Ramipril G.L. enthält den Wirkstoff Ramipril, der zur Wirkstoffklasse der ACE-Hemmer gehört (ACE steht für Angiotensin Converting Enzyme, das Angiotensinkonversionsenzym). Laut Gebrauchsinformation wirkt das Mittel, indem es die körpereigene Produktion von Substanzen reduziert, die den Blutdruck steigen lassen, indem es die Blutgefäße entspannt und weiter stellt und indem es dem Herzen erleichtert, Blut durch den Körper zu pumpen.
Angewendet wird es zur Behandlung von Bluthochdruck (Hypertonie), zur Senkung des Risikos, einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden, zur Senkung des Risikos oder Verlangsamung des Fortschreitens von Nierenfunktionsstörungen bei Diabetikern wie bei Nichtdiabetikern, zur Behandlung einer Herzschwäche (Herzinsuffizienz) sowie zur Behandlung im Anschluss an einen Herzinfarkt mit der Komplikation einer Herzinsuffizienz. Bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren wird die Anwendung nicht empfohlen.
Ramipril G.L. vor einem Eingriff
Unter den Warnhinweisen und Vorsichtsmaßnahmen steht ein Punkt, der vor jedem geplanten Eingriff zählt: Wenn Sie in Verbindung mit einer Operation oder beim Zahnarzt ein Betäubungsmittel erhalten sollen, ist das laut Gebrauchsinformation vorher mit Ärztin oder Arzt zu besprechen. Es könnte erforderlich sein, die Behandlung mit Ramipril G.L. einen Tag vorher abzubrechen; die Beilage verweist dafür auf ärztlichen Rat. Einen Grund oder einen darüber hinausgehenden Zeitplan nennt sie nicht.
Die Richtung der Entscheidung ist damit klar: Von sich aus wird die Behandlung laut Gebrauchsinformation nicht abgebrochen. Ob und wann Ramipril G.L. vor einem Eingriff oder einer Narkose pausiert, legt die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt fest. Deshalb gehört es in Ihre Vorbesprechung und auf Ihre Medikamentenliste.
Weitere Punkte desselben Abschnitts berühren die Zeit um eine Operation: eine bestehende Herz-, Leber- oder Nierenerkrankung, ein großer Verlust an Körpersalzen oder Flüssigkeit durch Erbrechen, Durchfall, außergewöhnlich starkes Schwitzen oder eine lange Einnahme von Entwässerungstabletten sowie ein hoher Kaliumspiegel im Blut. Die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt überprüft gegebenenfalls Nierenfunktion, Blutdruck und Elektrolytwerte.
Nach dem Eingriff: Blutdruck, Schmerzmittel und Warnzeichen
Zu den häufigen Nebenwirkungen zählen Schwindelgefühl, Ohnmacht und ein ungewöhnlich niedriger Blutdruck (Hypotonie), insbesondere beim Stehen oder plötzlichen Aufstehen; die Wahrscheinlichkeit für Schwindel ist zu Beginn der Behandlung oder bei einer Dosiserhöhung am größten. Genau das kann mit Ihrem ersten Aufstehen nach dem Eingriff zusammenfallen. Häufig oder gelegentlich nennt die Beilage außerdem Kopfschmerzen, Müdigkeit, Muskelkrämpfe oder -schmerzen, geschwollene Arme und Beine als mögliche Anzeichen von Flüssigkeitsansammlungen sowie erhöhte Kaliumwerte im Blut. Alkohol kann während der Einnahme Schwindel und Benommenheit verursachen.
Bedeutsam ist, womit Schmerzen behandelt werden. Arzneimittel gegen Schmerzen und Entzündungen, also nicht-steroidale Antiphlogistika (NSAR) wie Ibuprofen, Indometacin und Acetylsalicylsäure, führt die Gebrauchsinformation gleich zweimal auf: Diese Mittel können die Wirkung von Ramipril G.L. abschwächen, und bei gleichzeitiger Einnahme steigt das Risiko von Nebenwirkungen. Ein erhöhtes Risiko von Nebenwirkungen nennt die Beilage ebenso für steroidhaltige Entzündungsmittel wie Prednisolon, für Entwässerungstabletten wie Furosemid und für Mittel, die den Kaliumgehalt im Blut erhöhen können – darunter Trimethoprim und Cotrimoxazol, Ciclosporin und Heparin.
Einige Beschwerden verlangen laut Gebrauchsinformation eine unverzügliche ärztliche Abklärung, und manche davon können nach einem Eingriff zunächst der Wundheilung zugeschrieben werden. Dazu gehören Schwellungen des Gesichts, der Lippen oder des Rachens, die das Schlucken oder Atmen erschweren, dazu Juckreiz und Hautausschläge als mögliche Anzeichen einer schweren Überempfindlichkeitsreaktion, außerdem schwere Hautreaktionen mit Rötung, Bläschenbildung oder Ablösung der Haut. Blutergüsse, Blutungen, die länger als normal andauern, Zahnfleischbluten, eine erhöhte Infektionsanfälligkeit, Halsschmerzen und Fieber oder blasse Haut führt die Beilage als mögliche Anzeichen einer Blut- oder Knochenmarkerkrankung auf.
Häufige Fragen
Wie wird Ramipril G.L. eingenommen? Die Dosis richtet sich nach dem Anwendungsgebiet und wird von der behandelnden Ärztin oder dem behandelnden Arzt angepasst. Bei Bluthochdruck nennt die Gebrauchsinformation als übliche Anfangsdosis 1,25 mg oder 2,5 mg einmal täglich und als Höchstdosis 10 mg einmal täglich; bei Nierenfunktionsstörungen liegt die übliche Dosis bei 5 mg oder 10 mg einmal täglich, bei Herzinsuffizienz beträgt die übliche Anfangsdosis 1,25 mg einmal täglich. Eine Tablette enthält 1,25 mg Ramipril. Geschluckt wird sie als Ganzes mit ausreichend Flüssigkeit, jeden Tag zur gleichen Tageszeit und unabhängig von einer Mahlzeit; zerkaut oder zerstoßen wird sie nicht, in gleiche Dosen teilen lässt sie sich.
Und wenn eine Einnahme vergessen wurde? Dann folgt laut Gebrauchsinformation die nächste Dosis zum nächsten planmäßigen Zeitpunkt. Die doppelte Menge wird nicht eingenommen, um eine vergessene Einnahme auszugleichen.
Was passiert bei zu viel Ramipril G.L.? Die Gebrauchsinformation verweist auf die umgehende Information einer Ärztin oder eines Arztes oder auf die Notaufnahme des nächstgelegenen Krankenhauses – nicht am Steuer des eigenen Fahrzeugs, sondern in Begleitung oder mit dem Krankenwagen und mit der Packung des Arzneimittels. Zu den Symptomen einer Überdosierung von ACE-Hemmern zählt die Beilage eine übermäßige Erweiterung peripherer Gefäße mit ausgeprägtem Blutdruckabfall bis zum Schock, einen verlangsamten Herzschlag (Bradykardie), Elektrolytstörungen und Nierenversagen.
Dieser Text fasst zusammen, was die amtliche Gebrauchsinformation für Menschen vor und nach einem Eingriff bedeutet. Maßgeblich ist ihr vollständiger Wortlaut, der unten auf dieser Seite steht.
Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen. - Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen. - Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. - Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie. - Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.
Was in dieser Packungsbeilage steht
1. Was ist Ramipril G.L. und wofür wird es angewendet? 2. Was sollten Sie vor der Einnahme von Ramipril G.L. beachten? 3. Wie ist Ramipril G.L. einzunehmen? 4. Welche Nebenwirkungen sind möglich? 5. Wie ist Ramipril G.L. aufzubewahren? 6. Inhalt der Packung und weitere Informationen
1. Was ist Ramipril G.L. und wofür wird es angewendet?
Ramipril G.L. enthält den Wirkstoff Ramipril. Dieser gehört zur Wirkstoffklasse der ACEHemmer (ACE = Angiotensin Converting Enzyme/Angiotensinkonversionsenzym).
Ramipril G.L. wirkt, indem es - die körpereigene Produktion von Substanzen reduziert, die den Blutdruck steigen lassen, - Ihre Blutgefäße entspannt und weiter stellt, - es dem Herzen erleichtert, Blut durch den Körper zu pumpen.
Ramipril G.L. wird angewendet zur - Behandlung von Bluthochdruck (Hypertonie), - Senkung des Risikos, einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden, - Senkung des Risikos oder Verlangsamung des Fortschreitens von
Nierenfunktionsstörungen (sowohl bei Diabetikern als auch bei Nichtdiabetikern), - Behandlung einer Herzschwäche, wenn das Herz nicht genug Blut durch den Körper pumpt (Herzinsuffizienz), - Behandlung im Anschluss an einen Herzinfarkt (Myokardinfarkt) mit der Komplikation einer Herzinsuffizienz.
2. Was sollten Sie vor der Einnahme von Ramipril G.L. beachten?
Ramipril G.L. darf nicht eingenommen werden, - wenn Sie allergisch gegen Ramipril, einen anderen ACE-Hemmer oder einen der in
Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind. Zu Anzeichen einer Überempfindlichkeitsreaktion gehören Hautausschlag, Schluck- oder Atembeschwerden, Schwellung von Lippen, Gesicht, Rachen oder Zunge. - wenn Sie in der Vergangenheit eine schwere allergische Reaktion, ein sogenanntes Angioödem, hatten. Zu den Anzeichen gehören Juckreiz, Nesselausschlag (Urtikaria), rote Flecken an Händen, Füßen und Hals, Schwellungen des Rachens und der Zunge, Schwellungen um die Augen und Lippen, Atem- und Schluckbeschwerden. - wenn Sie sich einer Dialyse oder einer anderen Form der Blutwäsche unterziehen, da Ramipril G.L. abhängig von dem verwendeten Gerät für Sie nicht geeignet sein kann. - wenn Sie an einer Nierenerkrankung leiden, bei der die Blutversorgung der Niere eingeschränkt ist (Nierenarterienstenose). - während den letzten 6 Schwangerschaftsmonaten (siehe Abschnitt „Schwangerschaft und Stillzeit“). - wenn Sie einen ungewöhnlich niedrigen oder schwankenden Blutdruck haben. Dies ist von Ihrem Arzt zu beurteilen. - wenn Sie Diabetes mellitus oder eine eingeschränkte Nierenfunktion haben und mit einem blutdrucksenkenden Arzneimittel, das Aliskiren enthält, behandelt werden. - wenn Sie Sacubitril/Valsartan, ein Arzneimittel zur Behandlung einer chronischen Herzschwäche bei Erwachsenen, eingenommen haben oder einnehmen, weil sich dadurch das Risiko eines Angioödems (schnelle Schwellung unter der Haut z.B. im Rachenbereich) erhöht.
Sie dürfen Ramipril G.L. nicht einnehmen, wenn einer der oben genannten Punkte auf Sie zutrifft. Wenn Sie sich nicht sicher sind, fragen Sie vor der Einnahme von Ramipril G.L. Ihren Arzt.
Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Ramipril G.L. einnehmen,
- wenn Sie eine Herz-, Leber- oder Nierenerkrankung haben. - wenn Sie große Mengen an Körpersalzen oder -flüssigkeiten verloren haben (durch
Erbrechen, Durchfall, außergewöhnlich starkes Schwitzen, eine salzarme Diät, die Einnahme von Diuretika (Entwässerungstabletten) über lange Zeit oder wenn Sie Dialysepatient sind). - wenn Ihre Allergie gegen Bienen- oder Wespenstiche behandelt werden soll (Hyposensibilisierung). - wenn Sie in Verbindung mit einer Operation oder beim Zahnarzt ein Betäubungsmittel erhalten sollen. Es könnte erforderlich sein, Ihre Behandlung mit Ramipril G.L. einen Tag vorher abzubrechen; fragen Sie Ihren Arzt um Rat. - wenn Sie einen hohen Kaliumspiegel im Blut haben (ergibt sich aus den Blutwerten). - wenn Ihr Natriumspiegel aufgrund der Einnahme bestimmter Arzneimittel oder aufgrund anderer Umstände sinkt. Ihr Arzt wird regelmäßige Bluttests anordnen, insbesondere um Ihren Natriumspiegel im Blut zu überprüfen, vor allem, wenn Sie ein älterer Patient sind. - wenn Sie Arzneimittel, die das Risiko eines Angioödems, einer schwerwiegenden allergischen Reaktion, erhöhen können, sogenannte „mTOR-Inhibitoren“ (z. B. Temsirolimus, Everolimus, Sirolimus), Vildagliptin, Neprilysin-(NEP-)Hemmer (wie Racecadotril) oder Sacubitril/Valsartan einnehmen. Bezüglich Sacubitril/Valsartan siehe Abschnitt „Ramipril G.L. darf nicht eingenommen werden“. - wenn Sie an einer Kollagenose, wie Sklerodermie oder systemischem Lupus erythematodes, leiden. - wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel zur Behandlung von hohem Blutdruck einnehmen:
- einen Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten (diese werden auch als Sartane bezeichnet, z.B. Valsartan, Telmisartan, Irbesartan), insbesondere wenn Sie Nierenprobleme aufgrund von Diabetes mellitus haben,
Aliskiren.
Sie müssen Ihrem Arzt mitteilen, wenn Sie vermuten, dass Sie schwanger sind (oder werden könnten). Ramipril G.L. wird in den ersten drei Monaten einer Schwangerschaft nicht empfohlen und kann Ihr Kind schwer schädigen, wenn es nach dem dritten Schwangerschaftsmonat eingenommen wird (siehe Abschnitt „Schwangerschaft und Stillzeit“).
Ihr Arzt wird gegebenenfalls Ihre Nierenfunktion, Ihren Blutdruck und die Elektrolytwerte (z.B. Kalium) in Ihrem Blut in regelmäßigen Abständen überprüfen.
Siehe auch Abschnitt „Ramipril G.L. darf nicht eingenommen werden“.
Wenn einer der oben genannten Punkte auf Sie zutrifft (oder Sie sich nicht sicher sind), fragen Sie vor der Einnahme von Ramipril G.L. Ihren Arzt.
Kinder und Jugendliche Die Anwendung von Ramipril G.L. wird nicht empfohlen bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren, da die Sicherheit und Wirksamkeit von Ramipril G.L. für diese Altersgruppe noch nicht nachgewiesen wurde.
Einnahme von Ramipril G.L. zusammen mit anderen Arzneimitteln Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.
Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel einnehmen, da sie die Wirkung von Ramipril G.L. abschwächen können: - Arzneimittel gegen Schmerzen und Entzündungen (z.B. nicht-steroidale Antiphlogistika (NSAR), wie Ibuprofen, Indometacin und Acetylsalicylsäure), - Arzneimittel zur Behandlung von niedrigem Blutdruck, Schock, Herzversagen, Asthma oder Allergien, wie Ephedrin, Noradrenalin oder Adrenalin. Ihr Arzt muss Ihren Blutdruck überprüfen.
Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel einnehmen, da bei gleichzeitiger Einnahme von Ramipril G.L. das Risiko von Nebenwirkungen erhöht wird: - Arzneimittel gegen Schmerzen und Entzündungen (z.B. nicht-steroidale Antiphlogistika (NSAR), wie Ibuprofen, Indometacin und Acetylsalicylsäure), - Arzneimittel gegen Krebs (Chemotherapie), - Diuretika (Entwässerungstabletten), wie Furosemid, - Kalium-Ergänzungsmittel (einschließlich Salzersatzmittel), kaliumsparende Diuretika (z.B.
Spironolacton, Triamteren oder Amilorid) und andere Arzneimittel, die den Kaliumgehalt in Ihrem Blut erhöhen können (z.B. Trimethoprim und Cotrimoxazol zur Behandlung bakterieller Infekte; Ciclosporin, ein Arzneimittel zur Unterdrückung des Immunsystems, um die Abstoßung transplantierter Organe zu verhindern; und Heparin, ein Arzneimittel zur Blutverdünnung und Vermeidung von Blutgerinnseln) - Steroidhaltige Arzneimittel gegen Entzündungen, wie Prednisolon, - Allopurinol (zur Senkung der Harnsäurewerte im Blut), - Procainamid (gegen Herzrhythmusstörungen).
Wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel einnehmen, kann das Risiko eines Angioödems (einer schweren allergischen Reaktion) erhöht sein: - Racecadotril, ein Arzneimittel zur Behandlung von Durchfall - Arzneimittel, die zur Verhinderung der Abstoßung von transplantierten Organen oder zur
Krebsbehandlung eingesetzt werden (sogenannte „mTOR-Inhibitoren“ z.B. Temsirolimus, Sirolimus, Everolimus) - Vildagliptin, ein Arzneimittel zur Behandlung von Diabetes - Sacubitril/Valsartan (zur Behandlung einer chronischen Herzschwäche bei Erwachsenen) (siehe auch Abschnitt „Ramipril G.L. darf nicht eingenommen werden“)
Ihr Arzt muss unter Umständen Ihre Dosierung anpassen und/oder sonstige Vorsichtsmaßnahmen treffen,
- wenn Sie einen Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren einnehmen (siehe auch Abschnitte „Ramipril G.L. darf nicht eingenommen werden“ und „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“).
Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel einnehmen, da deren Wirkung durch Ramipril G.L. beeinflusst werden kann: - Arzneimittel gegen Diabetes, wie Blutzucker-senkende Arzneimittel zum Einnehmen und
Insulin. Ramipril G.L. kann den Blutzuckerspiegel senken. Während der Einnahme von Ramipril G.L. muss der Blutzuckerspiegel deswegen engmaschig kontrolliert werden. - Lithium (gegen seelische Erkrankungen). Ramipril G.L. kann die Lithiumspiegel im Blut erhöhen. Ihr Arzt muss die Lithiumspiegel deswegen sorgfältig überwachen.
Wenn einer der oben genannten Punkte auf Sie zutrifft (oder Sie sich nicht sicher sind), fragen Sie vor der Einnahme von Ramipril G.L. Ihren Arzt.
Einnahme von Ramipril G.L. zusammen mit Nahrungsmitteln und Alkohol Alkoholgenuss während der Einnahme von Ramipril G.L. kann Schwindel und Benommenheit verursachen. Wenn Sie hinsichtlich der Menge an Alkohol, die Sie während der Einnahme von Ramipril G.L. trinken dürfen, unsicher sind, fragen Sie Ihren Arzt, da sich blutdrucksenkende Arzneimittel und Alkohol in ihrer Wirkung gegenseitig verstärken können.
Ramipril G.L. kann zu den Mahlzeiten oder unabhängig davon eingenommen werden.
Schwangerschaft und Stillzeit Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
Schwangerschaft Sie müssen Ihrem Arzt mitteilen, wenn Sie vermuten, dass Sie schwanger sind (oder schwanger werden könnten).
Sie sollen Ramipril G.L. nicht in den ersten 12 Wochen der Schwangerschaft einnehmen, und Sie dürfen es auf keinen Fall nach der dreizehnten Schwangerschaftswoche einnehmen, da das Arzneimittel für das Ungeborene möglicherweise schädlich sein kann.
Wenn Sie schwanger werden, während Sie mit Ramipril G.L. behandelt werden, informieren Sie Ihren Arzt unverzüglich. Eine Umstellung auf eine geeignete andere Behandlung hat vor einer geplanten Schwangerschaft zu erfolgen.
Stillzeit Nehmen Sie Ramipril G.L. nicht ein, wenn Sie stillen.
Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
! Achtung: Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit und Verkehrstüchtigkeit beeinträchtigen.
Während der Einnahme von Ramipril G.L. kann Schwindel auftreten. Die Wahrscheinlichkeit ist zu Beginn der Behandlung mit Ramipril G.L. oder bei einer Dosiserhöhung am höchsten. In diesem Fall dürfen Sie kein Kraftfahrzeug lenken und keine Werkzeuge oder Maschinen bedienen.
Ramipril G.L. enthält Lactose Bitte nehmen Sie Ramipril G.L. erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie an einer Zuckerunverträglichkeit leiden.
Ramipril G.L. enthält Natrium Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Tablette, d.h. es ist nahezu „natriumfrei“.
3. Wie ist Ramipril G.L. einzunehmen?
Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.
Die empfohlene Dosis beträgt:
Behandlung von Bluthochdruck - Die übliche Anfangsdosis beträgt 1,25 mg oder 2,5 mg einmal täglich. - Ihr Arzt wird die einzunehmende Dosis anpassen, bis Ihr Blutdruck unter Kontrolle ist. - Die Höchstdosis beträgt 10 mg einmal täglich. - Wenn Sie bereits Diuretika (Entwässerungstabletten) einnehmen, ist es möglich, dass Ihr
Arzt die Diuretikamenge vor Beginn der Behandlung mit Ramipril G.L. verringert oder das Arzneimittel ganz absetzt.
Senkung des Risikos, einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden - Die übliche Anfangsdosis beträgt 2,5 mg einmal täglich. - Ihr Arzt kann dann entscheiden, die Dosis zu erhöhen. - Die übliche Dosis beträgt 10 mg einmal täglich.
Behandlung zur Senkung des Risikos oder Verlangsamung des Fortschreitens von Nierenfunktionsstörungen - Ihre Anfangsdosis beträgt entweder 1,25 mg oder 2,5 mg einmal täglich. - Ihr Arzt wird Ihre Dosis anpassen. - Die übliche Dosis beträgt 5 mg oder 10 mg einmal täglich.
Behandlung von Herzinsuffizienz - Die übliche Anfangsdosis beträgt 1,25 mg einmal täglich. - Ihr Arzt wird Ihre Dosis anpassen. - Die Höchstdosis beträgt 10 mg täglich. Es empfiehlt sich, die Dosis auf zwei Gaben täglich aufzuteilen.
Behandlung nach einem Herzinfarkt - Die übliche Anfangsdosis beträgt 1,25 mg einmal täglich bis 2,5 mg zweimal täglich. - Ihr Arzt wird Ihre Dosis anpassen. - Die übliche Dosis beträgt 10 mg täglich. Es empfiehlt sich, die Dosis auf zwei Gaben täglich aufzuteilen.
Ältere Patienten Ihr Arzt wird mit einer geringeren Anfangsdosis beginnen und diese im Laufe der Behandlung langsamer erhöhen.
Einnahme des Arzneimittels
Zum Einnehmen.
Nehmen Sie das Arzneimittel jeden Tag immer zur gleichen Tageszeit ein.
Die Tabletten können unabhängig von einer Mahlzeit eingenommen werden.
Nehmen Sie die Tabletten als Ganzes mit ausreichend Flüssigkeit ein.
Die Tablette darf nicht zerkaut oder zerstoßen werden.
Die Tablette kann in gleiche Dosen geteilt werden.
Wenn Sie eine größere Menge von Ramipril G.L. eingenommen haben als Sie sollten
Informieren Sie umgehend einen Arzt oder suchen Sie die Notaufnahme des nächstgelegenen Krankenhauses auf. Sie dürfen nicht selbst zum Krankenhaus fahren. Bitten Sie eine andere Person darum oder rufen Sie einen Krankenwagen. Nehmen Sie die Packung des Arzneimittels mit, damit der behandelnde Arzt weiß, was Sie eingenommen haben.
Hinweise für den Arzt: Maßnahmen bei Überdosierung sind am Ende dieser Gebrauchsinformation angeführt.
Wenn Sie die Einnahme von Ramipril G.L. vergessen haben
- Wenn Sie eine Dosis vergessen haben, nehmen Sie die nächste Dosis zum nächsten planmäßigen Zeitpunkt ein.
- Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.
Wenn Sie die Einnahme von Ramipril G.L. abbrechen
Brechen Sie die Behandlung mit Ramipril G.L. nicht von sich aus ab.
Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirkt zu stark oder zu schwach, sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt.
Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?
Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Brechen Sie die Einnahme von Ramipril G.L. umgehend ab und wenden Sie sich unverzüglich an einen Arzt, wenn Sie eine der folgenden schweren Nebenwirkungen bemerken – Sie benötigen möglicherweise dringend ärztliche Behandlung:
- Schwellungen des Gesichts, der Lippen oder des Rachens, die Ihnen das Schlucken oder Atmen erschweren, sowie Juckreiz und Hautausschläge. Dies können Anzeichen einer schweren Überempfindlichkeitsreaktion auf Ramipril G.L. sein.
- Schwere Hautreaktionen einschließlich Hautausschlag, Geschwüren im Mund (Aphten), Verschlechterung einer bestehenden Hauterkrankung, Rötung, Bläschenbildung oder Ablösung der Haut (wie Stevens-Johnson-Syndrom, toxische epidermale Nekrolyse, Erythema multiforme).
Informieren Sie umgehend einen Arzt beim Auftreten von:
- beschleunigter Herzfrequenz, unregelmäßigem oder starkem Herzschlag (Herzklopfen), Schmerzen oder Engegefühl im Brustkorb oder schwerwiegenderen Ereignissen, wie Herzinfarkt oder Schlaganfall,
Kurzatmigkeit oder Husten, die mögliche Anzeichen einer Lungenerkrankung sind,
Blutergüssen, Blutungen, die länger als normal andauern, jeglichen Anzeichen einer
Blutung (z.B. Zahnfleischbluten), purpurroten Flecken auf der Haut oder erhöhter Infektionsanfälligkeit, Halsschmerzen und Fieber, Müdigkeit, Schwächegefühl, Schwindel oder blasser Haut, die mögliche Anzeichen einer Blut- oder Knochenmarkerkrankung sind,
- starken Bauchschmerzen, die bis zum Rücken ausstrahlen können und mögliche Anzeichen einer Bauchspeicheldrüsenentzündung (Pankreatitis) sind,
- Fieber, Schüttelfrost, Müdigkeit, Appetitlosigkeit, Bauchschmerzen, Unwohlsein, Gelbfärbung der Haut oder Augen (Gelbsucht), die mögliche Anzeichen von Lebererkrankungen, wie Hepatitis (Leberentzündung) oder Leberschäden, sind.
Weitere mögliche Nebenwirkungen:
Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)
Kopfschmerzen oder Müdigkeit
Schwindelgefühl. Die Wahrscheinlichkeit dafür ist zu Beginn der Behandlung mit Ramipril
G.L. oder bei einer Dosiserhöhung größer. - Ohnmacht, Hypotonie (ungewöhnlich niedriger Blutdruck), insbesondere beim Stehen oder plötzlichen Aufstehen - Trockener Reizhusten, Nebenhöhlenentzündung (Sinusitis) oder Bronchitis,
Kurzatmigkeit - Magen- oder Darmschmerzen, Durchfall, Verdauungsstörungen, Unwohlsein oder
Erbrechen - Hautausschlag mit oder ohne Hauterhebungen - Schmerzen im Brustkorb - Muskelkrämpfe oder -schmerzen - Erhöhte Kaliumwerte im Blut
Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)
Gleichgewichtsstörungen (Vertigo)
Juckreiz und ungewöhnliche Hautempfindungen wie Taubheit, Prickeln, Stechen,
Brennen oder Kribbeln (Parästhesien) - Verlust oder Veränderung des Geschmacksempfindens - Schlafstörungen - Depressive Stimmungslage, Angst, ungewöhnliche Nervosität oder Unruhe - Verstopfte Nase, Atembeschwerden oder Verschlimmerung von Asthma - Schwellung im Darm, ein sogenanntes intestinales Angioödem, mit Beschwerden wie
Bauchschmerzen, Erbrechen und Durchfall - Sodbrennen, Verstopfung oder Mundtrockenheit - Gesteigerte Harnausscheidung (Diurese) im Laufe des Tages - Übermäßiges Schwitzen - Appetitlosigkeit oder -verminderung (Anorexie) - Erhöhter oder unregelmäßiger Herzschlag - Geschwollene Arme und Beine, mögliche Anzeichen von Flüssigkeitsansammlungen im
Körper - Hautrötung mit Hitzegefühl - Verschwommenes Sehen - Gelenkschmerzen - Fieber - Sexuelle Störungen bei Männern, verringertes sexuelles Verlangen bei Männern und
Frauen - Ein Anstieg der Anzahl bestimmter weißer Blutkörperchen (Eosinophilie) - Blutwerte, die auf Funktionsstörungen der Leber, der Bauchspeicheldrüse oder der
Nieren hindeuten
Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen)
Gefühl des Zitterns oder Verwirrtheit
Rote und geschwollene Zunge
Schwerwiegende Schuppung oder Ablösung der Haut, juckender, erhabener
Hautausschlag
Nagelprobleme (z.B. Lockern oder Ablösen eines Fuß- oder Fingernagels)
Hautausschlag oder Bluterguss
Flecken auf der Haut und kalte Gliedmaßen
Rote, juckende, geschwollene oder tränende Augen
Hörstörungen oder Ohrenklingeln
Schwächegefühl
Verringerung der Anzahl roter Blutkörperchen, weißer Blutkörperchen oder Blutplättchen oder ein zu niedriger Hämoglobinwert bei Blutuntersuchungen
Sehr selten (kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen)
- Erhöhte Sonnenempfindlichkeit
Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)
Konzentrationsschwäche
Geschwollener Mund
Blutbild mit zu wenig Blutzellen
Zu niedrige Natriumwerte im Blut
Konzentrierter Urin (dunkle Farbe), Übelkeit oder Erbrechen, Muskelkrämpfe, Verwirrung und Anfälle, die durch eine unangemessene ADH-Sekretion (antidiuretische Hormonsekretion) bedingt sein können. Wenden Sie sich umgehend an Ihren Arzt, wenn diese Beschwerden bei Ihnen auftreten.
Verfärbung von Fingern und Zehen, wenn Ihnen kalt ist, und Kribbeln oder Schmerzen beim Aufwärmen (Raynaud-Syndrom)
Brustvergrößerung bei Männern
Verlangsamtes oder verschlechtertes Reaktionsvermögen
Brennendes Gefühl
Veränderte Geruchswahrnehmung
Haarausfall
Meldung von Nebenwirkungen Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.
Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das nationale Meldesystem (Details siehe unten) anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.
Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen Traisengasse 5 1200 WIEN ÖSTERREICH
In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.
Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.
Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf der Blisterpackung und dem Umkarton nach „verw. bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.
Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.
6. Inhalt der Packung und weitere Informationen
Was Ramipril G.L. enthält - Der Wirkstoff ist: Ramipril. 1 Tablette enthält 1,25 mg Ramipril. - Die sonstigen Bestandteile sind: Natriumhydrogencarbonat, Lactose-Monohydrat,
Wie Ramipril G.L. aussieht und Inhalt der Packung Weiße kapselförmige Tabletten.
Packungsgröße: 30 Tabletten
Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller G.L. Pharma GmbH, 8502 Lannach
Z.Nr.: 1-27172
Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im Mai 2021.
Die folgenden Informationen sind für medizinisches Fachpersonal bestimmt:
Überdosierung
Symptome Zu Symptomen einer Überdosierung von ACE-Hemmern gehören übermäßige Dilatation peripherer Gefäße (mit ausgeprägter Hypotonie, Schock), Bradykardie, Elektrolytstörungen und Nierenversagen.
Behandlung Der Patient muss engmaschig überwacht werden. Die Therapie ist symptomatisch und unterstützend. Zu hilfreichen Maßnahmen gehören eine primäre Detoxifikation (Magenspülung, Gabe eines Adsorptionsmittels) und Maßnahmen zur Wiederherstellung des hämodynamischen Gleichgewichts, wie die Gabe von alpha1-adrenergen Agonisten oder Angiotensin II (Angiotensinamid). Ramiprilat, der aktive Metabolit von Ramipril, ist kaum dialysierbar.