Eine Fettabsaugung entfernt gezielt Unterhautfett und formt Konturen. Sie ist keine Methode zum allgemeinen Abnehmen, keine Behandlung des inneren Bauchfetts und kein Ersatz für Ernährung, Bewegung, Adipositasmedizin oder eine Hautstraffung. Gute Ergebnisse entstehen bei passender Indikation, stabilem Gewicht, ausreichender Hautelastizität und realistischer Planung.
Für eine isolierte ästhetische Liposuktion werden in Deutschland und Österreich keine amtlichen Einheitspreise veröffentlicht. Als unverbindliche Marktbeobachtung lagen publizierte Angebote 2026 für kleinere Zonen häufig ab ungefähr 2.000 bis 3.000 Euro, für Bauch oder mehrere Körperzonen oft ungefähr zwischen 3.500 und 8.000 Euro; große oder kombinierte Eingriffe können deutlich darüber liegen. Ein Wiener Facharzt nennt beispielsweise 2.500 bis 7.500 Euro, eine Düsseldorfer Praxis 4.900 Euro ab einer Zone. Das sind Anbieterpreise, keine medizinisch ermittelten Durchschnittswerte und keine Empfehlung. Vergleichbar werden Angebote erst, wenn Operationssaal, Anästhesie, Kompressionskleidung, Nachsorge, Übernachtung, Labor, Umsatzsteuer und mögliche Korrekturen aufgeführt sind.
Leichter Alltag ist nach einem begrenzten Eingriff oft nach wenigen Tagen möglich, Büroarbeit häufig nach etwa einer Woche. Das ist keine Garantie. Blutergüsse und deutliche Schwellung prägen meist die ersten ein bis zwei Wochen; tastbare Verhärtungen und Restödeme können Monate bestehen. Spaziergänge beginnen gewöhnlich früh. Sport wird stufenweise freigegeben: lockere Aktivität oft nach ein bis zwei Wochen, intensiveres Training häufig nach etwa vier bis sechs Wochen, Kontaktsport oder starke Belastung großer Areale später. Ausschlaggebend sind Umfang, Wundheilung, Kreislauf, Anästhesie und ärztliche Kontrolle.
Das sichtbare Ergebnis entwickelt sich über Monate. Ein erheblicher Teil der Schwellung klingt in den ersten Wochen ab, die Kontur kann sich aber drei bis sechs Monate und bei großen Arealen bis zu einem Jahr verändern. Eine Nachkorrektur wird nicht vorschnell geplant.
Häufige vorübergehende Folgen sind Schmerz, Brennen, Druckgefühl, Blutergüsse, Schwellung, Taubheit und vorübergehend ungleichmäßige Konturen. Seltener sind Serom, Hämatom, Infektion, Wundheilungsstörung, Hautschaden, auffällige Narben, anhaltende Sensibilitätsstörung oder chronischer Schmerz. Seltene, aber lebensbedrohliche Komplikationen umfassen tiefe Venenthrombose und Lungenembolie, Fettemboliesyndrom, Organverletzung, schwere Flüssigkeitsverschiebung, Lokalanästhetika-Vergiftung und schwere Infektion.
