephrine Kabi 1 mg/ml Noradrenalin Kabi 1mg/ml koncentrat za raztopino za infundiranje Noradrenalina Kabi 1 mg/ml concentrado para solución para perfusión EFG Norepinephrine Kabi Noradrenaline Kabi 1 mg/ml koncentrátum oldatos infúzióhoz Noradrenaline/Kabi 1mg/ml concentrate for solution for infusion Noradrenaline (Norepinephrine) Kabi 1mg/ml concentrate for solution for infusion
Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im September 2021.
-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------Die folgenden Informationen sind für medizinisches Fachpersonal bestimmt:
Zur intravenösen Anwendung nur nach Verdünnung. Die Infusion soll mit kontrollierter Geschwindigkeit entweder über eine Spritzenpumpe, eine Infusionspumpe oder einen Tropfenzähler erfolgen.
Noradrenalin Kabi sollte als verdünnte Lösung und über einen zentralen Venenkatheter verabreicht werden. Wenn kein zentraler Venenkatheter verwendet wird, sollte die Noradrenalin-Infusion, wann immer möglich, in eine große Vene, insbesondere eine antekubitale Vene, verabreicht werden, um das Risiko einer ischämischen Nekrose (Haut, Extremitäten) zu minimieren. Eine Kathetereinbindetechnik (catheter tie-in technique) sollte nach Möglichkeit vermieden werden, da die Behinderung des Blutflusses um den Schlauch zu einer Stase und einer erhöhten lokalen Konzentration des Arzneimittels führen kann.
Inkompatibilitäten Von Infusionslösungen, die Noradrenalin-Tartrat enthalten, wurde eine Inkompatibilität mit den folgenden Wirkstoffen berichtet: Eisensalze, alkalische und oxidierende Substanzen, Barbiturate, Chlorpheniramin, Chlorothiazid, Nitrofurantoin, Novobiocin, Phenytoin, Natriumbicarbonat, Natriumiodid, Streptomycin, Sulfadiazin, Sulfafurazol.
Anweisungen zur Verdünnung: Entweder 2 ml Konzentrat zu 48 ml Verdünnungsmittel zur Verabreichung mittels Spritzenpumpe hinzufügen oder 20 ml Konzentrat zu 480 ml Verdünnungsmittel zur Verabreichung mittels Tropfenzähler hinzufügen. In beiden Fällen beträgt die Endkonzentration der Infusionslösung 40 mg/Liter Noradrenalin-Base (entsprechend 80 mg/Liter Noradrenalin-Tartrat). Es können auch andere Verdünnungen als 40 mg/Liter Noradrenalin-Base verwendet werden. Wenn andere Verdünnungen als 40 mg/Liter Noradrenalin-Base verwendet werden, überprüfen Sie die Berechnung der Infusionsrate sorgfältig, bevor Sie mit der Behandlung beginnen.
Die folgenden Verdünnungsmittel können verwendet werden: Natriumchlorid 9 mg/ml (0,9 %) mit Glucose 50 mg/ml (5 %) Infusion Glucose 50 mg/ml (5 %) Infusion Natriumchlorid 9 mg/ml (0,9 %) Infusion
Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen zu beseitigen.
Haltbarkeit nach Öffnen der Ampulle: Das Arzneimittel muss sofort nach dem ersten Öffnen verwendet werden.
Haltbarkeit nach Verdünnung: Die chemische und physikalische Anbruchstabilität wurde für 24 Stunden bei 25 °C nachgewiesen. Aus mikrobiologischer Sicht ist das Arzneimittel sofort zu verwenden. Wenn es nicht sofort verwendet wird, liegen die Dauer der Lagerung nach Öffnung und die Bedingungen vor der Anwendung in der Verantwortung des Anwenders und wären für gewöhnlich nicht länger als 24 Stunden bei 2 bis 8 °C, es sei denn, die Verdünnung hat unter kontrollierten und validierten aseptischen Bedingungen stattgefunden.