Korrektur von Brustasymmetrien und Brustfehlbildungen in Wien

Keine Brust ist vollkommen symmetrisch, doch deutlich ausgeprägte Unterschiede oder angeborene Brustfehlbildungen können ästhetisch wie psychisch belastend sein. Ziel einer operativen Korrektur ist es, Form, Größe und Position beider Brüste möglichst harmonisch anzugleichen und ein natürliches Gesamtbild zu schaffen.

  • Dauer ca. 2 Std.
  • Narkose Vollnarkose
  • Ausfallzeit 7–14 Tage
  • Sport wieder nach 6–8 Wochen
  • Endergebnis nach 3–6 Monaten
  • Kosten ab 6.500 €

Was versteht man unter einer Brustasymmetrie oder Brustfehlbildung?

Von einer Brustasymmetrie spricht man, wenn sich beide Brüste hinsichtlich Größe, Form, Volumen oder Brustwarzenposition deutlich unterscheiden. Während leichte Unterschiede normal sind, können ausgeprägte Asymmetrien das Körpergefühl und das Selbstbewusstsein erheblich beeinträchtigen.

Brustfehlbildungen sind meist angeborene Entwicklungsstörungen der Brust. Zu den häufigsten gehören:

  • tubuläre (schlauchförmige) Brust
  • Poland-Syndrom
  • unterschiedlich entwickelte Brüste
  • Brustunterentwicklung
  • Brustwandfehlbildungen
  • Fehlbildungen der Brustwarze oder des Warzenhofes

Je nach Befund können sowohl funktionelle als auch ästhetische Einschränkungen bestehen.

Für wen eignet sich eine operative Korrektur?

Eine operative Korrektur eignet sich insbesondere für Patientinnen,

  • deren Brüste sich deutlich in Größe oder Form unterscheiden,
  • die unter einer angeborenen Brustfehlbildung leiden,
  • deren Brustentwicklung unvollständig verlaufen ist,
  • die sich durch ihre Brustform psychisch belastet fühlen,
  • die nach Schwangerschaft oder Gewichtsverlust eine ausgeprägte Asymmetrie entwickelt haben,
  • oder bei denen nach einer früheren Brustoperation eine Formkorrektur notwendig geworden ist.

Voraussetzung ist ein abgeschlossener Brustwachstumsprozess sowie eine realistische Erwartung an das erreichbare Ergebnis.

Welche Operationsmethoden gibt es?

Die Behandlung richtet sich vollständig nach dem individuellen Befund. Häufig werden verschiedene Verfahren miteinander kombiniert. Mögliche Behandlungen sind:

  • Brustvergrößerung mit Implantaten
  • Brustvergrößerung mit Eigenfett
  • Bruststraffung
  • Brustverkleinerung
  • Kombination aus Straffung und Implantat
  • Kombination aus Straffung und Eigenfett
  • Angleichung der Brustwarzenposition
  • Rekonstruktion des Warzenhofes
  • Korrektur tubulärer Brüste
  • rekonstruktive plastisch-chirurgische Verfahren bei komplexen Fehlbildungen

Im Beratungsgespräch wird gemeinsam ein individueller Behandlungsplan erstellt.

Wie lange dauert die Operation?

Je nach Art und Umfang der notwendigen Korrektur beträgt die Operationsdauer in der Regel ca. 2 Stunden. Komplexere rekonstruktive Eingriffe können entsprechend mehr Zeit in Anspruch nehmen.

Wie läuft die Operation ab?

Die Operation erfolgt in Vollnarkose.

Nach einer sorgfältigen präoperativen Planung werden die notwendigen Korrekturen individuell durchgeführt. Je nach Ausgangssituation kann eine Brust vergrößert, verkleinert, gestrafft oder durch Eigenfett aufgebaut werden. Häufig werden mehrere Techniken kombiniert, um ein möglichst harmonisches Gesamtergebnis zu erzielen.

Während des gesamten Eingriffs wird großer Wert auf die möglichst exakte Anpassung beider Brüste gelegt. Trotz größter Sorgfalt lässt sich eine vollständige Symmetrie jedoch aufgrund der natürlichen Anatomie nicht garantieren. Nach Abschluss der Operation werden die Wunden schichtweise verschlossen und ein spezieller Kompressions-BH angelegt.

Was ist vor der Operation zu beachten?

Vor jeder Operation erfolgt eine ausführliche körperliche Untersuchung sowie eine individuelle Operationsplanung. Dabei werden unter anderem besprochen:

  • Art der Fehlbildung oder Asymmetrie
  • geeignete Operationsmethode
  • mögliche Kombination verschiedener Verfahren
  • realistische Behandlungsergebnisse
  • mögliche Risiken

Zusätzlich sollten Sie:

  • mindestens vier Wochen vor der Operation möglichst auf Nikotin verzichten,
  • blutverdünnende Medikamente nach ärztlicher Rücksprache pausieren,
  • Infekte vollständig ausheilen lassen,
  • ein stabiles Körpergewicht anstreben.

Je nach Alter können ergänzende Untersuchungen wie Ultraschall oder Mammographie erforderlich sein.

Was ist nach der Operation zu beachten?

Nach der Operation wird für etwa sechs Wochen ein spezieller Stütz-BH getragen. In den ersten Tagen sind Schwellungen, Blutergüsse und Spannungsgefühle normal.

Außerdem sollten Sie:

  • körperliche Belastungen vermeiden,
  • schwere Lasten nicht heben,
  • auf das Schlafen in Bauchlage verzichten,
  • alle Nachkontrollen wahrnehmen,
  • sowie nach abgeschlossener Wundheilung mit einer konsequenten Narbenpflege beginnen.

Die genaue Nachbehandlung richtet sich nach dem jeweils durchgeführten Eingriff.

Wann kann ich wieder arbeiten?

Bei überwiegend sitzender Tätigkeit können viele Patientinnen nach etwa 7 bis 14 Tagen wieder arbeiten. Bei körperlich belastenden Berufen sollte je nach Operationsumfang eine Arbeitsunfähigkeit von 3 bis 6 Wochen eingeplant werden.

Wann darf ich wieder Sport machen?

Leichte Spaziergänge sind bereits wenige Tage nach der Operation möglich. Mit sportlicher Belastung sollte jedoch gewartet werden:

  • leichtes Ausdauertraining: nach etwa 3 bis 4 Wochen
  • Joggen: nach etwa 4 bis 6 Wochen
  • Krafttraining: nach etwa 6 bis 8 Wochen
  • Kontaktsport: frühestens nach etwa 8 Wochen

Die individuelle Freigabe erfolgt im Rahmen der Nachkontrollen.

Ab wann können die Wunden nass werden?

In der Regel erfolgt eine Nahtentfernung nach 14 Tagen. Werden selbstauflösende Nähte verwendet, können eventuell randständige Knoten ebenso nach 14 Tagen entfernt werden. Das Duschen und das Nasswerdenlassen des operierten Gebietes ist einen Tag nach der Nahtentfernung erlaubt (ab dem 15. postoperativen Tag). Alternativ können früher Duschpflaster verwendet werden. Hierfür müssen Duschpflaster vor dem Duschen über den eigentlichen Verband aufgetragen und danach wieder abgenommen werden.

Wann ist das Endergebnis sichtbar?

Unmittelbar nach der Operation sind Schwellungen und kleinere Asymmetrien durch den Heilungsprozess normal. Im Verlauf der ersten Wochen passen sich beide Brüste zunehmend aneinander an. Ein weitgehend stabiles Ergebnis ist meist nach 3 bis 6 Monaten sichtbar. Die vollständige Narbenreifung dauert bis zu 12 Monate.

Welche Risiken und Komplikationen gibt es?

Wie jeder operative Eingriff ist auch die Korrektur einer Brustasymmetrie mit allgemeinen Operationsrisiken verbunden. Hierzu zählen:

  • Nachblutungen
  • Blutergüsse
  • Schwellungen
  • Infektionen
  • Wundheilungsstörungen
  • Narbenbildung
  • vorübergehende Sensibilitätsstörungen

Abhängig von der gewählten Operationsmethode können zusätzlich auftreten:

  • verbleibende Restasymmetrien
  • Implantatkomplikationen (bei Verwendung von Implantaten)
  • teilweiser Fettabbau (bei Eigenfetttransplantation)
  • Veränderungen der Brustwarzensensibilität
  • selten notwendige Korrektureingriffe

Da der menschliche Körper von Natur aus nie vollkommen symmetrisch ist, besteht das Ziel der Operation in einer möglichst harmonischen Angleichung – nicht in einer mathematisch perfekten Symmetrie.

Was kostet eine Korrektur von Brustasymmetrien oder Brustfehlbildungen?

Die Kosten hängen wesentlich von der Art der Fehlbildung und dem notwendigen Operationsumfang ab. Je nach erforderlicher Technik liegen die Gesamtkosten in Österreich meist ab 6.500 €.

Diese Kosten beinhalten:

  • Erstgespräch
  • Operation
  • Narkosearzt
  • Operationssaal
  • Kontrolltermine

Bei ausgeprägten angeborenen Fehlbildungen oder rekonstruktiven Eingriffen kann in Einzelfällen eine teilweise Kostenübernahme durch die Krankenkasse erfolgen. Ob diese Voraussetzungen erfüllt sind, muss individuell geprüft werden.

Häufige Fragen

Kann jede Brustasymmetrie vollständig ausgeglichen werden?

Das Ziel ist eine möglichst harmonische Angleichung beider Brüste. Da jedoch bereits natürliche Brüste nie vollkommen symmetrisch sind und jede Ausgangssituation unterschiedlich ist, lässt sich eine vollständige Symmetrie nicht garantieren.

Muss immer ein Implantat verwendet werden?

Nein. Je nach Befund kann die Asymmetrie durch eine Bruststraffung, Brustverkleinerung, Eigenfetttransplantation oder eine Kombination verschiedener Verfahren korrigiert werden. Nicht jede Patientin benötigt ein Implantat.

Können angeborene Brustfehlbildungen operativ behandelt werden?

Ja. Viele angeborene Brustfehlbildungen, wie beispielsweise die tubuläre Brust oder unterschiedlich entwickelte Brüste, lassen sich mit modernen plastisch-chirurgischen Techniken erfolgreich korrigieren. Die Wahl der Methode richtet sich nach dem individuellen Befund.

Wie lange hält das Ergebnis?

Das Operationsergebnis ist grundsätzlich langfristig. Natürliche Alterungsprozesse, Schwangerschaften oder stärkere Gewichtsschwankungen können die Brustform jedoch im Laufe der Jahre verändern. Ein stabiles Körpergewicht trägt dazu bei, das erzielte Ergebnis möglichst lange zu erhalten.

Individuelle Beratung: Jede Behandlung wird persönlich geplant. Vereinbaren Sie ein unverbindliches Beratungsgespräch – wir nehmen uns Zeit für Ihre Fragen.