121Das Ziel der Mastopexie
Eine Mastopexie hebt Brustwarze und Gewebe, verkleinert die Hauthülle und formt den unteren Pol. Sie kann eine längere, besser positionierte Brust erzeugen, aber Schwerkraft und Alterung nicht abschalten. Oberpolfülle ohne Implantat ist begrenzt.
Das Ergebnis wird an Gewebequalität und gewünschter Natürlichkeit gemessen, nicht an einer perfekten Schablone.
122Periareoläre Straffung
Ein Hautring um die Areola wird entfernt. Die Methode eignet sich für geringe Hebung und Areolaverkleinerung. Größere Spannung kann Narbe verbreitern, die Areola verziehen oder Falten erzeugen.
Der Vorteil einer kurzen Narbe wird gegen begrenzte Formkraft abgewogen. Starke Ptosis lässt sich damit selten überzeugend behandeln.
123Vertikale Straffung
Zur Narbe um die Areola kommt eine senkrechte Linie bis zur Brustfalte. Sie ermöglicht mehr Gewebeformung und Hautentfernung. Anfangs kann der untere Pol gerafft oder ungewohnt hoch wirken und sich über Monate setzen.
Die vertikale Narbe ist sichtbar, reift aber häufig günstig. Wundöffnung an Spannungspunkten bleibt möglich.
124Anker- oder Inverted-T-Technik
Zusätzlich verläuft eine Narbe in der Unterbrustfalte. Diese Technik erlaubt große Hautentfernung und präzise Formung bei ausgeprägter Ptosis oder Verkleinerung. Das T-Kreuz ist ein Bereich mit erhöhtem Wundheilungsrisiko.
Die längere Narbe ist nicht automatisch eine schlechtere Operation; sie kann das passende Werkzeug für sicheren Hautverschluss sein.
125Lollipop- und Ankernarbe
„Lollipop“ bezeichnet periareoläre plus vertikale Narbe, „Anker“ ergänzt die horizontale Linie. Namen sagen nichts über Pedikel oder innere Formung. Der tatsächliche Plan wird gezeichnet.
Die kürzeste Narbe ist nicht immer die stabilste Form. Zu viel Spannung verbreitert Narben.
126Brustwarzenhöhe
Die ideale Position hängt von Brustkorb, Falte, Proportion und Wunsch ab. Zu hoch platzierte Brustwarzen lassen sich schwer korrigieren und können aus BH oder Kleidung schauen. Anfangs wird deshalb konservativ geplant.
Beide Seiten werden im Stehen markiert; natürliche Asymmetrie bleibt teilweise.
127Areolagrösse bei Straffung
Eine Straffung verkleinert die Areola häufig. Der Zielkreis wird nicht beliebig klein gewählt, weil Spannung, Durchblutung und Proportion zählen. Die endgültige Form kann sich während Heilung etwas weiten.
Purse-string-Nähte verteilen Zug, können aber Falten oder tastbare Knoten verursachen.
128Inneres Formen
Drüsengewebe wird über Nähte, Lappen oder Säulen neu angeordnet. Ziel ist Projektion und Stabilität, nicht nur Hautspannung. Haut allein dehnt sich sonst schneller.
Techniken unterscheiden sich stark. Der Operateur sollte verständlich erklären, ob eigenes Gewebe nach oben verlagert oder nur Haut entfernt wird.
129Oberpolfülle ohne Implantat
Autoaugmentation kann vorhandenes Gewebe nach oben verlagern. Der Effekt ist natürlicher und meist weniger ausgeprägt als bei Implantat. Mit der Zeit kann Gewebe erneut absinken.
Sehr leere Brüste bieten wenig Material für Umverteilung. Eigenfett kann ergänzen.
130Straffung mit Eigenfett
Eigenfett kann kleine Volumendefizite ausgleichen und Implantatkanten vermeiden. Die zusätzliche Absaugung und Transplantation verlängert den Eingriff. Ein Teil resorbiert sich, sodass Symmetrie nicht exakt vorhersehbar ist.
Fettnekrose und Verkalkung können Knoten erzeugen und brauchen bei Unsicherheit Bildgebung.
131Straffung mit kleinem Implantat
Ein Implantat kann Oberpolfülle und Projektion ergänzen. Klein bedeutet nicht risikofrei, belastet die Hülle aber meist weniger als ein sehr großes Implantat. Lage und Narbenplanung werden gemeinsam gewählt.
Wer Implantate vermeiden möchte, darf nicht mit dem Argument „sonst hält es nicht“ unter Druck gesetzt werden.
132Einzeitig oder zweizeitig
Bei einzeitiger Augmentationsmastopexie gibt es nur eine Narkose und eine Heilung, aber gleichzeitig konkurrierende Spannungen. Zweizeitig wird erst gestrafft oder augmentiert und später ergänzt; das verbessert Planbarkeit, bedeutet jedoch zwei Operationen.
Sehr große Veränderung, schlechte Haut oder Revision spricht eher für Stufung. Es gibt keine universelle Pflicht.
133Recurrent Ptosis
Erneutes Absinken kann durch schwaches Gewebe, großes Implantat, Gewicht, Schwangerschaft oder Alterung entstehen. Es ist nicht immer ein technischer Fehler. Die Geschwindigkeit und Ausprägung werden beurteilt.
Stabile Ergebnisse brauchen angemessene Größe und realistische Erwartung. Kein innerer BH macht Gewebe dauerhaft schwerkraftfrei.
134Bottoming-out nach Straffung
Der untere Pol kann sich dehnen, während die Brustwarze relativ hoch bleibt. Zu große Belastung und schwache Haut tragen bei. Die Brust wirkt unten lang und oben leer.
Korrektur kann Gewebeentfernung, Faltenfixierung, Implantatänderung oder Materialverstärkung benötigen.
135Narben nach Straffung
Narben sind anfangs rot, fest oder dunkel und reifen über zwölf bis achtzehn Monate. Genetik, Spannung, Nikotin, Infektion und UV-Licht beeinflussen sie. Silikon und Sonnenschutz können helfen.
Eine Narbe um die Areola kann Farb- und Höhenunterschiede entwickeln. Vollständige Unsichtbarkeit ist nicht versprechbar.
