Remicade enthält den Wirkstoff Infliximab, einen monoklonalen Antikörper – eine Proteinart, die an eine bestimmte Zielstelle im Körper bindet, den Tumor-Nekrose-Faktor alpha (TNF alpha). Remicade gehört damit zur Gruppe der Medikamente, die TNF-Blocker genannt werden: Es bindet sich spezifisch an TNF alpha und blockiert dessen Funktion. Weil TNF alpha an Entzündungsprozessen beteiligt ist, kann sich die Entzündung im Körper vermindern, wenn es blockiert wird.
Angewendet wird Remicade laut Gebrauchsinformation bei Erwachsenen gegen rheumatoide Arthritis, Psoriasis-Arthritis, ankylosierende Spondylitis (Morbus Bechterew) und Psoriasis, bei Erwachsenen und Kindern ab 6 Jahren außerdem gegen Morbus Crohn und Colitis ulcerosa. In allen genannten Fällen kommt es erst zum Zug, wenn andere Medikamente nicht ausreichend wirken. Jede Durchstechflasche enthält 100 mg Infliximab als gefriergetrocknetes Pulver, aus dem eine Infusionslösung hergestellt wird.
Remicade vor einem Eingriff
Operationen widmet die Gebrauchsinformation einen eigenen Punkt unter den Warnhinweisen. Stehen Operationen oder Zahnbehandlungen an, gehört das danach der behandelnden Ärztin oder dem behandelnden Arzt mitgeteilt. Der Operateurin oder dem Operateur und der Zahnärztin oder dem Zahnarzt wird die laufende Behandlung mit der Patientenkarte angezeigt, die wichtige Sicherheitsinformationen enthält.
Eine Frist nennt die Beilage dafür nicht, und sie sieht auch kein Schema vor, nach dem Remicade vor einem Eingriff abgesetzt würde. Sie nennt aber einen Grund, warum die Behandlung schon in die Vorbesprechung gehört: Unter Remicade können Infektionen leichter auftreten, ab 65 Jahren ist das Risiko höher, und solche Infektionen können schwerwiegend sein. Zeigen sich Anzeichen einer Infektion – Fieber, Husten, grippeähnliche Zeichen, Unwohlsein, gerötete oder heiße Haut, Wunden oder Zahnprobleme –, rät die Ärztin oder der Arzt möglicherweise dazu, die Behandlung vorübergehend abzusetzen.
Als Gegenanzeige führt die Gebrauchsinformation unter anderem eine Tuberkulose oder eine andere schwerwiegende Infektion sowie eine mäßiggradige oder schwere Herzinsuffizienz auf; Lebendimpfstoffe sind während der Behandlung nicht vorgesehen. Nach einer Therapiepause von mehr als 16 Wochen besteht bei der Wiederaufnahme ein höheres Risiko für eine allergische Reaktion.
Nach dem Eingriff: Wundheilung und Infektionen
Für die Zeit nach einer Operation ist eine gelegentliche Nebenwirkung besonders bedeutsam: eine Verzögerung der Wundheilung. Ebenfalls gelegentlich nennt die Beilage eine Ansammlung von Blut außerhalb der Blutgefäße (Hämatom); Blutergüsse und eine Reaktion an der Injektionsstelle mit Schmerzen, Schwellung, Rötung oder Juckreiz zählen zu den häufigen Nebenwirkungen. Unter den Nebenwirkungen, deren Häufigkeit nicht abschätzbar ist, stehen ausdrücklich Probleme nach einem medizinischen Eingriff, einschließlich infektiöser und nicht infektiöser Beschwerden.
Auch das Infektionsrisiko bleibt in der Heilungsphase bedeutsam: Zu den häufigen Nebenwirkungen zählen bakterielle Infektionen wie Blutvergiftung, Abszess oder Infektionen der Haut (Cellulitis). Hinzu kommt, dass der Körper bei einigen Patientinnen und Patienten unter Umständen nicht genug von jenen Blutzellen bildet, die an der Bekämpfung von Infektionen oder der Stillung von Blutungen beteiligt sind. Anzeichen dafür können anhaltendes Fieber, eine Neigung zu Blutungen oder Blutergüssen oder Blässe sein. Die Gebrauchsinformation hält außerdem fest, dass Nebenwirkungen auch noch nach dem Ende der Behandlung auftreten können.
Zu Schmerzmitteln nach einem Eingriff sagt die Beilage nichts. Bei den Wechselwirkungen nennt sie allein Arzneimittel, die das Immunsystem beeinflussen, sowie Kineret (Anakinra) und Orencia (Abatacept), die nicht zusammen mit Remicade angewendet werden sollen. Welche übrigen Medikamente weitergeführt werden, teilt die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt mit.
Häufige Fragen
Wie wird Remicade verabreicht und wie hoch ist die Dosis? Das Arzneimittel wird als Infusion in eine Vene gegeben, normalerweise in den Arm, und zwar über 2 Stunden; nach der dritten Behandlung kann die Ärztin oder der Arzt die Dosis über 1 Stunde verabreichen. Während der Verabreichung und 1 bis 2 Stunden danach werden Sie überwacht. Die übliche Dosis beträgt bei rheumatoider Arthritis 3 mg pro kg Körpergewicht, bei den übrigen Anwendungsgebieten 5 mg pro kg Körpergewicht. Die zweite Dosis folgt 2 Wochen, die dritte 6 Wochen nach der ersten, weitere dann alle 6 bis 8 Wochen.
Was passiert bei einem versäumten Termin oder bei zu viel Remicade? Wurde ein Behandlungstermin vergessen oder verpasst, sieht die Gebrauchsinformation vor, so schnell wie möglich einen neuen Termin zu vereinbaren. Da das Arzneimittel von der Ärztin oder dem Arzt beziehungsweise vom Pflegepersonal verabreicht wird, ist eine zu große Menge unwahrscheinlich; Nebenwirkungen, die auf die Verabreichung einer zu großen Menge zurückzuführen wären, sind laut Beilage nicht bekannt.
Woran ist eine allergische Reaktion zu erkennen? Anzeichen können eine Schwellung von Gesicht, Lippen, Mund oder Hals sein, die Schwierigkeiten beim Schlucken oder Atmen verursacht, außerdem Hautausschlag und Quaddeln. Eine solche Reaktion kann innerhalb von 2 Stunden nach der Infusion oder später auftreten; weitere Anzeichen wie Muskelschmerzen, Fieber oder Gelenkschmerzen können bis zu 12 Tage nach der Infusion auftreten. Die Gebrauchsinformation verlangt dann eine sofortige Benachrichtigung der Ärztin oder des Arztes.
Dieser Text fasst zusammen, was die amtliche Gebrauchsinformation für Menschen vor und nach einem Eingriff bedeutet. Maßgeblich ist ihr vollständiger Wortlaut, der unten auf dieser Seite steht.
Gebrauchsinformation: Information für Patienten
Remicade 100 mg Pulver für ein Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung Infliximab
Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Anwendung dieses Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen. Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen. Ihr Arzt wird Ihnen zusätzlich eine Patientenkarte geben, die wichtige Sicherheitsinformationen enthält, die Sie vor und während Ihrer Behandlung mit Remicade kennen müssen. Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt. Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter.
Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie. Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt. Dies gilt auch für
Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.
Was in dieser Packungsbeilage steht:
1. Was ist Remicade und wofür wird es angewendet? 2. Was sollten Sie vor der Anwendung von Remicade beachten? 3. Wie ist Remicade anzuwenden? 4. Welche Nebenwirkungen sind möglich? 5. Wie ist Remicade aufzubewahren? 6. Inhalt der Packung und weitere Informationen
1. Was ist Remicade und wofür wird es angewendet?
Remicade enthält den Wirkstoff Infliximab. Infliximab ist ein monoklonaler Antikörper - eine Proteinart, die an eine bestimmte Zielstelle in Ihrem Körper bindet, welche TNF (Tumor-NekroseFaktor) alpha genannt wird.
Remicade gehört zu einer Gruppe von Medikamenten, die “TNF-Blocker“ genannt werden. Es wird bei Erwachsenen bei den folgenden entzündlichen Erkrankungen eingesetzt: Rheumatoide Arthritis Psoriasis-Arthritis Ankylosierende Spondylitis (Morbus Bechterew) Psoriasis.
Remicade wird bei Erwachsenen und Kindern ab 6 Jahren auch eingesetzt bei: Morbus Crohn Colitis ulcerosa.
Remicade wirkt, indem es sich spezifisch an TNF alpha bindet und seine Funktion blockiert. TNF alpha ist an Entzündungsprozessen im Körper beteiligt, d. h. wenn es blockiert wird, kann sich die Entzündung in Ihrem Körper vermindern.
Rheumatoide Arthritis Rheumatoide Arthritis ist eine entzündliche Gelenkerkrankung. Wenn Sie an einer aktiven rheumatoiden Arthritis leiden, werden Sie zunächst mit anderen Medikamenten behandelt. Wenn diese Medikamente nicht ausreichend wirken, erhalten Sie Remicade, das Sie in Kombination mit einem anderen Medikament, das Methotrexat heißt, nehmen zur: Verminderung Ihrer Krankheitssymptome Verlangsamung des Fortschreitens Ihrer Gelenkschäden Verbesserung Ihrer körperlichen Funktionsfähigkeit.
Psoriasis-Arthritis Die Psoriasis-Arthritis ist eine entzündliche Erkrankung der Gelenke, gewöhnlich begleitet von Schuppenflechte. Wenn Sie an einer aktiven Psoriasis-Arthritis leiden, werden Sie zunächst mit anderen Medikamenten behandelt. Wenn diese Medikamente nicht ausreichend wirken, erhalten Sie Remicade zur: Verminderung Ihrer Krankheitssymptome Verlangsamung des Fortschreitens Ihrer Gelenkschäden Verbesserung Ihrer körperlichen Funktionsfähigkeit.
Ankylosierende Spondylitis (Morbus Bechterew) Die ankylosierende Spondylitis ist eine entzündliche Erkrankung der Wirbelsäule. Wenn Sie an ankylosierender Spondylitis leiden, werden Sie zunächst mit anderen Medikamenten behandelt. Wenn diese Medikamente nicht ausreichend wirken, erhalten Sie Remicade zur: Verminderung Ihrer Krankheitssymptome Verbesserung Ihrer körperlichen Funktionsfähigkeit.
Psoriasis (Schuppenflechte) Die Psoriasis ist eine entzündliche Erkrankung der Haut. Wenn Sie an einer mittelschweren bis schweren Psoriasis vom Plaque-Typ leiden, werden Sie zunächst mit anderen Medikamenten oder Behandlungsmethoden wie z. B. einer Phototherapie behandelt. Wenn diese Medikamente oder Behandlungsmethoden nicht ausreichend wirken, erhalten Sie Remicade, um die Symptome Ihrer Krankheit zu vermindern.
Colitis ulcerosa Colitis ulcerosa ist eine entzündliche Erkrankung des Darms. Wenn Sie an Colitis ulcerosa leiden, werden Sie zunächst mit anderen Medikamenten behandelt. Wenn diese Medikamente nicht ausreichend wirken, erhalten Sie Remicade zur Behandlung Ihrer Erkrankung.
Morbus Crohn Morbus Crohn ist eine entzündliche Darmerkrankung. Wenn Sie an Morbus Crohn leiden, werden Sie zunächst mit anderen Medikamenten behandelt. Wenn diese Medikamente nicht ausreichend wirken, erhalten Sie Remicade, um: einen aktiven Morbus Crohn zu behandeln die Anzahl abnormer Öffnungen (Fisteln) zwischen dem Darm und der Haut, die auf andere
Medikamente oder Operationen nicht angesprochen haben, zu reduzieren.
2. Was sollten Sie vor der Anwendung von Remicade beachten?
Remicade darf nicht angewendet werden, wenn: Sie allergisch gegen Infliximab oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind. Sie überempfindlich (allergisch) gegen Proteine sind, die von Mäusen stammen. Sie Tuberkulose (Tbc) oder eine andere schwerwiegende Infektion, wie z. B.
Lungenentzündung oder Blutvergiftung, haben. Sie eine Herzinsuffizienz haben, die mäßiggradig oder schwer ist.
Remicade darf nicht angewendet werden, wenn eine der oben genannten Krankheiten bei Ihnen vorliegt. Wenn Sie sich nicht sicher sind, besprechen Sie dies mit Ihrem Arzt, bevor Sie Remicade erhalten.
Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen Sprechen Sie mit Ihrem Arzt vor oder während der Behandlung mit Remicade, wenn Sie:
Bereits mit Remicade behandelt worden sind
Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie in der Vergangenheit bereits mit Remicade behandelt worden sind und jetzt wieder eine Behandlung mit Remicade beginnen.
Wenn Sie eine Therapiepause von mehr als 16 Wochen in Ihrer Remicade-Behandlung hatten, besteht ein höheres Risiko für eine allergische Reaktion, wenn Sie die Behandlung wieder aufnehmen.
Infektionen
Teilen Sie Ihrem Arzt, bevor Sie Remicade erhalten, mit, falls Sie eine Infektion haben, auch wenn es eine sehr leichte ist.
Teilen Sie Ihrem Arzt, bevor Sie Remicade erhalten, mit, falls Sie jemals in einem Gebiet gelebt haben oder in ein Gebiet gereist sind, in dem Infektionen, die Histoplasmose, Kokzidioidomykose oder Blastomykose genannt werden, häufig auftreten. Diese Infektionen werden von speziellen Pilzarten hervorgerufen, die die Lungen oder andere Teile Ihres Körpers befallen können.
Sie können leichter Infektionen bekommen, wenn Sie mit Remicade behandelt werden. Wenn Sie 65 Jahre oder älter sind, ist das Risiko höher.
Diese Infektionen können schwerwiegend sein und schließen Tuberkulose, Infektionen, die von Viren, Pilzen, Bakterien oder anderen Organismen aus der Umwelt verursacht werden, und Sepsis ein, die lebensbedrohlich sein können.
Teilen Sie Ihrem Arzt sofort mit, falls Sie während der Behandlung mit Remicade Anzeichen einer Infektion bekommen. Anzeichen können Fieber, Husten, grippeähnliche Zeichen, Unwohlsein, gerötete oder heiße Haut, Wunden oder Zahnprobleme sein. Ihr Arzt rät Ihnen möglicherweise die Remicade-Behandlung vorübergehend abzusetzen.
Tuberkulose (Tbc)
Es ist sehr wichtig, dass Sie es Ihrem Arzt mitteilen, falls Sie jemals eine Tuberkulose hatten oder falls Sie in engem Kontakt mit jemandem standen, der eine Tuberkulose hatte oder hat.
Ihr Arzt wird testen, ob Sie Tuberkulose haben. Es wurde über Fälle von Tuberkulose bei Patienten berichtet, die mit Remicade behandelt wurden, sogar bei Patienten, die bereits mit Arzneimitteln gegen Tbc behandelt wurden. Ihr Arzt wird diese Tests auf Ihrer Patientenkarte vermerken.
Wenn Ihr Arzt der Ansicht ist, dass bei Ihnen das Risiko einer Tuberkulose besteht, können Sie Medikamente gegen Tuberkulose bekommen, bevor Sie Remicade erhalten.
Teilen Sie Ihrem Arzt sofort mit, falls bei Ihnen während der Behandlung mit Remicade Anzeichen einer Tuberkulose auftreten. Anzeichen können anhaltender Husten, Gewichtsverlust, Müdigkeitsgefühl, Fieber, nächtliches Schwitzen sein.
Hepatitis-B-Virus
Teilen Sie Ihrem Arzt, bevor Sie Remicade erhalten, mit, falls Sie Träger des Hepatitis-BVirus sind oder falls Sie jemals Hepatitis B hatten.
Teilen Sie Ihrem Arzt mit, falls Sie glauben, möglicherweise dem Risiko ausgesetzt zu sein, sich mit Hepatitis B zu infizieren.
Ihr Arzt muss Sie auf das Hepatitis-B-Virus testen. Eine Behandlung mit TNF-Blockern wie Remicade kann bei Patienten, die das
Hepatitis-B-Virus in sich tragen, zu einer Reaktivierung des Virus führen, die in manchen Fällen lebensbedrohlich sein kann.
Herzprobleme
Teilen Sie Ihrem Arzt mit, falls Sie irgendwelche Herzprobleme wie z. B. leichte Herzinsuffizienz haben.
Ihr Arzt wird Ihr Herz genau überwachen. Teilen Sie Ihrem Arzt sofort mit, falls Sie während der Behandlung mit Remicade neue oder sich verschlechternde Anzeichen einer Herzinsuffizienz bekommen. Anzeichen können Kurzatmigkeit oder Anschwellen der Füße sein.
Krebs und Lymphome
Teilen Sie Ihrem Arzt, bevor Sie Remicade erhalten, mit, falls Sie ein Lymphom (eine Art Blutkrebs) oder irgendeinen anderen Krebs haben oder jemals gehabt haben.
Patienten mit schwerer rheumatoider Arthritis, die die Krankheit seit langer Zeit haben, haben möglicherweise ein höheres Risiko, ein Lymphom zu entwickeln.
Kinder und Erwachsene, die Remicade anwenden, können ein erhöhtes Risiko haben, ein Lymphom oder einen anderen Krebs zu entwickeln.
Einige Patienten, die TNF-Blocker einschließlich Remicade erhalten haben, haben eine seltene Krebsart entwickelt, die hepatosplenales T-Zell-Lymphom genannt wird. Bei diesen Patienten handelte es sich meist um männliche Teenager oder junge Männer, die meisten mit Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa. Diese Krebsart verlief meist tödlich. Fast alle diese Patienten hatten neben den TNF-Blockern Arzneimittel erhalten, die Azathioprin oder 6-Mercaptopurin enthielten.
Einige Patienten, die mit Infliximab behandelt wurden, entwickelten bestimmte Hautkrebsarten. Informieren Sie Ihren Arzt, wenn während oder nach der Therapie eine Veränderung Ihrer Haut oder Wucherungen auf der Haut auftreten.
In einigen Fällen entwickelten Frauen, die wegen rheumatoider Arthritis mit Remicade behandelt wurden, ein Zervixkarzinom. Frauen, die mit Remicade behandelt werden, einschließlich Frauen über 60 Jahre, kann der Arzt zu regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen bezüglich Zervixkarzinomen raten.
Erkrankungen der Lunge oder starkes Rauchen
Teilen Sie Ihrem Arzt, bevor Sie Remicade erhalten, mit, falls Sie eine chronische Atemwegsobstruktion (COPD) haben oder falls Sie starker Raucher sind.
Patienten mit COPD und Patienten, die starke Raucher sind, haben bei Behandlung mit Remicade möglicherweise ein höheres Risiko, einen Krebs zu entwickeln.
Erkrankungen des Nervensystems
Teilen Sie Ihrem Arzt mit, falls Sie ein Problem haben oder jemals gehabt haben, das Ihr Nervensystem betrifft, bevor Sie Remicade erhalten. Dies schließt ein: Multiple Sklerose, Guillain-Barré-Syndrom, falls Sie Krampfanfälle haben oder bei Ihnen eine „Optikusneuritis“ diagnostiziert wurde.
Teilen Sie Ihrem Arzt sofort mit, falls Sie während der Behandlung mit Remicade Symptome einer Nervenerkrankung bekommen. Anzeichen können sein: Veränderung des Sehens, Schwäche in den Armen oder Beinen, Taubheitsgefühl oder Kribbeln an jeglicher Stelle im Körper.
Abnorme Hautöffnungen
Teilen Sie Ihrem Arzt mit, falls Sie irgendwelche abnormen Hautöffnungen (Fisteln) haben, bevor Sie Remicade erhalten.
Impfungen
Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie kürzlich eine Impfung erhalten haben oder eine Impfung erhalten sollen.
Sie sollten vor Beginn der Behandlung mit Remicade alle empfohlenen Impfungen erhalten. Manche Impfstoffe können Ihnen während der Behandlung mit Remicade verabreicht werden, Sie sollten jedoch keine Lebendimpfstoffe (Impfstoffe, die lebende aber abgeschwächte Erreger enthalten) während der Behandlung mit Remicade erhalten, da diese Infektionen verursachen können.
Wenn Ihnen während der Schwangerschaft Remicade verabreicht wurde, könnte Ihr Kind während seines ersten Lebensjahres ebenfalls ein erhöhtes Risiko haben, eine Infektion durch die Impfung mit einem Lebendimpfstoff zu bekommen. Es ist wichtig, dass Sie den Kinderarzt und andere Angehörige eines Gesundheitsberufs über Ihre Anwendung von Remicade informieren, damit diese entscheiden können, wann Ihr Kind geimpft werden soll. Dies schließt Lebendimpfstoffe wie z. B. den BCG-Impfstoff (wird zum Schutz gegen Tuberkulose verwendet) mit ein.
Wenn Sie stillen ist es wichtig, dass Sie den Arzt Ihres Kindes sowie andere Angehörige eines Gesundheitsberufs über Ihre Remicade-Behandlung informieren, bevor Ihr Kind geimpft wird. Weitere Informationen finden Sie im Abschnitt zu Schwangerschaft und Stillzeit.
Arzneimittel, die Infektionen auslösen können
Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie kürzlich mit einem Arzneimittel, das Infektionen auslösen kann (wie z. B. BCG-Bakterien zur Blasenspülung bei einer Krebsbehandlung), behandelt wurden oder eine Behandlung mit einem solchen Arzneimittel geplant ist.
Operationen oder Zahnbehandlungen
Teilen Sie Ihrem Arzt mit, falls bei Ihnen irgendwelche Operationen oder Zahnbehandlungen anstehen.
Teilen Sie Ihrem Operateur oder Zahnarzt mit, dass Sie eine Behandlung mit Remicade erhalten, indem Sie ihm die Patientenkarte zeigen.
Leberprobleme
Einige Patienten, die Remicade erhielten, entwickelten schwerwiegende Leberprobleme. Teilen Sie Ihrem Arzt sofort mit, falls Sie während der Behandlung mit Remicade Symptome von Leberproblemen bekommen. Anzeichen können sein: eine Gelbfärbung der Haut und der Augen, dunkelbraun gefärbter Urin, Schmerzen oder Schwellungen in der oberen rechten Seite des Bauchbereichs, Gelenkschmerzen, Hautausschläge oder Fieber.
Verminderte Anzahl von Blutkörperchen
Bei einigen Patienten, die Remicade erhalten, kann der Körper unter Umständen nicht genug von den Blutzellen bilden, die an der Bekämpfung von Infektionen oder der Stillung von Blutungen beteiligt sind.
Teilen Sie Ihrem Arzt sofort mit, falls Sie während der Behandlung mit Remicade Symptome einer verminderten Anzahl von Blutkörperchen bekommen. Anzeichen können sein: länger anhaltendes Fieber, Neigung zu Blutungen oder Blutergüssen, kleine rote oder violette Flecken, die durch Blutungen unter der Haut verursacht werden, oder Blässe.
Erkrankungen des Immunsystems
Einige Patienten, die Remicade erhielten, entwickelten Symptome einer Erkrankung des Immunsystems, genannt Lupus.
Teilen Sie Ihrem Arzt sofort mit, falls Sie während der Behandlung mit Remicade Symptome von Lupus entwickeln. Anzeichen können Gelenkschmerzen oder ein Ausschlag an Wangen oder Armen sein, der empfindlich auf Sonne reagiert.
Kinder und Jugendliche Oben genannte Hinweise gelten auch für Kinder und Jugendliche. Zusätzlich:
Bei einigen Kindern und Jugendlichen im Teenageralter, die TNF-Blocker wie Remicade erhalten haben, trat Krebs auf, einschließlich ungewöhnlicher Arten, manchmal auch mit Todesfolge.
Unter der Anwendung von Remicade traten bei Kindern mehr Infektionen auf als bei Erwachsenen.
Kinder sollten vor Beginn der Behandlung mit Remicade alle empfohlenen Impfungen erhalten. Manche Impfstoffe können Kindern während der Behandlung mit Remicade verabreicht werden, sie sollten jedoch keine Lebendimpfstoffe während der Behandlung mit Remicade erhalten.
Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob von den oben genannten Punkten irgendeiner auf Sie zutrifft, sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie Remicade erhalten.
Anwendung von Remicade zusammen mit anderen Arzneimitteln Patienten mit entzündlichen Erkrankungen wenden bereits Medikamente zur Behandlung ihrer Krankheit an. Diese Medikamente können Nebenwirkungen hervorrufen. Ihr Arzt wird Ihnen mitteilen, welche anderen Medikamente Sie während der Behandlung mit Remicade weiter anwenden müssen.
Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie andere Arzneimittel anwenden, kürzlich andere Arzneimittel angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel anzuwenden, einschließlich anderer Arzneimittel zur Behandlung von Morbus Crohn, Colitis ulcerosa, rheumatoider Arthritis, ankylosierender Spondylitis, Psoriasis-Arthritis oder Psoriasis sowie nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel wie z. B. Vitamine oder pflanzliche Arzneimittel.
Teilen Sie Ihrem Arzt insbesondere mit, falls Sie eines der folgenden Arzneimittel anwenden: Arzneimittel, die Ihr Immunsystem beeinflussen. Kineret (Anakinra). Remicade und Kineret sollten nicht zusammen angewendet werden. Orencia (Abatacept). Remicade und Orencia sollten nicht zusammen angewendet werden.
Während der Behandlung mit Remicade sollten Sie keine Lebendimpfstoffe erhalten. Wurden Sie während der Schwangerschaft mit Remicade behandelt oder erhalten Sie Remicade während Sie stillen, informieren Sie den Kinderarzt und andere Angehörige von Gesundheitsberufen, die Ihr Kind betreuen, über Ihre Remicade-Behandlung, bevor Ihr Kind irgendeinen Impfstoff erhält.
Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob von den oben genannten Punkten irgendeiner auf Sie zutrifft, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Remicade anwenden.
Schwangerschaft, Stillzeit und Zeugungs-/Gebärfähigkeit Wenn Sie schwanger sind oder stillen oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein, oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt um Rat. Remicade soll während der Schwangerschaft oder in der Stillzeit nur angewendet werden, wenn Ihr Arzt dies für notwendig hält. Sie sollen während Ihrer Behandlung mit Remicade und für 6 Monate nach dem Ende der Behandlung vermeiden, schwanger zu werden. Besprechen Sie die Anwendung empfängnisverhütender Maßnahmen während dieses Zeitraumes mit Ihrem Arzt. Wenn Sie Remicade während der Schwangerschaft erhalten haben, könnte Ihr Kind ein erhöhtes Infektionsrisiko haben.
Es ist wichtig, dass Sie den Kinderarzt und andere Angehörige eines Gesundheitsberufs über Ihre Anwendung von Remicade informieren, bevor Ihr Kind geimpft wird. Wenn Sie Remicade während der Schwangerschaft erhalten haben, kann die Anwendung eines BCG-Impfstoffs (wird zum Schutz vor Tuberkulose verwendet) innerhalb von 12 Monaten nach der Geburt bei Ihrem Kind zu einer Infektion mit schweren Komplikationen führen, einschließlich Tod. Lebendimpfstoffe, wie z. B. der BCG-Impfstoff, dürfen Ihrem Kind innerhalb von 12 Monaten nach der Geburt nicht gegeben werden, außer auf Empfehlung des Arztes Ihres Kindes. Weitere Informationen finden Sie im Abschnitt zu Impfungen.
Wenn Sie stillen, ist es wichtig, dass Sie den Arzt Ihres Kindes sowie andere Angehörige eines Gesundheitsberufs über Ihre Remicade-Behandlung informieren, bevor Ihr Kind geimpft wird. Während Sie Ihr Kind stillen, dürfen Ihrem Kind keine Lebendimpfstoffe gegeben werden, außer auf Empfehlung des Arztes Ihres Kindes.
Massiv verminderte Anzahlen weißer Blutkörperchen wurden bei Kleinkindern berichtet, die von Frauen geboren wurden, die während der Schwangerschaft mit Remicade behandelt worden waren. Wenn Ihr Kind häufig Fieber oder Infektionen hat, kontaktieren Sie umgehend den Kinderarzt.
Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen Remicade hat voraussichtlich keine Auswirkung auf die Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Werkzeugen oder Maschinen. Wenn Sie sich nach der Behandlung mit Remicade müde, schwindelig oder unwohl fühlen, lenken Sie kein Fahrzeug und bedienen Sie keine Werkzeuge oder Maschinen.
Remicade enthält Natrium Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro Dosis, d. h., es ist nahezu „natriumfrei“. Bevor Ihnen Remicade verabreicht wird, wird es jedoch mit einer Lösung gemischt, die Natrium enthält. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie eine kochsalzarme Diät einhalten müssen.
Remicade enthält Polysorbat Dieses Arzneimittel enthält 0,50 mg Polysorbat (E 433) pro Dosiereinheit entsprechend 0,05 mg/ml. Polysorbate können allergische Reaktionen hervorrufen. Teilen Sie Ihrem Arzt mit, ob bei Ihnen in der Vergangenheit schon einmal eine allergische Reaktion beobachtet wurde.
3. Wie ist Remicade anzuwenden?
Rheumatoide Arthritis Die übliche Dosis beträgt 3 mg pro kg Körpergewicht.
Psoriasis-Arthritis, Ankylosierende Spondylitis (Morbus Bechterew), Psoriasis (Schuppenflechte), Colitis ulcerosa und Morbus Crohn Die übliche Dosis beträgt 5 mg pro kg Körpergewicht.
Wie Remicade angewendet wird Remicade wird Ihnen von Ihrem Arzt oder Ihrer Krankenschwester verabreicht. Ihr Arzt oder Ihre Krankenschwester wird das Arzneimittel zur Infusion vorbereiten. Das Arzneimittel wird als Infusion (Tropf) (über 2 Stunden) in eine Vene verabreicht, normalerweise in den Arm. Nach der dritten Behandlung kann Ihr Arzt entscheiden, Ihnen Ihre Dosis Remicade über 1 Stunde zu verabreichen. Während der Verabreichung von Remicade sowie 1 bis 2 Stunden danach werden Sie überwacht.
Wie Remicade dosiert wird Ihr Arzt wird entscheiden, welche Remicade-Dosis Sie erhalten und wie oft es verabreicht wird.
Dies hängt von Ihrer Erkrankung, Ihrem Gewicht und Ihrem Ansprechen auf Remicade ab. Die unten stehende Tabelle zeigt, wie oft Sie dieses Medikament nach Ihrer 1. Dosis normalerweise erhalten.
2. Dosis 3. Dosis Weitere Dosen
2 Wochen nach Ihrer 1. Dosis 6 Wochen nach Ihrer 1. Dosis
Alle 6 bis 8 Wochen, abhängig von Ihrer Erkrankung.
Anwendung bei Kindern und Jugendlichen Remicade sollte bei Kindern nur zur Behandlung eines Morbus Crohn oder einer Colitis ulcerosa eingesetzt werden. Diese Kinder müssen 6 Jahre oder älter sein.
Wenn Sie eine zu große Menge Remicade erhalten haben Da dieses Arzneimittel von Ihrem Arzt oder Ihrer Krankenschwester verabreicht wird, ist es unwahrscheinlich, dass Sie eine zu große Menge erhalten. Es sind keine Nebenwirkungen bekannt, die auf die Verabreichung einer zu großen Menge Remicade zurückzuführen sind.
Wenn Sie Ihre Behandlung mit Remicade vergessen oder verpasst haben Wenn Sie einen Behandlungstermin mit Remicade vergessen oder verpasst haben, vereinbaren Sie so schnell wie möglich einen neuen Termin.
Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt.
4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?
Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen. Die meisten Nebenwirkungen sind leicht bis mäßig. Jedoch können einige Patienten schwerwiegende Nebenwirkungen haben und einer Behandlung bedürfen. Nebenwirkungen können auch noch nach dem Ende der Remicade-Behandlung auftreten.
Benachrichtigen Sie bitte sofort Ihren Arzt, wenn Sie eines der folgenden Anzeichen bemerken: Zeichen einer allergischen Reaktion wie z. B. Schwellung von Gesicht, Lippen, Mund oder
Hals, die Schwierigkeiten beim Schlucken oder Atmen verursachen kann, Hautausschlag, Quaddeln, Schwellung von Händen, Füßen oder Knöcheln. Einige dieser Reaktionen können schwerwiegend oder lebensbedrohlich sein. Eine allergische Reaktion kann innerhalb von 2 Stunden nach der Infusion oder später auftreten. Weitere Anzeichen allergischer Nebenwirkungen, die bis zu 12 Tage nach der Infusion auftreten können, sind Muskelschmerzen, Fieber, Gelenk- oder Kieferschmerzen, Halsschmerzen oder Kopfschmerzen. Zeichen eines Herzproblems wie z. B. Beschwerden oder Schmerzen im Brustkorb, Schmerzen im Arm, Magenschmerzen, Kurzatmigkeit, Angst, Benommenheit, Schwindelgefühl, Gefühl, ohnmächtig zu werden, Schwitzen, Übelkeit (Unwohlsein), Erbrechen, Flattern oder Pochen im Brustkorb, schneller oder langsamer Herzschlag und Schwellung der Füße. Zeichen einer Infektion (einschließlich Tuberkulose) wie z. B. Fieber, Gefühl von Müdigkeit, Husten, der anhaltend sein kann, Kurzatmigkeit, grippeähnliche Symptome, Gewichtsverlust, nächtliches Schwitzen, Durchfall, Wunden, Ansammlung von Eiter im Darm oder um den Anus (Abszess), Zahnprobleme oder brennendes Gefühl beim Wasserlassen. Mögliche Zeichen einer Krebserkrankung, können unter anderem Lymphknotenschwellungen, Gewichtsverlust, Fieber, ungewöhnliche Hautknötchen, Veränderungen von Muttermalen oder der Hautfarbe oder ungewöhnliche vaginale Blutungen sein. Zeichen eines Lungenproblems wie z. B. Husten, Atemschwierigkeiten oder Enge im Brustraum. Zeichen eines Problems des Nervensystems (einschließlich Augenproblemen) wie z. B. Anzeichen eines Schlaganfalls (plötzliches Taubheits- oder Schwächegefühl in Gesicht, Arm oder Bein, insbesondere auf einer Körperseite; plötzliche Verwirrung, Schwierigkeiten beim Sprechen oder Verstehen; Schwierigkeiten beim Sehen auf einem oder beiden Augen, Schwierigkeiten beim Laufen, Schwindelgefühl, Verlust des Gleichgewichtsinns oder der Koordination oder schwere Kopfschmerzen), Krampfanfälle, Kribbeln/Taubheitsgefühl in irgendeinem Körperteil oder Schwächegefühl in den Armen oder Beinen, Veränderungen des Sehens wie z. B. Doppeltsehen oder andere Augenprobleme. Zeichen eines Leberproblems (einschließlich einer Hepatitis-B-Infektion, wenn Sie in der Vergangenheit an Hepatitis B erkrankt waren) wie z. B. gelbe Verfärbungen von Haut oder Augen, dunkelbraun gefärbter Urin, Schmerzen oder Schwellungen im rechten oberen Bereich des Bauches, Gelenkschmerzen, Hautausschläge oder Fieber. Zeichen einer Erkrankung des Immunsystems, wie z. B. Gelenkschmerzen oder ein Ausschlag an Wangen oder Armen, der sonnenempfindlich ist (genannt Lupus), oder Husten, Kurzatmigkeit, Fieber oder Hautausschlag (Sarkoidose). Zeichen einer verminderten Anzahl von Blutkörperchen wie z. B. anhaltendes Fieber, leichteres Auftreten einer Blutung oder eines Blutergusses, kleine rote oder violette Flecken, die durch Blutungen unter der Haut verursacht werden oder bleiches Aussehen. Zeichen schwerwiegender Hautprobleme, wie z. B. rötliche Zielscheiben-förmige Punkte oder runde Flecken auf dem Rumpf, oft mit mittigen Blasen, großflächiges Schälen oder Abschuppen der Haut (Exfoliation), Geschwüre in Mund, Rachen, Nase, an den Geschlechtsorganen und Augen oder mit Eiter gefüllte Beulen, die über den Körper verteilt sein können. Diese Hautreaktionen können von Fieber begleitet sein.
Teilen Sie es Ihrem Arzt sofort mit, wenn Sie eines der oben genannten Anzeichen bemerken.
Die folgenden Nebenwirkungen wurden bei Remicade beobachtet:
Sehr häufig: kann bei mehr als 1 von 10 Behandelten auftreten Magenschmerzen, Übelkeit Virusinfektionen wie z. B. Herpes oder Grippe Infektion der oberen Atemwege wie z. B. Nasennebenhöhlen-Entzündung Kopfschmerzen Infusionsbedingte Nebenwirkungen Schmerzen.
Häufig: kann bei bis zu 1 von 10 Behandelten auftreten Veränderungen der Leberfunktion, Anstieg von Leberenzymen (gemessen in Bluttests) Infektionen der Lunge oder des Brustraums wie z. B. Bronchitis oder Lungenentzündung Schwierigkeiten oder Schmerzen beim Atmen, Schmerzen im Brustkorb Magen- oder Darm-Blutung, Durchfall, Verdauungsstörungen, Sodbrennen, Verstopfung Nesselartiger Ausschlag (Quaddeln), juckender Ausschlag oder trockene Haut Gleichgewichtsprobleme oder Schwindelgefühl Fieber, verstärktes Schwitzen Kreislaufprobleme wie z. B. niedriger oder hoher Blutdruck Blutergüsse, Hitzewallungen oder Nasenbluten, warme, rote Haut (rot anlaufen) Gefühl von Müdigkeit oder Schwäche Bakterielle Infektionen wie z. B. Blutvergiftung, Abszess oder Infektionen der Haut (Cellulitis) Infektion der Haut, verursacht durch einen Pilz Blutprobleme wie z. B. Anämie oder verminderte Zahl weißer Blutkörperchen Geschwollene Lymphknoten Depression, Schlafstörungen Augenprobleme, einschließlich roter Augen und Infektionen Herzrasen (Tachykardie) oder Herzklopfen Gelenk-, Muskel- oder Rückenschmerzen Harnwegsinfektion Psoriasis, Hautprobleme wie z. B. Ekzem und Haarausfall Reaktion an der Injektionsstelle wie z. B. Schmerzen, Schwellung, Rötung oder Juckreiz Frösteln, Flüssigkeitsansammlung unter der Haut mit Schwellung Taubheitsgefühl oder Kribbeln.
Gelegentlich: kann bei bis zu 1 von 100 Behandelten auftreten Eingeschränkte Blutversorgung, Venenschwellung Ansammlung von Blut außerhalb der Blutgefäße (Hämatom) oder Blutergüsse Hautprobleme wie z. B. Blasenbildung, Warzen, abnormale Hautfärbung oder Pigmentierung oder geschwollene Lippen oder Verdickung der Haut oder rote, schuppige und schuppartige Haut Schwere allergische Reaktionen (z. B. Anaphylaxie), Erkrankung des Immunsystems, genannt Lupus, allergische Reaktionen auf Fremdeiweiße Verzögerung der Wundheilung Schwellung der Leber (Hepatitis) oder Gallenblase, Leberschaden Gefühl von Vergesslichkeit, Gereiztheit, Verwirrung, Nervosität Augenprobleme einschließlich verschwommenes oder vermindertes Sehen, verschwollene Augen oder Gerstenkörner Neuauftreten oder Verschlechterung einer bestehenden Herzinsuffizienz, langsame Herzfrequenz Ohnmacht Krämpfe, Nervenprobleme Loch im Darm oder Darmverschluss, Magenschmerzen oder –krämpfe Schwellung der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis) Pilzinfektionen wie z. B. Infektionen mit Hefepilzen oder Pilzinfektion der Nägel Lungenprobleme (wie z. B. Ödeme) Flüssigkeitsansammlung um die Lunge (Pleuraerguss) Verengte Atemwege in den Lungen, die Atembeschwerden verursachen Entzündetes Lungenfell, das zu starken Brustschmerzen führt, die sich beim Atmen verschlimmern (Brustfellentzündung) Tuberkulose Niereninfektionen Geringe Blutplättchenzahl, zu viele weiße Blutkörperchen Scheideninfektionen Blutuntersuchung weist "Antikörper" gegen Ihren eigenen Körper nach Änderungen der Cholesterin- und Fettwerte im Blut Gewichtszunahme (bei den meisten Patienten war die Gewichtszunahme gering).
Selten: kann bei bis zu 1 von 1 000 Behandelten auftreten Eine Form von Blutkrebs (Lymphom) Zu geringer Sauerstofftransport im Körper, Kreislaufstörungen wie z. B. Verengung eines
Blutgefäßes Gehirnhautentzündung (Meningitis) Infektionen aufgrund eines geschwächten Immunsystems Hepatitis-B-Infektion, falls Sie in der Vergangenheit Hepatitis B hatten Entzündung der Leber, verursacht durch ein Problem des Immunsystems (autoimmune
Hepatitis) Leberproblem, das eine Gelbfärbung der Haut oder der Augen verursacht (Gelbsucht) Abnormale Schwellung oder Wachstum von Gewebe Schwere allergische Reaktion, die Bewusstlosigkeit hervorrufen und lebensbedrohlich sein kann (anaphylaktischer Schock) Erweiterung kleiner Blutgefäße (Vaskulitis) Immunstörungen, die Lunge, Haut und Lymphknoten betreffen (wie Sarkoidose) Ansammlungen von Immunzellen infolge einer Entzündungsreaktion (granulomatöse Läsionen) Gleichgültigkeit oder Emotionslosigkeit Schwerwiegende Hautprobleme wie z. B. toxisch epidermale Nekrolyse, Stevens-Johnson-
Syndrom und akute generalisierte exanthematische Pustulose Andere Hautprobleme wie z. B. Erythema multiforme, flechtenartige (lichenoide) Reaktionen (juckender, rötlich bis purpurroter Hautausschlag und/oder fadenförmige weißlich-graue Linien auf Schleimhäuten), Blasen und sich abschälende Haut oder Eiterbeulen (Furunkulose)
Schwerwiegende Erkrankungen des Nervensystems wie z. B. Myelitis transversa, MultipleSklerose-artige Erkrankung, Optikusneuritis und Guillain-Barré-Syndrom
Entzündung im Auge, die Veränderungen des Sehvermögens verursachen kann, einschließlich Blindheit
Flüssigkeitsansammlung im Herzbeutel (Perikarderguss) Schwerwiegende Lungenprobleme (wie z. B. interstitielle Lungenerkrankung) Melanom (eine Art Hautkrebs) Zervixkarzinom Niedrige Anzahl an Blutkörperchen, einschließlich massiv verminderter Anzahl weißer
Blutkörperchen Kleine rote oder violette Flecken, verursacht durch Blutungen unter der Haut Abnormale Werte eines Blutproteins, genannt „Komplementfaktor", der Teil des Immunsystems ist.
Unbekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar Krebs bei Kindern und Erwachsenen Seltener Blutkrebs, der meistens männliche Jugendliche oder junge Männer betrifft (hepatosplenales T-Zell-Lymphom) Leberversagen Merkelzell-Karzinom (eine Art Hautkrebs) Kaposi-Sarkom, eine seltene Krebserkrankung, die mit einer Infektion mit dem humanen
Herpesvirus 8 assoziiert ist. Das Kaposi-Sarkom tritt am häufigsten in Form von violetten Hautläsionen auf. Verschlimmerung einer Erkrankung namens Dermatomyositis (Muskelschwäche begleitet von Hautausschlag) Herzinfarkt Schlaganfall Vorübergehender Sehverlust während oder innerhalb von zwei Stunden nach der Infusion Infektion, die auf einen Lebendimpfstoff zurückzuführen ist, aufgrund eines geschwächten Immunsystems Probleme nach einem medizinischen Eingriff (einschließlich infektiöser und nicht infektiöser Beschwerden).
Zusätzliche Nebenwirkungen bei Kindern und Jugendlichen Bei Kindern mit Morbus Crohn, die Remicade erhielten, zeigten sich im Vergleich zu Erwachsenen mit Morbus Crohn, die Remicade erhielten, Unterschiede in den Nebenwirkungen. Folgende Nebenwirkungen traten häufiger bei Kindern auf: verminderte Zahl roter Blutkörperchen (Anämie), Blut im Stuhl, niedrige Gesamtzahl weißer Blutkörperchen (Leukopenie), Röte oder Erröten (rot anlaufen), Infektionen mit Viren, geringe Anzahl von weißen Blutkörperchen, die Infektionen bekämpfen (Neutropenie), Knochenbrüche, bakterielle Infektionen und allergische Reaktionen der Atemwege.
Meldung von Nebenwirkungen Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das in Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.
5. Wie ist Remicade aufzubewahren?
Remicade wird üblicherweise vom medizinischen Fachpersonal aufbewahrt werden. Die Lagerhinweise, sollten Sie sie benötigen, sind wie folgt: Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.
Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Etikett und dem Umkarton nach „verwendbar bis" angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.
Im Kühlschrank lagern (2 °C – 8 °C).
Dieses Arzneimittel kann im Originalumkarton auch außerhalb gekühlter Lagerungsbedingungen bei maximal 25 °C einmalig über einen Zeitraum von bis zu 6 Monaten gelagert werden, jedoch nicht über das ursprüngliche Verfalldatum hinaus. In diesem Fall darf es nicht erneut gekühlt gelagert werden. Vermerken Sie das neue Verfalldatum mit Tag/Monat/Jahr auf dem Umkarton. Entsorgen Sie dieses Arzneimittel, falls nicht verwendet, entweder an diesem neuen Verfalldatum oder am Verfalldatum, das auf dem Umkarton aufgedruckt ist, je nachdem, welches Verfalldatum zuerst erreicht ist.
Es wird empfohlen, Remicade nach der Zubereitung zur Infusion sobald wie möglich zu verabreichen (innerhalb von 3 Stunden). Bei steriler Zubereitung der Lösung kann diese jedoch für bis zu 28 Tage im Kühlschrank bei 2 °C bis 8 °C und für weitere 24 Stunden bei 25 °C nach Entnahme aus der Kühlung aufbewahrt werden.
Sie dürfen dieses Arzneimittel nicht verwenden, wenn es verfärbt ist oder Partikel enthält.
6. Inhalt der Packung und weitere Informationen
Was Remicade enthält
Der Wirkstoff ist: Infliximab. Jede Durchstechflasche enthält 100 mg Infliximab. Nach Auflösen enthält jeder ml 10 mg Infliximab.
Die sonstigen Bestandteile sind: Natriummonohydrogenphosphat, Natriumdihydrogenphosphat, Polysorbat 80 (E 433) und Saccharose (siehe „Remicade enthält Polysorbat“ in Abschnitt 2).
Wie Remicade aussieht und Inhalt der Packung Remicade wird als Durchstechflasche mit Pulver für ein Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung zur Verfügung gestellt. Das Pulver ist ein gefriergetrocknetes weißes Pellet. Remicade wird in Packungen zu 1, 2, 3, 4 oder 5 Durchstechflaschen hergestellt. Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.
Pharmazeutischer Unternehmer Janssen-Cilag International NV Turnhoutseweg 30 2340 Beerse Belgien
Falls Sie weitere Informationen über das Arzneimittel wünschen, setzen Sie sich bitte mit dem örtlichen Vertreter des pharmazeutischen Unternehmers in Verbindung:
Latvija UAB "JOHNSON & JOHNSON" filiāle Latvijā Tel: +371 678 93561 lv@its.jnj.com
Sverige Janssen-Cilag AB Tfn: +46 8 626 50 00 jacse@its.jnj.com
Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im {MM/YYYY}.
Weitere Informationsquellen Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Internetseiten der Europäischen Arzneimittel-Agentur https://www.ema.europa.eu verfügbar.
Die folgenden Informationen sind für medizinisches Fachpersonal bestimmt:
Die Patientenkarte sollte den mit Remicade behandelten Patienten ausgehändigt werden.
Anweisungen zu Gebrauch und Handhabung – Lagerungsbedingungen
Bei 2 °C – 8 °C lagern.
Remicade kann einmalig über einen Zeitraum von bis zu 6 Monaten bei Temperaturen bis maximal 25 °C gelagert werden, jedoch nicht über das ursprüngliche Verfalldatum hinaus. Das neue Verfalldatum muss auf dem Umkarton vermerkt werden. Nach Entnahme aus der gekühlten Lagerung darf Remicade nicht erneut gekühlt gelagert werden.
Anweisungen zu Gebrauch und Handhabung – Rekonstitution, Dilution und Verabreichung
Um die Rückverfolgbarkeit biologischer Arzneimittel zu verbessern, müssen die Bezeichnung des Arzneimittel und die Chargenbezeichnung des angewendeten Arzneimittels eindeutig dokumentiert werden.
1. Berechnen Sie die Dosis und die Anzahl der benötigten Remicade-Durchstechflaschen. Jede Remicade-Durchstechflasche enthält 100 mg Infliximab. Berechnen Sie das benötigte Gesamtvolumen an hergestellter Remicade-Lösung.
2. Lösen Sie den Inhalt jeder Remicade-Durchstechflasche mit 10 ml Wasser für Injektionszwecke unter aseptischen Bedingungen auf. Verwenden Sie dazu eine Spritze mit einer 21G (0,8 mm) oder kleineren Nadel. Entfernen Sie die Kappe von der Durchstechflasche und reinigen Sie die Oberseite mit 70 %igem Alkohol. Führen Sie die Spritzennadel durch die Mitte des Gummistopfens ein und lassen Sie das Wasser für Injektionszwecke an der Flascheninnenwand entlang rinnen. Schwenken Sie die Lösung vorsichtig durch Drehen der Durchstechflasche, um das lyophilisierte Pulver aufzulösen. Vermeiden Sie ein zu langes oder zu heftiges Bewegen. NICHT SCHÜTTELN. Eine Schaumbildung der Lösung bei der Herstellung ist nicht ungewöhnlich. Lassen Sie die Lösung fünf Minuten lang stehen. Prüfen Sie, ob die Lösung farblos bis hellgelb und opalisierend ist. Da es sich bei Infliximab um ein Protein handelt, können sich in der Lösung einige wenige feine, durchscheinende Partikel bilden. Verwenden Sie die Lösung nicht, wenn opake Partikel, eine Verfärbung oder andere Fremdpartikel vorhanden sind.
3. Verdünnen Sie das Gesamtvolumen der rekonstituierten Remicade-Dosis auf 250 ml mit einer Natriumchlorid-Infusionslösung 9 mg/ml (0,9 %). Die rekonstituierte Remicade-Lösung darf mit keinem anderen Lösungsmittel verdünnt werden. Zur Verdünnung entnehmen Sie jenes Volumen der Natriumchlorid-Infusionslösung 9 mg/ml (0,9 %) aus der 250-ml-Glasflasche oder dem 250-ml-Infusionsbeutel, das dem Volumen der rekonstituierten Remicade-Lösung entspricht. Fügen Sie die rekonstituierte Remicade-Lösung langsam zu der 250-mlInfusionsflasche oder dem Infusionsbeutel hinzu. Vermischen Sie die Lösung vorsichtig. Verwenden Sie für Volumina über 250 ml entweder größere Infusionsbeutel (z. B. 500 ml, 1 000 ml) oder mehrere 250-ml-Infusionsbeutel um sicherzustellen, dass die Konzentration der Infusionslösung 4 mg/ml nicht überschreitet. Falls die Infusionslösung nach Rekonstitution und Verdünnung gekühlt gelagert wurde, sollte sie vor Schritt 4 (Infusion) über einen Zeitraum von 3 Stunden bei 25 °C gelagert werden, um ihre Temperatur der Raumtemperatur anzugleichen. Nur die im Infusionsbeutel zubereitete Remicade-Lösung kann mehr als 24 Stunden bei 2 °C bis 8 °C aufbewahrt werden.
4. Die Infusionslösung muss mindestens über die Dauer der empfohlenen Infusionszeit verabreicht werden. Verwenden Sie nur ein Infusionsset mit einem sterilen, pyrogenfreien Inline-Filter mit geringer Proteinbindung (maximale Porengröße 1,2 µm). Da kein Konservierungsmittel zugesetzt ist, wird empfohlen, mit der Verabreichung der Lösung so bald wie möglich zu beginnen, jedoch innerhalb von 3 Stunden nach Rekonstitution und Verdünnung. Wird die
Lösung nicht unverzüglich appliziert, unterliegen Dauer und Bedingungen für die Aufbewahrung der gebrauchsfertigen Lösung der Verantwortung des Anwenders; die Aufbewahrungsdauer sollte im Normalfall 24 Stunden bei 2 °C – 8 °C nicht überschreiten, es sei denn, Rekonstitution und Verdünnung wurden unter kontrollierten und validierten aseptischen Bedingungen durchgeführt. Nicht verbrauchte Anteile der Lösung dürfen nicht für eine Wiederverwendung aufbewahrt werden. 5. Es wurden keine physikalisch-biochemischen Kompatibilitätsstudien zur Evaluierung der gleichzeitigen Verabreichung von Remicade mit anderen Mitteln durchgeführt. Remicade darf nicht gleichzeitig über dieselbe intravenöse Zuleitung mit anderen Wirkstoffen verabreicht werden. 6. Remicade sollte vor der Verabreichung visuell auf Fremdpartikel und Verfärbung überprüft werden. Lassen sich opake Partikel, Verfärbungen oder Fremdpartikel visuell feststellen, darf die Lösung nicht verwendet werden. 7. Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen zu beseitigen.