Paracetamol-ratiopharm enthält den Wirkstoff Paracetamol und ist laut Gebrauchsinformation ein schmerzstillendes, fiebersenkendes Arzneimittel – in der Fachsprache ein Analgetikum und Antipyretikum. Angewendet wird es zur symptomatischen Behandlung von leichten bis mäßig starken Schmerzen und von Fieber. Vorgesehen sind die Tabletten für Kinder ab 4 Jahren beziehungsweise ab 17 kg Körpergewicht, für Jugendliche und für Erwachsene; für jüngere Kinder hält die Beilage diese Dosisstärke für ungeeignet und verweist auf andere Darreichungsformen.
Verschlimmern sich die Beschwerden oder tritt nach 3 Tagen keine Besserung ein, nennt die Gebrauchsinformation den Gang zur Ärztin oder zum Arzt; dasselbe gilt bei hohem Fieber. Ohne ärztlichen oder zahnärztlichen Rat ist die Einnahme laut Beilage nicht länger als 3 Tage vorgesehen.
Paracetamol-ratiopharm vor einem Eingriff
Die Gebrauchsinformation nennt keine besonderen Vorsichtsmaßnahmen für eine Operation oder eine Narkose und keine Frist, zu der das Mittel vor einem Eingriff abgesetzt würde. Ein Punkt ist für die Vorbesprechung dennoch von Bedeutung, weil er Paracetamol von den entzündungshemmenden Schmerzmitteln unterscheidet: Die gelegentliche Einnahme von Paracetamol hat laut Beilage keinen signifikanten Einfluss auf die Blutungstendenz.
Für die längerfristige Einnahme gilt das nicht uneingeschränkt. Wer gerinnungshemmende Arzneimittel erhält, findet in der Gebrauchsinformation den Hinweis, dass die wiederholte Einnahme von Paracetamol über einen Zeitraum von länger als einer Woche die Wirkung von Antikoagulanzien verstärkt, insbesondere von Warfarin; eine langfristige Einnahme soll dann nur unter medizinischer Aufsicht erfolgen. In das Aufklärungsgespräch gehören außerdem jene Punkte, bei denen die Beilage vor der Einnahme ein Gespräch mit Ärztin, Arzt oder Apotheke vorsieht: chronischer Alkoholismus, eine Beeinträchtigung der Leberfunktion, eine vorgeschädigte Niere, ein erblich bedingter Mangel des Enzyms Glucose-6-Phosphat-Dehydrogenase, eine hämolytische Anämie, ein Mangel des Eiweißes Glutathion, ein Flüssigkeitsmangel im Körper und chronische Mangelernährung.
Nach dem Eingriff: Höchstmenge, Leber und Begleitmedikamente
Nach einem Eingriff kommen Schmerzmittel oft aus mehreren Quellen zusammen – aus der Klinik, aus der Hausapotheke, aus einem Kombinationspräparat. Für Paracetamol zieht die Gebrauchsinformation dabei eine feste Grenze: Für Erwachsene und Jugendliche ab 43 kg Körpergewicht darf die Gesamtdosis 4.000 mg Paracetamol, das entspricht 8 Tabletten, pro Tag nicht übersteigen. Niedriger liegt die Grenze ohne ärztliche Anweisung bei einem Körpergewicht unter 50 kg, bei chronischem Alkoholismus, bei Wasserentzug und bei chronischer Unterernährung: Dann sind bei Erwachsenen höchstens 2 g pro Tag vorgesehen.
Unter den Wechselwirkungen führt die Beilage mehrere Arzneimittel auf, die zusammen mit Paracetamol die Leber schädigen können, darunter Schlafmittel wie Phenobarbital, Mittel gegen Epilepsie wie Phenytoin und Carbamazepin sowie Rifampicin gegen Tuberkulose. Das Antibiotikum Flucloxacillin nennt sie eigens, weil dabei eine metabolische Azidose auftreten kann, die dringend behandelt werden muss. Mittel gegen Übelkeit wie Metoclopramid und Domperidon beschleunigen Aufnahme und Wirkungseintritt, Cholestyramin gegen erhöhte Blutfettwerte verringert sie.
Die Nebenwirkungen sind selten. Ein leichter Anstieg bestimmter Leberenzyme kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen. Sehr selten, also bei bis zu 1 von 10.000 Behandelten, nennt die Gebrauchsinformation allergische Reaktionen von einfachem Hautausschlag bis hin zu einer Schockreaktion, bei empfindlichen Personen eine Verengung der Atemwege, schwere Hautreaktionen sowie Veränderungen des Blutbildes wie eine verringerte Anzahl von Blutplättchen.
Häufige Fragen
Wie viele Tabletten sind für Erwachsene vorgesehen? Ab 43 kg Körpergewicht nennt die Gebrauchsinformation 1 bis 2 Tabletten als Einzeldosis und höchstens 8 Tabletten pro Tag. Der Abstand zwischen zwei Einnahmen soll 6 Stunden nicht unterschreiten. Die Tablette wird unzerkaut mit reichlich Flüssigkeit eingenommen und kann in gleiche Dosen geteilt werden.
Was gilt bei eingeschränkter Nieren- oder Leberfunktion? Bei Niereninsuffizienz sieht die Beilage eine Dosisreduktion vor; der Abstand zwischen den einzelnen Dosen muss dann mindestens 6 Stunden betragen, bei schwerer Niereninsuffizienz mindestens 8 Stunden. Bei Leberfunktionsstörungen und beim Gilbert-Syndrom wird die Dosis vermindert oder das Dosierungsintervall verlängert; das legt die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt fest.
Und wenn zu viel eingenommen wurde? Bei einer Überdosierung treten laut Gebrauchsinformation im Allgemeinen innerhalb von 24 Stunden Beschwerden auf, die Übelkeit, Erbrechen, Appetitlosigkeit, Blässe und Bauchschmerzen umfassen; die Beilage nennt dann den nächst erreichbaren Arzt. Eine vergessene Einnahme wird nicht durch die doppelte Menge ersetzt.
Dieser Text fasst zusammen, was die amtliche Gebrauchsinformation für Menschen vor und nach einem Eingriff bedeutet. Maßgeblich ist ihr vollständiger Wortlaut, der unten auf dieser Seite steht.
Zur Anwendung bei Kindern (ab 4 Jahre bzw. 17 kg), Jugendlichen und Erwachsenen
Wirkstoff: Paracetamol
Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses Arzneimittels beginnen, denn sie enthältwichtige Informationen.
Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau wie in dieser Packungsbeilage beschrieben bzw. genau nach Anweisung Ihres Arztes oder
Apothekers ein.
Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.
Fragen Sie Ihren Apotheker, wenn Sie weitere Informationen oder einen Rat benötigen.
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.
Wenn sich Ihre Symptome verschlimmern oder nach 3 Tagen keine Besserung eintritt, oder bei hohem Fieber müssen Sie einen Arzt aufsuchen.
Was in dieser Packungsbeilage steht
Was ist Paracetamol-ratiopharm® und wofür wird es angewendet?
Was sollten Sie vor der Einnahme von Paracetamol-ratiopharm® beachten?
Wie ist Paracetamol-ratiopharm® einzunehmen?
Welche Nebenwirkungen sind möglich?
Wie ist Paracetamol-ratiopharm® aufzubewahren?
Inhalt der Packung und weitere Informationen
1. Was ist Paracetamol-ratiopharm® und wofür wird es angewendet?
Paracetamol-ratiopharm® ist ein schmerzstillendes, fiebersenkendes Arzneimittel (Analgetikum und Antipyretikum). Paracetamol-ratiopharm® wird angewendet zur symptomatischen Behandlung
— von leichten bis mäßig starken Schmerzen und/oder
— von Fieber
Wenn sich Ihre Symptome verschlimmern oder nach 3 Tagen keine Besserung eintritt, oder bei hohem Fieber müssen Sie einen Arzt aufsuchen.
2. Was sollten Sie vor der Einnahme von Paracetamol-ratiopharm® beachten?
Paracetamol-ratiopharm®darf nicht eingenommen werden
wenn Sie allergisch gegen Paracetamol oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.?
Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Paracetamol-ratiopharm® einnehmen,
wenn Sie chronisch alkoholkrank sind,
wenn Sie/Ihr Kind an einer Beeinträchtigung der Leberfunktion leiden (Leberentzündung, Gilbert-Syndrom),
bei vorgeschädigter Niere,
bei gleichzeitiger Einnahme von Arzneimitteln, die die Leberfunktion beeinträchtigen,
bei erblich bedingtem Mangel des Enzyms Glucose-6-Phosphat-Dehydrogenase, der zu schwerer Blutarmut führen kann (Favismus),
bei hämolytischer Anämie (Blutarmut aufgrund eines Zerfalls der roten Blutkörperchen),
bei einem Mangel des am Leberstoffwechsel beteiligten Eiweißes Glutathion (z. B. bei Mangelernährung, Alkoholmissbrauch oderErkrankungen, die mit einem reduzierten Glutathionspiegel einhergehen können),
bei einem Mangel von Flüssigkeit im Körper (Dehydratation), z. B. durch geringe Trinkmenge, Durchfall oder Erbrechen,
bei chronischer Mangelernährung,
bei einem Körpergewicht unter 50 kg,
bei höherem Lebensalter,
wenn Sie an schweren Krankheiten leiden, einschließlich schwerer Nierenfunktionsstörung oder Sepsis (wenn Bakterien und ihre Giftstoffe im Blut kreisen und zu Organschäden führen), oder wenn Sie an Mangelernährung oder chronischer Alkoholkrankheit leiden oder wenn Sie zusätzlich Flucloxacillin (ein Antibiotikum) einnehmen. Bei Patienten in diesen Situationen wurde über eine schwere Erkrankung berichtet, die als metabolische Azidose (eine Störung des Bluts und des Flüssigkeitshaushalts) bezeichnet wird. Sie trat auf, wenn Paracetamol in normalen Mengen über einen längeren Zeitraum angewendet wurde oder wenn Paracetamol zusammen mit Flucloxacillin angewendet wurde. Zu den Zeichen einer metabolischen Azidose können gehören: starke Atembeschwerden mit tiefer schneller Atmung,Benommenheit, Übelkeit und Erbrechen.
Um das Risiko einer Überdosierung zu verhindern, sollte sichergestellt werden, dass andere Arzneimittel, die gleichzeitig angewendet werden, kein Paracetamol enthalten.
Bei längerem hoch dosierten, nicht bestimmungsgemäßen Gebrauch von Schmerzmitteln können Kopfschmerzen auftreten, die nicht durch erhöhte Dosen des Arzneimittels behandelt werden dürfen.
Ganz allgemein kann die gewohnheitsmäßige Einnahme von Schmerzmitteln, insbesondere bei Kombination mehrerer schmerzstillender Wirkstoffe zur dauerhaften Nierenschädigung mit dem Risiko eines Nierenversagens (Analgetika-Nephropathie) führen.
Bei abruptem Absetzen nach längerem hoch dosierten, nicht bestimmungsgemäßen Gebrauch von Schmerzmitteln können Kopfschmerzen sowie Müdigkeit, Muskelschmerzen, Nervosität und vegetative Symptome auftreten. Die Absetzsymptomatik klingt innerhalb weniger Tage ab. Bis dahin soll die Wiedereinnahme von Schmerzmitteln unterbleiben und die erneute Einnahme soll nicht ohne ärztlichen Rat erfolgen.
Paracetamol-ratiopharm® nicht ohne ärztlichen oder zahnärztlichen Rat längere Zeit oder in höheren Dosen einnehmen. Einnahme von Paracetamol-ratiopharm®zusammen mit anderen Arzneimitteln
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen
/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.
Wechselwirkungen sind möglich mit:
Arzneimitteln gegen Gicht wie Probenecid: Bei gleichzeitiger Einnahme von Probenecid sollte die Dosis von Paracetamol-ratiopharm®
verringert werden, da der Abbau von Paracetamol-ratiopharm® verlangsamt sein kann.
Schlafmitteln wie Phenobarbital, Mitteln gegen Epilepsie wie Phenytoin, Carbamazepin, Mitteln gegen Tuberkulose (Rifampicin), anderen möglicherweise die Leber schädigenden Arzneimitteln: Es kann unter Umständen bei gleichzeitiger Einnahme mit Paracetamol-ratiopharm®
zu Leberschäden kommen.
Mitteln zur Senkung erhöhter Blutfettwerte (Cholestyramin): Diese können die Aufnahme und damit die Wirksamkeit von Paracetamol-ratiopharm® verringern.
Arzneimitteln bei HIV-Infektionen (Zidovudin): Die Neigung zur Verminderung weißer Blutkörperchen (Neutropenie) wird verstärkt.
Paracetamol-ratiopharm® soll daher nur nach ärztlichem Anraten gleichzeitig mit Zidovudin eingenommen werden.
Flucloxacillin (Antibiotikum), wegen des schwerwiegenden Risikos für Störungen des Bluts und des Flüssigkeitshaushalts (sogenanntemetabolische Azidose), die dringend behandelt werden müssen (siehe „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“).
gerinnungshemmenden Arzneimitteln (Antikoagulanzien). Die wiederholte Einnahme von Paracetamol über einen Zeitraum von länger als einer Woche verstärkt die Wirkung von Antikoagulanzien, insbesondere Warfarin. Daher sollte die langfristige Einnahme von Paracetamolbei Patienten, die mit Antikoagulanzien behandelt werden, nur unter medizinischer Aufsicht erfolgen. Die gelegentliche Einnahme von
Paracetamol hat keinen signifikanten Einfluss auf die Blutungstendenz.
Mitteln gegen Übelkeit (Metoclopramid und Domperidon): Diese können eine Beschleunigung der Aufnahme und des Wirkungseintritts von
Paracetamol-ratiopharm® bewirken.
Mitteln, die zu einer Verlangsamung der Magenentleerung führen: Diese können Aufnahme und Wirkungseintritt von Paracetamol verzögern.
Auswirkungen der Einnahme von Paracetamol-ratiopharm® auf Laboruntersuchungen
Die Harnsäurebestimmung sowie die Blutzuckerbestimmung können beeinflusst werden.
Einnahme von Paracetamol-ratiopharm®zusammen mit AlkoholParacetamol-ratiopharm® darf nicht zusammen mit Alkohol eingenommen werden.
Schwangerschaft und Stillzeit
Schwangerschaft
Falls erforderlich, kann Paracetamol-ratiopharm® während der Schwangerschaft eingenommen werden. Sie sollten die geringstmögliche Dosis einnehmen, mit der Ihre Schmerzen und/oder Ihr Fieber gelindert werden, und sie sollten das Arzneimittel für den kürzest möglichen Zeitraum einnehmen.
Sie sollten Paracetamol-ratiopharm® während der Schwangerschaft daher nicht über längere Zeit, in hohen Dosen oder in Kombination mit anderen Arzneimitteln einnehmen, da die Sicherheit der Einnahme für diese Fälle nicht belegt ist.
Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt, Apotheker oder Ihre Hebamme um Rat; ebenfalls wenn die Schmerzen und/oder das Fieber durch Paracetamol-ratiopharm® nicht gelindert werden oder Sie Paracetamol-ratiopharm® häufiger einnehmen müssen.
Stillzeit
Paracetamol geht in die Muttermilch über. Da nachteilige Folgen für den Säugling bisher nicht bekannt geworden sind, wird eine Unterbrechung des Stillens in der Regel nicht erforderlich sein.
Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
Paracetamol-ratiopharm® hat keinen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen. Paracetamol-ratiopharm®enthält Natrium
Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro Tablette, d. h. es ist nahezu „natriumfrei“.
Wie ist Paracetamol-ratiopharm® einzunehmen?
Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau wie in dieser Packungsbeilage beschrieben bzw. genau nach Anweisung Ihres Arztes oder Apothekers ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.
Die Dosierung richtet sich nach den Angaben in der nachfolgenden Tabelle. Paracetamol wird in Abhängigkeit von Körpergewicht (KG) bzw. Alter dosiert, in der Regel mit 10 bis 15 mg/kg KG als Einzeldosis, bis maximal 60 mg/kg KG als Tagesgesamtdosis.
Das jeweilige Dosierungsintervall richtet sich nach der Symptomatik und der maximalen Tagesgesamtdosis. Es sollte 6 Stunden nicht unterschreiten. Bei Beschwerden, die länger als 3 Tage anhalten, sollte ein Arzt aufgesucht werden.
KörpergewichtAlter
Einzeldosis
in Anzahl der Tabletten
max. Tagesdosis
in Anzahl der Tabletten
17 kg bis 25
kgKinder 4 bis
8 Jahre
½ Tablette
(entsprechend 250 mg Paracetamol)
2 (4 x ½) Tabletten
(entsprechend 1.000 mg Paracetamol)
26 kg bis 32
kgKinder 8 bis
11 Jahre
½ Tablette
(entsprechend 250 mg Paracetamol)
andere Darreichungsformen sind für diese Patientengruppe unter Umständen vorteilhafter, da sie eine genauere Dosierung von maximal 400 mg Paracetamol ermöglichen
2 (4 x ½) Tabletten
(entsprechend 1.000 mg Paracetamol)
in Ausnahmefällen können bis zu 3 (6 x ½) Tabletten täglich, in
einem Dosierungsintervall von mindestens 4 Stunden eingenommen werden, das heißt bis zu 1.500 mg Paracetamol
täglich
33 kg bis 43 kg
Kinder 11 bis 12 Jahre
1 Tablette
(entsprechend 500 mg Paracetamol)
4 Tabletten
(entsprechend 2.000 mg Paracetamol)
ab 43 kg Jugendliche (ab 12 Jahren) und Erwachsene
1 bis 2 Tabletten
(entsprechend 500-1.000 mg Paracetamol)
8 Tabletten
(entsprechend 4.000 mg Paracetamol)
Art der Anwendung
Paracetamol-ratiopharm® wird unzerkaut mit reichlich Flüssigkeit eingenommen. Die Tablette kann in gleiche Dosen geteilt werden.
Dauer der Anwendung
Nehmen Sie Paracetamol-ratiopharm® ohne ärztlichen oder zahnärztlichen Rat nicht länger als 3 Tage ein.
Besondere Patientengruppen
Leberfunktionsstörungen
Bei Patienten mit Leberfunktionsstörungen sowie Gilbert-Syndrom muss die Dosis vermindert bzw. das Dosierungsintervall verlängert werden.
Niereninsuffizienz
Sofern nicht anders verordnet, wird bei Patienten mit Niereninsuffizienz eine Dosisreduktion empfohlen. Der Abstand zwischen den einzelnen Dosen muss mindestens 6 Stunden betragen, siehe Tabelle unten.
Bei schwerer Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance < 10 ml/min) muss ein Dosierungsintervall von mindestens 8 Stunden eingehalten werden.
Erwachsene:
glomeruläre Filtrationsrate
Dosis
10-50 ml/min
500 mg alle 6 Stunden
< 10 ml/min
500 mg alle 8 Stunden
Ältere Patienten
Erfahrungen haben gezeigt, dass keine spezielle Dosisanpassung erforderlich ist.
Allerdings kann bei geschwächten, immobilisierten älteren Patienten mit eingeschränkter Leber-/Nierenfunktion eine Dosisreduktion oder Verlängerung des Dosierungsintervalls erforderlich werden.
Ohne ärztliche Anweisung sollte die maximale tägliche Dosis von 60 mg/kg Körpergewicht (bis zu einem Maximum von 2 g pro Tag bei Erwachsenen) nicht überschritten werden bei:
Körpergewicht unter 50 kg,
chronischem Alkoholismus,
Wasserentzug,
chronischer Unterernährung.
Kinder und Jugendliche bzw. Erwachsene mit geringem Körpergewicht
Eine Anwendung von Paracetamol-ratiopharm® bei Kindern unter 4 Jahren bzw. unter 17 kg Körpergewicht wird nicht empfohlen, da die Dosisstärke für diese Altersgruppe nicht geeignet ist. Es stehen jedoch für diese Altersgruppe geeignete Dosisstärken bzw. Darreichungsformen zur Verfügung.
Wenn Sie eine größere Menge von Paracetamol-ratiopharm® eingenommen haben, als Sie sollten
Die Gesamtdosis an Paracetamol darf für Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren bzw. ab 43 kg Körpergewicht 4.000 mg Paracetamol
(entsprechend 8 Tabletten Paracetamol-ratiopharm®) pro Tag und für Kinder 60 mg/kg/Tag nicht übersteigen.
Bei einer Überdosierung treten im Allgemeinen innerhalb von 24 Stunden Beschwerden auf, die Übelkeit, Erbrechen, Appetitlosigkeit, Blässe und Bauchschmerzen umfassen.
Wenn eine größere Menge Paracetamol-ratiopharm® eingenommen wurde als empfohlen, rufen Sie den nächst erreichbaren Arzt zu Hilfe!
Wenn Sie die Einnahme von Paracetamol-ratiopharm® vergessen haben
Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.
Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Welche Nebenwirkungen sind möglich?
Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen):
Veränderungen des Blutbildes, wie eine verringerte Anzahl von Blutplättchen (Thrombozytopenie) oder eine starke Verminderung bestimmter weißer Blutkörperchen (Agranulozytose).
Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar):
Eine schwere Erkrankung, die das Blut saurer machen kann (sogenannte metabolische Azidose), bei Patienten mit schweren Erkrankungen,die Paracetamol einnehmen (siehe 2. „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“).
Meldung von Nebenwirkungen
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser
Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzeigen.
Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.
5. Wie ist Paracetamol-ratiopharm® aufzubewahren?
Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.
Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und dem Blister nach „Verwendbar bis“/„Verw. bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.
Den Blister fest verschlossen halten und im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht und Feuchtigkeit zu schützen.
Entsorgen Sie Arzneimittel niemals über das Abwasser (z. B. nicht über die Toilette oder das Waschbecken). Fragen Sie in Ihrer Apotheke, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei. Weitere Informationen finden Sie unter www.bfarm.de/arzneimittelentsorgung.
6. Inhalt der Packung und weitere Informationen
Was Paracetamol-ratiopharm® enthält
Der Wirkstoff ist Paracetamol.
Jede Tablette enthält 500 mg Paracetamol.
Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im Dezember 2024.
Versionscode: Z14
Hinweis zum Teilen der Tabletten
Liebe Patientin, lieber Patient,
sofern Ihre Behandlung mit Paracetamol-ratiopharm® eine Teilung der Tabletten vorsieht, gehen Sie dabei am besten wie folgt vor:
Halbieren der Tabletten
Legen Sie die Tablette mit der Bruchkerbe nach oben auf eine harte, flache Unterlage (z. B. einen Teller). Drücken Sie dann mit beiden Zeigefingern (oder Daumen) gleichzeitig kräftig auf die Außenseiten links und rechts der Kerbe. Die Tablette bricht dabei in zwei Hälften auseinander.
Weitere Informationsquellen
Die neuesten zugelassenen Informationen zu diesem Arzneimittel sind durch Scannen des in der Gebrauchsinformation enthaltenen QR-Codes mit
einem Smartphone/Gerät verfügbar. Dieselben Informationen sind auch unter folgender Webadresse verfügbar: