Die kurze Antwort
Eine Narbe nach einem Hautschnitt lässt sich meist nicht vollständig vermeiden oder „wegcremen“. Eine möglichst störungsfreie Wundheilung, geringe Zugbelastung, Schutz der geschlossenen Narbe vor UV-Licht und gegebenenfalls Silikonprodukte können zu einem günstigeren Verlauf beitragen. Für einzelne Maßnahmen ist die Studienlage begrenzt. Eine wachsende, schmerzhafte, stark erhabene oder funktionell störende Narbe sollte früh beurteilt werden; auch viele Jahre alte Narben können noch verbessert werden. Welche Behandlung sinnvoll ist, hängt vom Narbentyp ab. NHS, Cochrane: Silikon, AAFP
Eine Operation ist vorbei, die Wunde geschlossen – und dennoch beginnt für die Haut erst jetzt ein langer Umbau. Die Linie kann zunächst rot und geschwollen sein, später hart oder empfindlich werden und über viele Monate heller und weicher erscheinen. Wer die ersten Wochen als endgültiges Ergebnis bewertet, beurteilt eine Narbe mitten in ihrer Entwicklung. Wer dagegen jede Veränderung als „normal“ abtut, übersieht womöglich eine Infektion, ein Keloid oder eine behandlungsbedürftige Verhärtung.
Umfang: Der Schwerpunkt liegt auf chirurgischen Hautschnitten und für Betroffene relevanten Behandlungen. Große Brandverletzungen, Aknenarben, pädiatrische Spezialbehandlung und die vollständige Darstellung aller experimentellen Wirkstoffe benötigen eigene Fachartikel. „Aktuell“ bedeutet hier: wichtige, bis zum Redaktionsstand verfügbare Quellen wurden berücksichtigt; es ist keine systematische Durchsicht sämtlicher Veröffentlichungen weltweit.
